Archive for Dezember, 2011

Sommerfrische und Schnee

Die Suche nach dem Wort des Jahres mal wieder … die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden hat „Stresstest“ erkoren. Mein persönliches Lieblingswort klebt zu jeder Jahreszeit auf meiner Schreibtischlampe: „Sommerfrische“

Heute ist der Blick vom Schreibtisch besonders vielseitig: Die stressfesten Alpenveilchen blühen noch im Topf, der Bambus neigt sich schon unter der ersten Schneelast des Jahres.

So, und jetzt wieder vernünftig arbeiten!

16. Dezember 2011 at 12:31 Hinterlasse einen Kommentar

Frau Pieper und die Abschiebung

Da fehlen einem die Worte: Eine niedersächsische CDU- Landtagsabgeordnete kann mal eben so ganz spontan eine türkischstämmige Abgeordnete beleidigen und kassiert dafür lediglich einen Ordnungsruf. Der NDR berichtet darüber auf seiner Website unter dem Tiel „Alltagsrassismus im Landtag in Hannover?“ :

„Es ging hitzig zu im Landtag in Hannover. Für seine Flüchtlingspolitik musste sich Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) viel Kritik von der Opposition anhören. Aus Sicht einer seiner Parteikolleginnen wohl zu viel: Die Schwarmstädter Christdemokratin Gudrun Pieper konnte nicht an sich halten, als Filiz Polat von den Grünen von einer „menschenrechtswidrigen und inhumanen“ Abschiebe-Praxis sprach. „Am besten hätte man Sie abschieben sollen“, rief Pieper der am Rednerpult stehenden türkischstämmigen Polat zu.

… Am Nachmittag gab Landtagspräsident Dinkla vor dem Plenum eine Erklärung ab. Er machte klar, dass „rassistische Äußerungen keinen Raum und Nährboden“ im Landtag finden – „auch wenn sie unbedacht geäußert werden“. Menschen mit Migrationshintergrund dürften in Niedersachsen nicht zu Opfern von Rassismus werden. Und: „Abgeordnete im Landtag müssen sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein“, so Dinkla. Diese Erklärung ist das Ergebnis einer Sondersitzung des Ältestenrates am Morgen. Die Grünen hatten diese Sitzung beantragt.

Den ganzen Artikel und eine Stellungnahme von Frau Pieper sehen Sie auf der NDR-Website.

Frau Pieper tut es leid. Na, dann sind wir ja beruhigt. Konsequenzen scheinen weder für sie noch für ihre Fraktion ein Thema zu sein.

9. Dezember 2011 at 18:46 Hinterlasse einen Kommentar

Loriot und der Advent

Unübertroffen.

Wenn Sie noch ein Weihnachtsgeschenk suchen: Die Loriot- DVD- Box mit vielen Klassikern und noch unveröffentlichten Sketchen können Sie hier bestellen

8. Dezember 2011 at 13:23 Hinterlasse einen Kommentar

Literatur und Realität – Stanislav Lems Prognose vor 50 Jahren

Im lesenwerten Blog von Petra van Cronenburg fand ich den Hinweis auf den Schriftsteller, Philosophen, literarischen Erschaffer neuer Welten Stanislav Lem,der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre. In seinem Buch „Rückkehr von den Sternen“, das er vor 50 Jahren schrieb, schilderte er, wie er sich die Zukunft der Buchläden vorstellt (Zitat aus der englischen Version „Return from the stars“ ):

„No longer was it possible to browse among shelves, to weigh volumes in hand, to feel their heft, the promise of ponderous reading. The bookstore resembled, instead, an electronic laboratory. The books were crystals with recorded contents. They can be read the aid of an opton, which was similar to a book but had only one page between the covers. At a touch, successive pages of the text appeared on it. But optons were little used, the sales-robot told me. The public preferred lectons – like lectons read out loud, they could be set to any voice, tempo, and modulation. Only scientific publications having a very limited distribution were still printed, on a plastic imitation paper. Thus all my purchases fitted into one pocket, though there must have been almost three hundred titles …. So a book was printed, as it were, every time someone needed it. The question of printings, of their quantity, of their running out, had ceased to exist. Actually, a great achievement, and yet I regretted the passing of books.“

Die ganze Passage können Sie hier lesen

Da bekommt man ja beim Lesen fast eine Gänsehaut, wie genau er ebooks und Books on Demand beschreibt.

Stanislav Lem äußerte sich in einem seiner letzten Interviews sehr skeptisch über den Nutzen des Internets und weigerte sich, es selbst zu nutzen:

Frage: Benutzen Sie eigentlich das Internet?

Stanislaw Lem: „Nein, ich weigere mich, es zu benutzen. Man hat versucht, mich gewissermaßen mit einer großen Schachtel von Schokoladenbonbons dazu zu bringen, einen Zugang einzurichten. Ich hätte das ganz umsonst erhalten, aber ich will nicht. Ich habe hier so viele wissenschaftliche Bücher und Journale, die ich noch nicht lesen konnte. Ich fürchte mich vor der sogenannten informatischen Sintflut.

Durch das Internet werden gewisse Pfeiler des Kapitalismus erodieren. Das Copyright ist bereits jetzt schon in Gefahr geraten. Es ist fast unmöglich, ein vollkommenes Eigentum des Copyright zu garantieren“ (Quelle: Telepolis )

Es gibt noch so viele Bücher zu entdecken …

Das Buch „Rückkehr von den Sternen“ können Sie auf deutsch hier bestellen

8. Dezember 2011 at 12:40 Hinterlasse einen Kommentar

Ebooks veröffentlichen – einige praktische Tipps

Viele Autoren machen sich jetzt an die Arbeit, ihre Texte als Ebook in eigener Regie zu veröffentlichen. Leider gibt es da zwei „Text- Lager“ : Amazon mit seinem eigenen Kindle- Format und die vielen anderen Formate, allen voran epub, die auf Tablet PCs gut gelesen werden können.

Wolfgang Tischer vom Literaturcafe hat eine hervorragende Anleitung zum Erstellen von Kindle- Ebooks herausgegeben.
Einen kurzen Überblick finden Sie hier

Die ausführliche Version als ebook empfehle ich Ihnen, bevor Sie sich an die Detail- Arbeit machen:

Er empfiehlt die Umwandlungs- Software Calibre. Hier können Sie sie herunterladen

Eine Alternative ist die kostenlose Umwandlungs- Software „Sigil“  Hier können Sie sie herunterladen:

Sigil Software für diverse Systeme

Ich denke, es geht nicht um ein Entweder Oder Ebook oder gedrucktes Buch. Ich finde schöne gedruckte Bücher wichtig, und ich denke, das werden sie auch für andere bleiben. Aber mittlerweile genieße ich auch (zusätzlich!) das Lesen von Ebooks und das schnelle Herunterladen. Und ich habe auf diese Weise die urheberrechtsfreien Klassiker wieder entdeckt, die jetzt kostenlos als Ebook zu bekommen sind.
Ich habe einen Kindle Reader aus der vergangenen Serie, da ist das Bild für meinen Geschmack zu grau. Dafür hält die Batterie endlos.  Aber man kann in hellstem Sonnenlicht hervorragend sehen. Na gut, im Moment in unseren Gefilden nicht gerade ein Argument. Aber vielleicht machen Sie ja über Weihnachten eine Reise in sonnige Gefilde?

Für andere Formate kann man sich einen preiswerten Tablet Reader gönnen, wenn man unbedingt Farbe sehen will. Dafür muss dann aber der Akku oft geladen werden.

Als Autor sollte man sich die Anschaffung vielleicht überlegen, um zu überprüfen, ob die Seiten auch so gezeigt werden, wie man sich das vorstellt (oder eben einen netten Menschen fragen, der so ein Gerät besitzt … )

Wer anschaulich miterleben möchte, was Autorinnen da so durchmachen, kann das in Petra Cronenburgs Blog nachlesen.

Warum ich mich mit diesem Thema befasse? Ich arbeite daran, mein Buch „Wer immer geradeaus geht, kommt nicht weit“ als Ebook zu veröffentlichen. Das technisch allein umzusetzen, reizt mich als bekennender Computer-Freak (nein, liebe Feministinnen, dieses Wort gibt es in weiblich nicht).

2. Dezember 2011 at 14:35 Hinterlasse einen Kommentar


Richtungswechsel Ebook und Taschenbuch

Tagebuch

Zufall/ Synchronizität

Das kann doch kein Zufall sein - als Taschenbuch und jetzt als Ebook

Spaziergang als Ebook

Schreiben Sie Ihre Biografie oder interviewen Sie Ihre Verwandten!

Spaziergang als TaBu

Auch ein schönes Geschenk!
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