Wenn Coaches so „kundenfreundlich“ wären wie die Post …

3. Juni 2009 at 10:51 2 Kommentare


… könnten wir nicht existieren. Hier in Bad Essen (bei Osnabrück) wurde vor einem halben Jahr die Post, die wg. weniger geöffneter Schalter immer schon lange Schlangen hatte, verlegt in eine Poststelle, bei der es kaum Parkplätze gibt. Nicht einmal für den Postkasten- leerenden Briefträger.
Alle Postfachempfänger bekamen einen Brief, ihre Postfächer würden dorthin verlegt. Ohne Parkplätze auch eine Freude. Kurz darauf wieder ein Brief: Bis 30.6. bleiben die Postfächer am alten Ort, dann werden sie verlegt. 500 Meter Fußweg zwischen den beiden Post-Orten jetzt. Genial.
Jetzt ein Brief, der wg. billigem Outfit fast ungeöffnet als Werbemüll im Papierkorb gelandet wäre: Die Post kündigt die Postfächer komplett und bittet um Verständnis. Hä? Briefe würden aber weiter an die Hausadresse zugestellt. Das ist ja nun mal richtig tröstlich, zumal bei uns die Post so zwischen 14 und 16 Uhr eintrudelt, manchmal auch ein klitzekleines bißchen früher, manchmal auch erst gegen 17 Uhr, je nachdem, welcher Briefträger eingeteilt ist.
An manchen Tagen gibt es gar keine Post, auch wenn mir vorher per email mitgeteilt wird, der Brief mit den Coaching- Unterlagen sei unterwegs (ja, manche Leute vertrauen lieber der Post ihre Unterlagen an als dem worldwideweb, ja und manchmal schicken Klienten auch Post an meine Besuchsadresse). Mal den Briefträger gefragt, was da los ist. Tja,wir seien halt auf der Tour als eine der letzten Straßen eingeteilt, und sie hätten Anweisung, wenn die Arbeitszeit vorbei ist, die Tour abzubrechen. Das nennt man doch Kundenservice!
Wohlgemerkt: Das betrifft nicht nur mich Kleinunternehmerin. Das betrifft Rechtsanwaltsbüros, in denen es um Fristen geht, das betrifft die örtliche Zeitung, das betrifft etliche Industriebetriebe.
Welch feudale, selbstherrliche Einstellung ihren Kunden gegenüber herrscht da bei den Post- Managern vor? Kunden sind ein lästiges Übel?
Ganz prächtig ist übrigens eine Lösung, die ich neulich in einem kleinen Ort sah: Da stehen die Postfächer auf einem Container mit 4 Rollen vor einer Postagentur. Im Regen. Papier an sich liebt ja Feuchtigkeit, wie wir alle wissen. Und das Postfach- Gestell ist mit einem Fahrradschloß an der Hauswand in einer Öse angeschlossen. Mit Kneifzange zu knacken. Und herzlichen Dank, liebe Post, auch noch für die leichtgängigen Rollen zum Wegschieben. Wie beruhigend!
Protestieren nützt nix – als Antwort kam ein blabla-Brief aus Textblöcken, in dem wieder um Verständnis gebeten wird. Hab ich nicht, will ich auch nicht haben.
Und wenn wir mit unseren Kunden so umspringen würden, wären wir sie sofort los. Vielleicht will die Post ja den privaten Postdiensten das Feld überlassen. Oder sie arbeitet an Projekten, mit denen man Papier beamen kann … ach nee, glaub ich eigentlich nicht. So viel Zukuftsorientierung traue ich denen gar nicht zu ;-(

Advertisements

Entry filed under: Kundenorientierung. Tags: , , , , .

Frau Mardorf zwitschert jetzt auch … Eduard Mörike, Lebensziele, Lebenswünsche

2 Kommentare Add your own

  • 1. Gitte Härter  |  3. Juni 2009 um 16:55

    Sie Arme! Das ist ja wirklich zum Haareausreißen!

    Übrigens: Ich erinnere mich an eine bestimmt fast zehn Jahre alte Kolumne von Frau Asgodom, die auch ihre Post früher brauchte als der Briefträger bei ihr war. Sie hat geschildert, dass sie mit ihm eine Sondervereinbarung getroffen hat, dass sie zum Start seiner Tour in ihrer Straße ihre Assistentin hinschickt und dort direkt vom Radl die Post bekam (oder so ähnlich, ist schon so lange her). So waren alle zufrieden – und sie hatte ihr Post deutlich früher.

    Vielleicht geht sowas ja auch mit Ihrem Postler? Wenn man nett fragt, geht ja meistens vieles direkt.

    Schöne Grüße
    Gitte Härter

    Antwort
    • 2. Dr. Mardorf Elisabeth  |  4. Juni 2009 um 00:13

      Danke für Ihr Mitgefühl und Ihren Tipp, liebe Frau Härter! Schade, dass Menschen wie Sie nicht Post- Managerin werden … wenn die Postleute sich doch wenigstens für ein Coaching bei Ihnen anmelden und dazulernen würden 🙂

      Antwort

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Richtungswechsel Ebook und Taschenbuch

Tagebuch

Zufall/ Synchronizität

Das kann doch kein Zufall sein - als Taschenbuch und jetzt als Ebook

Spaziergang als Ebook

Schreiben Sie Ihre Biografie oder interviewen Sie Ihre Verwandten!

Spaziergang als TaBu

Auch ein schönes Geschenk!
Juni 2009
M D M D F S S
« Mai   Jul »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Archive

Feeds