Archive for November, 2012

Wenn die Kraniche ziehen …

… wird es bald wirklich Winter. In den letzten Tagen haben sie sich hier in der Nähe am Dümmersee gesammelt. In den letzten Tagen waren schon viele Gruppen unterwegs, und heute bei strahlendem Sonnenschein sah ich gleich 6 große „Einsen“ am Himmel.

Schnell die Kamera gezückt . Beeindruckend, diese Selbstorganisation in so vielen Gruppen, die sich bewegen!

Die Kraniche ziehen 2012

P.S. Die Älteren meiner Leserinnen und Leser werden sich vielleicht an den preisgekrönten Film „Wenn die Kraniche ziehen“ erinnern. Hier steht mehr darüber

30. November 2012 at 20:27 Hinterlasse einen Kommentar

Eine gute Idee: ein öffentlicher Bücherschrank in Bad Essen

Da ist Bad Essen schneller als so manche  Großstadt: gerade wurden mit Hilfe eines Sponsors an zwei Stellen im Ort öffentliche Bücherschränke aufgestellt (vor der Apotheke in der Lindenstraße und in Lintorf). Was das ist? Sieht ähnlich aus wie eine Telefonzelle mit Regalen, an zwei Seiten sind Glastüren, und jeder kann ein Buch oder mehre Bücher hineinstellen. Und jeder kann sich kostenlos Bücher mitnehmen. Also auf gut neumodisch eine „Win-Win-Situation“: Jeder hat etwas davon. Derjenige, der Bücher abgeben möchte genauso wie der, der nicht viel Geld für Bücher ausgeben kann oder will oder einfach ein leidenschaftlicher Bücherstöberer ist.

Direkt neben dem Bücherschrank stehen übrigens zwei Bänke, so dass man bei schönem Wetter auch in Ruhe stöbern kann.

Als Autorin habe ich natürlich durchaus Interesse daran, dass Bücher gekauft werden und dass es weiter Buchhandlungen gibt. Als Leserin aber freue ich mich über jedes Buch, das meinen Weg kreuzt. Und ich denke, dass die Möglichkeit, kostenlos Bücher zu entdecken, bei vielen Menschen auch Interesse an weiteren Büchern nach sich zieht.

Schon länger gibt es in den USA die Bewegung der „little free libraries“ (kleine öffentliche Büchereien), wo Privatleute vor ihren Häusern liebevoll und phantasievoll gestaltete Bücherhäuschen aufbauen.

Im Blog „Bücherkinder“ von Stefanie Leo können Sie den Bau einer solchen „Vorgartenbibliothek“ nachverfolgen.  Stefanie Leo hat ihr Bücherhäuschen auch mit Bookcrossing verbunden.

Hier ein Foto von

Bullerbü(cher) – die kleine rote Vorgartenbibliothek

Sehr gelungen, finde ich. Danke an Stefanie Leo für die Erlaubnis, dieses Foto in meinem Blog zu verwenden!

Wenn Sie nicht so viel Basteltalent haben oder in einer sehr stillen Gegend wohnen, können Sie ja in Ihrer Nähe nach einem öffentlichen Bücherschrank suchen. Hier finden Sie  eine ausführliche Liste. Oder Sie setzen sich mit Ihrer Gemeinde in Verbindung und schlagen ein solches Projekt vor.

Hier können Sie den Artikel aus der Neuen Osnabrücker Zeitung über die Aktion in Bad Essen lesen: Literatur rund um die Uhr in der Gemeinde Bad Essen Vielleicht kommen Ihnen da ja Ideen …

Und mir wird es jetzt noch viel mehr Freude machen, Platz in meinen Bücherregalen zu schaffen 😉

19. November 2012 at 16:34 6 Kommentare

Hat Martin Walser sein Tagebuch wieder?

Vor einigen Wochen waren die Zeitungen voll davon: Martin Walser ließ sein Tagebuch, das er fast drei Jahre geführt hatte, im Zug liegen. In einem Interview äußerte er sich darüber, was der Verlust für ihn bedeutet:

„Wenn etwas verloren ist, entsteht ein Gefühl. Nichts entwickelt sich in uns zu solcher Deutlichkeit wie Verlorenes … Aber nur das Verlustgefühl nimmt zu, das Verlorene selbst bleibt verloren.“ (Quelle: Hannoversche Allgemeine)

Natürlich kann ich mich nicht mit der Bedeutsamkeit Martin Walsers messen – aber seine Verlustgfühle, die kann ich nachvollziehen. Mir wurde vor vielen Jahren in Amsterdam das Auto aufgebrochen und u.a. ein volles Tagebuch gestohlen. Ich fing gerade mit einem neuen an, das gestohlene berichtete über ein ganzes Jahr Leben.

Anfangs war hauptsächlich der Gedanke peinlich, dass jemand meine innersten Seelenergüsse lesen könnte. Die Wut, dass jemand in einem anderen Land, der vielleicht noch nicht einmal etwas davon lesen kann, mir mein Tagebuch wegnimmt, kam hinzu. (Auch wenn der Gedanke  etwas Beruhigendes hatte …) . Erst hoffte ich, das Buch würde ungelesen in einer Gracht landen. Aber ein Teil von mir hofft immer noch, dass es eines Tages wider auftaucht.

Denn genau dieses Jahr Leben, von dem in diesem Tagebuch die Rede ist,  ist in meinen Erinnerungen blasser als die Jahre, von denen ich meine Tagebücher habe und gelegentlich etwas nachlese. Tagebuch schreiben hilft definitiv beim Erinnern.

Wenn Sie also auf irgendeinem Flohmarkt oder einem Dachboden ein indisch-stoffgebundenes kleines Büchlein von 1978 mit rötlichen Linien und einer Schrift in verwaschenem Filzstift finden, das vor lauter endlosen Überlegungen für Sie sowieso langweilig ist – lesen Sie´s nicht, sondern melden Sie sich bei mir! 3000 Euro Finderlohn wie bei Martin Walser und Rowohlt gibt´s bei mir allerdings  nicht. Ich denk mir etwas anderes aus. Vielleicht ein Exemplar von meinem  Buch über das Tagebuchschreiben? Plus eine Einladung zum Essen?

Ich habe übrigens nicht herausgefunden, ob Martin Walsers Tagebuch wieder aufgetaucht ist. Nur eine bitterböse Satire in der TAZ zu dem Thema. Also, mir tut Walser da eher leid!

9. November 2012 at 18:48 2 Kommentare

Obama und Romney auf schwäbisch – Wahlnachlese

Das ZDF hat eine herrliche Persiflage auf die Obama-Romney-Debatte produziert. Auch nach der Wahl noch sehens- und vor allem hörenswert. Für expatriierte Schwaben ein MUSS! Danke an Dorothea Braun – Ribbat, die ich noch aus Tübinger Zeiten kenne, und Gruß nach Heilbronn!

9. November 2012 at 18:02 1 Kommentar

„Durcheinander“ mit künstlerischer Freiheit und Disziplin

In der Rathausgalerie Bad Essen wurde eine neue Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Kunstschule eröffnet: Luisa Dahmen und Yasemin Akinci präsentieren gemeinsame Foto-Arbeiten unter dem Titel „Durcheinander“.

Die Fotos zeigen zum Teil vertraute Gegenstände in ungewohnter Anordnung, richten den Blick auf Details, die sonst den eingefahrenen Sehgewohnheiten zum Opfer fallen, regen an, auch die nähere Umgebung wertzuschätzen. Die  Ästhetik der beiden jungen Künstlerinnen, die sich in gemeinsamer Arbeit entwickelte, und ihren Mut, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren, finde ich beeindruckend.

Hier ein Foto von der Eröffnung:

Die Neue Osnabrücker Zeitung/ Wittlager Kreisblatt berichtet heute über die Ausstellung.

Auf os1.tv. können Sie einen Film über die Ausstellungseröffnung sehen

Viel Erfolg Euch beiden für die Zukunft!

6. November 2012 at 15:23 2 Kommentare


Richtungswechsel Ebook und Taschenbuch

Tagebuch

Zufall/ Synchronizität

Das kann doch kein Zufall sein - als Taschenbuch und jetzt als Ebook

Spaziergang als Ebook

Schreiben Sie Ihre Biografie oder interviewen Sie Ihre Verwandten!

Spaziergang als TaBu

Auch ein schönes Geschenk!
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