Das Leben, von dem viele träumen …

14. Oktober 2011 at 14:49 Hinterlasse einen Kommentar

Heute ist im Magazin der Süddeutschen Zeitung, die wir auch im Norden abonniert haben, ein spannender Bericht in Form eines Briefes von Meike Winnemuth. Sie hatte im letzten Jahr bei Günter Jauch eine halbe Million gewonnen und macht seitdem eine Weltreise: 12 Städte in 12 Monaten. Traumhaft, nicht? So viel Glück möchten Sie auch mal haben?

Dann lesen Sie Meikes Artikel. Ihre ganz wichtige Erkenntnis ist:

„Aber weißt Du, was das für mich Unfassbarste ist? Ich hätte die ganze Zeit tun können, was ich jetzt tue. Es kostet hier draußen nicht mehr Geld als zu Hause, oft weniger, und ich verdiene ja was. Ohne den Gewinn im Rücken hätte ich die Reise in meiner Betriebsblindheit nicht mal ansatzweise in Erwägung gezogen, und jetzt stelle ich fest: Ich hätte das Geld gar nicht gebraucht. Ich hätte jederzeit losziehen können, ich hatte es immer selbst in der Hand. Eine Lehre fürs Leben: sich mehr trauen. Es einfach machen, ohne viel nachzudenken – mit anderen Worten: ohne die üblichen Bedenken.“

Ganz ohne Bedenken geht es für viele sicher nicht, das war bei mir oft auch nicht besser. Ich habe mal einen ganzen Sommer lang Freunde mit der Frage genervt, ob ich es nun wirklich wagen sollte, meinen Traum wahr zu machen, noch einmal ein Jahr in Kalifornien zu studieren, wo ich schon mal ein Jahr so glücklich war. Und es war auch alles sehr kompliziert, unter anderem musste ich eine sehr gut bezahlte Stelle dafür aufgeben (davon vielleicht ein anderes Mal). Ich wagte es schließlich.

Auf zu neuen Ufern

Und wurde mit unendlich vielen Begegnungen und Synchronizitäten beglückt, die sogar mein weiteres Leben prägten.

Auch Meike Winnemuth erlebt das auf ihrer Reise um die Welt und schreibt im heutigen Artikel:

„In San Francisco und London hatte ich alle Antennen weit ausgefahren und war empfänglich für die seltsamsten Koinzidenzen und Synchronizitäten; ich fühlte mich fast überschüttet von Ideen, Erkenntnissen, Querverbindungen. Auf einer Weltreise wird man zu einer Zusammenhangsmaschine. Man klöppelt die entferntesten Orte, Zeiten und Personen zu einem schönen dichten Netz zusammen und lässt sich hineinfallen wie in eine Hängematte.“

Immer wieder neu aufzubrechen war für mich nicht einfach, aber in jungen Jahren und einigermaßen gesund finden sich Wege – wenn man sich nur traut! Ich habe auch meine wunderbarsten Reisen in Zeiten gemacht, als ich kaum Geld hatte. Aber gesund war. Natürlich nix all inclusive. Rucksack, Jugendherberge und Billighotels mussten oft reichen, und manchmal auch der Schlafsack auf dem Boden. Aber die Erfahrungen und Erinnerungen, die halten für ein ganzes Leben. Auch wenn die morschen Knochen heute nicht mehr so reisekompatibel sind.

Und wenn man alles wirklich ausgekostet hat und seinen Sehnsüchten nach Traumländern nachgegeben hat – dann kann es einem doch tatsächlich passieren, dass man in der Sonne Kaliforniens Heimweh nach der heimischen Scholle im nebligen Norddeutschland bekommt.

Ankommen ist auch schön.

Wenn Sie Meike Winnemuths Reise um die Welt lesend begleiten wollen: Ihr Blog heißt „Vormirdiewelt“

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Kultur 2: Ausstellung Bernd Spriewald in Bad Essen Kunst im Norden – Markus Tepe

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