Archive for November, 2011

Die Grünen gegen alle Kreativen und Künstler

Für ihren Parteitag haben die Grünen ein Antragssüppchen zusammengekocht, das jedem Schriftsteller, Komponisten,  Drehbuchautoren, bildenden Künstler nur übel aufstoßen kann.

Unter anderem sollte nach ihren Vorstellungen das Urheberrecht von jetzt 70 Jahre nach dem Tod mal eben auf 5 Jahre verkürzt werden. Jetzt wird wohl beim Zeitraum etwas zurückgerudert, aber in Zeile 443 im Antrag steht immer noch:

„befristete Exklusivität der Nutzungsmöglichkeiten für die UrheberInnen“ .

Klartext: „Lieber Autor/ Künstler/Maler, Du darfst zwar schreiben/malen/schaffen, aber damit Deinen Lebensunterhalt verdienen darfst du nur begrenzt“.

Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie den ganzen Text hier 

„Offenheit, Freiheit, Teilhabe“ nennen die Grünen das. Das sieht der Verband der Drehbuchautoren aber ganz anders. Unter der  Überschrift „Grüne wollen Kreative enteignen“ schreibt er

“ …  ist dieser Antrag vor allem eine Unterwerfung unter die Interessen der Serviceprovider und Plattform-Multis wie Google, youtube, Facebook, die mit Content jährlich Milliarden verdienen, ohne je einen einzigen Cent in Urheber und ihre Werke zu investieren. Vermutlich will man damit die zu den Piraten übergelaufenen Wähler zurückgewinnen. „Lesen Sie den ganzen Artikel hier

Auch die ZEIT widmet dem Thema einen interessanten Artikel mit viel Hintergrund . Lesen Sie ihn hier

Und schließlich  schrieb der Autor Thomas Brussig  in der TAZ dazu 

Eines scheint jetzt schon klar zu sein: Wenn die Grünen diese Politik fortsetzen, verlieren sie die Stimmen aller Kulturschaffenden. Nicht nur meine.

25. November 2011 at 20:16 1 Kommentar

Die Höhle der vergessenen Träume – Film von Werner Herzog

Gestern waren wir im Kino. „Die Höhle der vergessenen Träume“ von Werner Herzog in 3D- Technik. Am Eingang eine Plastikbrille aus der Kiste geholt, unsere Plätze gesucht (noch nie vorher erlebt: ein Kino, das Platzreserierungen macht! Cinema Art House in Osnabrück). Und dann: begriffen, warum das Kino aller Todweihungen zum Trotz immer noch lebt.

So beeindruckend kann man keinen Film im Fernseher sehen. Die sperrige 3D- Brille ist zwar über der eigenen Brille etwas wackelig (Tipp für Brillenträger: Gummibänder mitnehmen und die Ohrbügel zusammenzurren), aber dann: Unglaubliche Bilder, das Gefühl, als gehe man selbst mit durch die Landschaft und später durch die Höhle. An einer Stelle kam von rechts ein Mann, der stehenblieb, und ich dachte: kann der sich nicht endlich mal hinsetzen? Der stört doch die Sicht. Hm, und dann begriff ich erst: Dieser Mann gehört zum Film. Beeindruckende 3-D-Technik!

Wir waren vor Jahren in Frankreich in der Höhle von Lascaux (genauer gesagt, in der Nachbildung) und  in einer anderen Höhle, die mittlerweile nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Selten spürt man den Hauch der Vergangheit so intensiv.

Die Höhle von Chauvet ist noch sehr viel älter. Der Eingang war fast 20000 Jahre  durch einen Felssturz verschüttet und wurde erst 1994 entdeckt. Die Zeichnungen sind 30000 Jahre alt, die ältesten bildhaften Zeugnisse der menschlichen Kultur. Sie nutzen die Wölbungen der Felsen für plastische Darstellung, die Zeichnungen sind keine primitiven Kritzeleien, sondern große Kunst.

Werner Herzog und sein Team durften nur kurz und nur mit minalem Licht in der Höhle filmen.

Das Ergebnis ist dennoch grandios.  Nur auf eines hätten wir gut verzichten können: auf die grauenvolle viel zu laute Musik. Sie stört den Film. Die schönsten Momente waren die, als einer der Wissenschaftler die anderen in der Höhle aufforderte, ganz still zu sein. Leider hielt der Filmprofi Herzog wohl die Stille nicht aus und ruckzuck wurden die Zuschauer wieder Opfer der Tonverschmutzung.

Im nächsten Jahr wird es den Film auf DVD geben. Dann kann man am heimischen Fernseher  einfach den Ton abstellen. Das macht dann halt den Ausgleich für das kleinere Bild- siehe oben. Man kann den Film jetzt schon vorbestellen

Hier ist der Trailer zum Film :

Auf der Website zum Film können Sie auch Informationsmaterial für Schulen herunterladen.

Und zum Schluss ein Interview mit Werner Herzog

Ach ja, noch ein Nachtrag für Hygiene-Freaks: Die 3-D-Brillen kamen am Ausgang in eine Extra- Kiste zum Reinigen.

21. November 2011 at 12:50 Hinterlasse einen Kommentar

Ablenkung durch Internet vermeiden – Freedom Software

Tja, dieser Artikel hier ist etwas widersprüchlich. Es geht darum, wie man als Freiberufler im Arbeitsalltag am Computer die verlockenden Ablenkungen durch das Internet vermeidet (mal eben fix die Mail checken, mal eben gucken, ob sich im Lieblingsblog was tut, mal eben bei facebook vorbeischauen, kurz den twitter-Freunden guten Tag sagen, mal eben Infos zu einem Zeitungsartikel ergänzen … Sie kennen sicher noch mehr Ablenkungsgründe).

Und um den Artikel zu lesen, müssen Sie leider noch ein bißchen im Internet bleiben.

In einem Interview mit Miranda July in der Süddeutschen Zeitung  las ich von einer kleinen Software für Windows und Mac, in der man sich selbst eine Internetsperre verhängen kann. Man stellt ein, für wie lange man geblockt sein  und konzentriert arbeiten will. Und so lange kommt man nicht ins Internet rein.

Klar können Sie sagen: ich brauch ja nur den Zugang zum WLAN schließen, geht doch auch.

Tja, aber was so ein echter Internet- Junkie ist, der findet doch locker eine Ausrede, oder?

In dem Interview wunderte sich die Autorin darüber, dass die Journalistin das Werkzeug nicht kannte, in den USA würden die meisten Profi- Autoren damit arbeiten, sonst kämen sie ja gar nicht zum Schreiben.

Auf der Website der Anbieter stehen mehrere Interviews mit Schriftstellern, die das Programm benutzen.

Wenn es Sie juckt, das auch auszuprobieren: Das Programm heißt „Freedom“ (Tja, in der Beschränkung liegt die Freiheit!) und Sie können hier eine kostenlos Probeversion oder die software zum Preis von 10 $ herunterladen

Ich hab´s noch nicht ausprobiert. (Meine Eieruhr klingelt, bisher mein privates Internet-Abschaltungs-Ermahnungs-Programm). Kommt aber noch.

Und jetzt: husch, husch an die Arbeit.

16. November 2011 at 12:19 Hinterlasse einen Kommentar

„Machtfaktor Erde“ – Dokumentation im ZDF

Viele Länder werden Opfer im „Beutezug des Klimawandels“. Claus Kleber vom ZDF und seine Co-Autorin Angela Andersen  haben eine zweiteilige Dokumentation “Machtfaktor Erde” gedreht. Der erste Teil war gestern und ist jetzt in der ZDF Mediathek zu sehen.
Der zweite Teil ist heute Abend, leider erst um 23 Uhr.

Hier ein kurzer Einstieg, aber es lohnt, die ganze Sendung anzusehen.

15. November 2011 at 14:18 Hinterlasse einen Kommentar

Weihnachtsmarken aus Bad Essen

Die neuen Wohlfahrtsmarken/ Weihnachtsbriefmarken, herausgegeben vom Bundesfinanzministerium, wurden von einer Bad Essener Grafikerin entwickelt. Karen Scholz wurde zum Wettbewerb des Bundesfinanzministerums eingeladen, und ihre Entwürfe wurden ausgewählt! Herzlichen Glückwunsch, Karen!

Nach ausführlichen Recherchen entschied sie sich für Motive von  St. Martin und St. Nikolaus, inspiriert von  Kirchenfenstern in Rheurdt/ Niederrhein und Nettersheim/ Eifel.

Weihnachtsmarke Wohlfahrtsmarke 2012(Bildquelle: Wohlfahrtsmarken.de)

Noch mehr über die Geschichte hinter den Weihnachtsmarken und über Karen Scholz erfahren Sie in einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung

Von jeder Marke geht ein Anteil des Preises an soziale Projekte. Auf der Internet- Seite des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erfahren Sie mehr über die geförderten Projekte.

Ich mache jedes Jahr meine Weihnachtskarten selbst und schreibe mit der Hand, daran hat auch meine Computer- Begeisterung nichts ändern können. Und in diesem Jahr kommen  diese besonders schönen Marken auf die Briefumschläge!

15. November 2011 at 12:30 1 Kommentar

Kristallnacht – Pogromnacht

Eigentlich mag ich den Namen „Kristallnacht“ nicht. Er verharmlost, und er klingt zu kultiviert für das, was er bezeichnet. Kristall ist etwas edles, Kristallgläser werden zu besonderen Anlässen benutzt. Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 war barbarisch und zerstörte Leben. Klirrendes Glas als Symbol für Zerstörung, Unterdrückung und Lebensgefahr.

Es wurde viel darüber geschrieben.

Lesen Sie hier, was in dieser Nacht geschah

Kennen Sie den Song „Kristallnaach“ von BAP? Auch heute noch hörenswert:

Vergangenheit? In dieser Woche trägt die Titelgeschichte des SPIEGEL den Titel : „Die braune Armee Fraktion“

Lesen Sie über die Hintergründe der sog. „Döner-Morde“ im Blog von Robert Koop

14. November 2011 at 19:44 Hinterlasse einen Kommentar

Köstliche Kunst aus der Kunstschule

So klein Bad Essen ja ist, so rege ist dort die Kultur. Gestern fand die Eröffnung der Semester- Ausstellung der Kunstschule Bad Essen statt, dieses Mal wieder in den Räumen der Sparkasse. Werke aus Kursen für Kinder und für Erwachsene sind jetzt für drei Wochen zu sehen.

Andreas Hoffmeier für die Sparkasse, Susanne Deutschmann und Iris Nepke von der Kunstschule  führten in die Ausstellung ein und gaben einen Überblick über die Arbeit der KuBe, die mit viel privatem Engagement seit fast 25 Jahren existiert. Matthias Ventker begleitete die Eröffnung musikalisch.

Hier einige Impressionen:

Es waren viele Besucher da, aber ich habe nicht alle fotografiert. Nicht jeder möchte im Internet auftauchen!

Informieren sie sich hier ausführlicher über die Arbeit der Kunstschule.

9. November 2011 at 18:20 1 Kommentar

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