Ziemlich beste Freunde – die wahre Geschichte dahinter
Heute sahen wir im Kino den Film „Ziemlich beste Freunde“, der tatsächlich besser ist als alles, was ich vorher darüber las. Jedenfalls war die Wimperntusche hinterher verschmiert. Auch vom Lachen. Sehr berührend und doch kein Gefühlskitsch, sehr Mitleid-los im besten Sinne, dafür normal und liebevoll ( im Kontrast dazu beschämend die Mitleid-triefenden anderen Bewerber für die ausgeschriebene Stelle als Alltagshelfer eines Querschnitt-Gelähmten).
Was ich vorher nicht wusste und erst durch den Nachspann erfuhr: Die Geschichte hat einen realen Hintergrund.
Hier ist ein Interview mit den beiden Menschen, die Vorbild für die Filmfiguren waren, Philippe Pozzo di Borgo und Abdel Sellou:
Die Geschichte hinter dem Film können sie hier lesen: Die Wahrheit über die ziemlich besten Freunde
Und hier sehen Sie den Trailer für den Kino-Film:
Und für die, die noch mehr über den Film wissen wollen: Hier eine ziemlich gute Filmkritik
Was treiben Bücher nachts, wenn keiner zuschaut?
Diesen Link habe ich vor einigen Tagen auf Facebook gefunden. Bücher haben tatsächlich ein Eigenleben, jetzt wissen wir es!
„Fatum suum habent libelli“ haben wir vor langer Zeit im Latein- Unterricht gelernt (schönen Gruß an Herrn Felthaus! Muss schon ein guter Unterricht gewesen sein, zumindest erinnerte ich mich an ein Sprichwort dieser Art. Aber dann zur Sicherheit noch mal gegoogelt)
Hier also der Film:
Gilt das nur für Buchläden oder auch für private Bücherregale?
Wilhelm Busch – nicht nur lustig
Heute vor 104 Jahren starb Wilhelm Busch. Woran denken Sie bei seinem Namen? Richtig, „Max und Moritz“, „die fromme Helene“ und allerlei lustige Verse und Bilder.
Dass er auch an der Kunstakademie Düsseldorf, an der Akademie der schönen Künste in Antwerpen und an der Akademie der schönen Künste in München studierte, ist nicht so bekannt.
Hier eines seiner Gemälde mit einer ländlichen Szene:
Einfach war sein Leben nicht. Schon mit 9 Jahren musste er sein Elternhaus verlassen, weil nach der Geburt eines Bruders nicht mehr genug Platz war. Er wurde zu einem Onkel gegeben. Was uns heute grausam erscheint, war jahrhundertelang auf dem Land durchaus üblich. Auch einer meiner Onkel, das achte Kind dieser Familie, wurde zu Verwandten gegeben, die keine eigenen Kinder hatten. Dieses „praktische“ Denken hinterließ tiefe Spuren …
Später litt Wilhelm Busch lange an Typhus.
Wilhelm Buschs Lebensweisheit zeigte sich auch in vielen bissigen Sprüchen (die sich mancher Politiker noch mal durchlesen sollte), beispielsweise in diesem hier:
„Wenn einer, der mit Mühe kaum
gekrochen ist auf einen Baum,
Schon meint, daß er ein Vogel wär,
So irrt sich der.“
(aus: Hernach (1908) – Der fliegende Frosch)
Einen kurzen Überblick über Wilhelm Buschs Leben bekommen Sie hier .
Für einen längeren Überblick führt natürlich kein Weg an Wikipedia vorbei
Und wenn Sie sich noch intensiver mit Wilhelm Busch befassen möchten: noch nie war es so einfach, die Werke dieses vielseitigen Künstlers über „Max und Moritz“ hinaus kennenzulernen.
Sie können viele seiner Bücher, auch seine Autobiografie, kostenlos als Ebook herunterladen,
- Kindle- Leser hier
- Leser anderer Formate hier bei Projekt Gutenberg.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Nicht vergessen: „Hab Sonne im Herzen, ob´s stürmt oder schneit …“
Ratzefummel
Letzte Woche von einer Kollegin geschenkt bekommen: Den „Ratzefummel“ mit dem Slogan: „Kleine Sünden einfach wegradieren“.
Der liebe Gott hat ja bekanntlich Humor. Ich habe Ratzinger während meines Studiums in Tübingen erlebt. Ob er auch Humor wie sein oberster Chef hat?
Die guten Vorsätze zum neuen Jahr
Nein, keine Angst, das wird kein weiterer Artikel zum Lieblings-Thema des Jahresanfangs. Es gibt doch schon einige gute Texte dazu. Einer ist auf der Seite jetzt.de in der „Süddeutschen Zeitung“ zu lesen: „Die Wahrheit über den Neuanfang“ .
Die Zielgruppe ist zwar jünger, aber die Inhalte betreffen jedes Alter. Ein Vorsatz, über den im Artikel geschrieben wird, ist das Tagebuchschreiben. Da hätte ich natürlich einen Tipp für Sie …
Wer überlegt, im neuen Jahr seinem Leben eine neue Richtung zu geben, kann bald mein Ebook zum Thema lesen. Ich überarbeite mein vor ein paar Jahren im Kösel Verlag erschienenes Buch „Wer immer geradeaus geht, kommt nicht weit. Dem Leben eine neue Richtung geben„.
(Sie raten schon meinen Vorsatz: meine Website aktualisieren. Als mein Computer eine neue Festplatte bekam, wurde mein Website-Programm gelöscht, und ich muss jetzt erst geduldig wieder alles aufbauen … haben Sie also bitte auch Geduld mit mir)
Sommerfrische und Schnee
Die Suche nach dem Wort des Jahres mal wieder … die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden hat „Stresstest“ erkoren. Mein persönliches Lieblingswort klebt zu jeder Jahreszeit auf meiner Schreibtischlampe: „Sommerfrische“
Heute ist der Blick vom Schreibtisch besonders vielseitig: Die stressfesten Alpenveilchen blühen noch im Topf, der Bambus neigt sich schon unter der ersten Schneelast des Jahres.
So, und jetzt wieder vernünftig arbeiten!
Frau Pieper und die Abschiebung
Da fehlen einem die Worte: Eine niedersächsische CDU- Landtagsabgeordnete kann mal eben so ganz spontan eine türkischstämmige Abgeordnete beleidigen und kassiert dafür lediglich einen Ordnungsruf. Der NDR berichtet darüber auf seiner Website unter dem Tiel „Alltagsrassismus im Landtag in Hannover?“ :
„Es ging hitzig zu im Landtag in Hannover. Für seine Flüchtlingspolitik musste sich Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) viel Kritik von der Opposition anhören. Aus Sicht einer seiner Parteikolleginnen wohl zu viel: Die Schwarmstädter Christdemokratin Gudrun Pieper konnte nicht an sich halten, als Filiz Polat von den Grünen von einer „menschenrechtswidrigen und inhumanen“ Abschiebe-Praxis sprach. „Am besten hätte man Sie abschieben sollen“, rief Pieper der am Rednerpult stehenden türkischstämmigen Polat zu. „
… Am Nachmittag gab Landtagspräsident Dinkla vor dem Plenum eine Erklärung ab. Er machte klar, dass „rassistische Äußerungen keinen Raum und Nährboden“ im Landtag finden – „auch wenn sie unbedacht geäußert werden“. Menschen mit Migrationshintergrund dürften in Niedersachsen nicht zu Opfern von Rassismus werden. Und: „Abgeordnete im Landtag müssen sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein“, so Dinkla. Diese Erklärung ist das Ergebnis einer Sondersitzung des Ältestenrates am Morgen. Die Grünen hatten diese Sitzung beantragt.
Den ganzen Artikel und eine Stellungnahme von Frau Pieper sehen Sie auf der NDR-Website.
Frau Pieper tut es leid. Na, dann sind wir ja beruhigt. Konsequenzen scheinen weder für sie noch für ihre Fraktion ein Thema zu sein.
Loriot und der Advent
Unübertroffen.
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