Neue Projekte brauchen ein solides Fundament
17. Juni 2009
Überall in unserem Garten wurden in den letzten Monaten eifrig Vogelnester gebaut. Da gibt es reichlich Möglichkeiten in diversen Hecken, geschützten Querstreben am Gartenhaus, Büschen und Bäumen. Wir bewundern immer wieder die Kunst der Vögel, aus Zweigen, Moos, Blättern und Erde ein Zuhause zu bauen. Jedes Jahr aber kommt es vor, dass ein Vogel sich den großen Bambusstrauch für den Nestbau aussucht. Der steht an einer windigen Stelle, hat reichlich dünne Zweige, bietet keine Verästelung, die ein Nest tragen kann – und so liegt jedes Jahr wieder ein Nest zerstört am Boden, bevor es Eier tragen kann. So viel Mühe umsonst, so viel kunstvolles Arbeiten vergeblich, weil das Fundament nicht stimmte …
Ich bekomme manchmal Coaching- Anfragen von Menschen, die beruflich ein „neues Nest“ bauen wollen. Sie sind unzufrieden mit der jetzigen Situation, haben Ideen für neue Projekte, und wir arbeiten gemeinsam an deren Verwirklichung. Und dabei stellen wir gelegentlich auch fest, dass das Fundament (noch) zu wacklig ist: Bestimmte Fachkenntnisse fehlen (noch), die Finanzierung steht auf extrem wackligen Füßen, Idee und Ort passen nicht zusammen, oder aber das geplante Projekt erfordert einen zupackenden Organisator und keinen sensiblen Künstler. Es gibt viele Aspekte, die das Fundament gefährden.
Auch wenn das enttäuschend ist – letztendlich ist es oft ökonomischer, seine Kraft nicht mit Projekten zu vergeuden, die von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind. Manchmal sieht man aber selbst vor lauter Begeisterung für das Neue die wankenden Bambusstäbe nicht … und da kann Coaching zu einem klaren Blick verhelfen. Und das kann dann heißen: Nicht aufgeben und resigniert zur alten Situation zurückkehren, sondern nach anderen Möglichkeiten suchen, die vielleicht vorher gar nicht im Blick waren. Und dann kann ein solides Fundament gebaut werden.
Entry Filed under: Berufung, Coaching, Energie, Erfolg, Geschäftstüchtigkeit, Neudefinition. Schlagworte: Berufung, Chance, Entscheidung, Fundament, Projekt.
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1.
Heinz Meloth | 20. Juni 2009 at 01:13
Hallo Frau Mardorf,
eine tolle Geschicht mit dem Nest…
Fundamente kann man aus verschiedensten Materialien bauen. Die stabilsten Fundamente für die Entwicklung eines Menschen sind für mich seine natürlichen Talente. Die frei zu legen, sie wirklich zu erkennen, für diese dann einen persönlichen Entwicklungplan zu erstellen macht riesen Spaß. … und genau darauf aufbauend dann weiter lernen, trainieren und coachen führt zu besonderen erfolgReichen Ergebnissen.
Ihr Beispiel mit dem Nest werde ich gerne zukünftig mit verwenden. Ich hoffe Sie haben nichts dagegen.
Viele Grüße
Heinz Meloth
2.
Dr. Mardorf Elisabeth | 20. Juni 2009 at 01:30
Lieber Herr Meloth,
Danke für Ihren Kommentar! Natürlich können Sie mich gern zitieren …
3.
Susanne Feile | 18. Juni 2009 at 16:28
Liebe Frau Dr. Mardorf,
ich arbeite gerade an einem Vortrag zum Thema „Neue Wege gehen“ und bin über Ihre Momentaufnahme gestolpert. Ich finde den Aspekt des Fundaments sehr wichtig und sehr interessant. In dem Unternehmen, für das ich den Vortrag ausarbeite, ist das fehlende oder wackelige Fundament immer Grund,warum neue Wege meist nicht zum Erfolg führen.
Allein schon, weil ich diese Momentaufnahme gefunden habe, hat es sich für mich doch gelohnt, mit Twitter anzufangen. Herzliche Grüße, Susanne Feile
4.
Dr. Mardorf Elisabeth | 18. Juni 2009 at 17:33
Liebe Frau Feile,
Danke für Ihren netten Kommentar! Ich war ja bei Twitter auch zögerlich, aber wenn man es gezielt nutzt, kann es doch manche gute Hinweise bringen. Das ist auch mein erster Eindruck.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend,
Elisabeth Mardorf