Aus Spaß an der Freud´

9. Januar 2013 at 19:56 Hinterlasse einen Kommentar

Der große Abend „Nur 5 Minuten – Bad Essen tritt auf“ war herrlich. Ein tolles Publikum und liebevoll arrangierte künstlerische Präsentationen von Menschen, die man sonst in anderen Zusammenhängen erlebt. Hatten wir erst gebangt, ob wohl genügend Interesse dafür besteht, „Normalbürger“ auf der Bühne zu erleben, mussten schließlich sogar Leute nach Hause geschickt werden, weil der Schafstall, das Gebäude des Kunstvereins, voll war. Voll. Sehr voll.

Neben vielen anderen hatte auch ich das große Vergnügen, aufzutreten. Hier der Zeitungsbericht.

Einmal war es eine Milva-Parodie zusammen mit meiner Freundin Ruth Albel, die unnachahmlich einen aufmerksamen Galan mimte und Begeisterungsstürme hervorrief, als sie den heruntergefallenen Ohrring aufhob und mir wieder anhängte. Ich begriff erst gar nichts, weil ich in der Rolle als rotgelockte Milva natürlich meine Brille absetzte (und fortan alles, was weiter als 30 Zentimeter entfernt war, nur als Nebel wahrnahm).

Ausschnitt Tanz M.W.

Der zweite Auftritt war dann in einem plattdeutschen Sketch mit Gesang mit Ruth Albel und Maria Seelhorst. Mein Plattdeutsch besteht zwar eher aus dem passiven Wortschatz, aber für ein paar Sätze reichte es dann doch. Maria und Ruth hingegen sprechen fließend platt. Worum ich sie beneide. Bei uns in der emsländischen Verwandtschaft wurde zwar platt gesprochen, aber nicht mit den Kindern. So wechseln meine Tanten und Onkel leider bis heute ins hochdeutsch, sobald eines von uns (60jährigen) „Kindern“ dabei ist.

RML platte Wiever m.W.

Südländische Leidenschaft und norddeutsch-ländliche Bodenständigkeit in Kittelschürze also, die beiden Pole, mit denen ich aufwuchs: mit einem kroatischen Vater und einer emsländischen Mutter. Ich hatte die Auftritte in dieser Form ja gar nicht bewusst geplant, aber wie so oft stellte sich erst im Nachhinein heraus, dass ein Muster entsteht.

Kennen Sie das auch? Wenn Sie Ihre beiden Eltern ansehen, deren Herkunft, deren Geschichte – welche Muster entdecken Sie dann? Und wann tauch(t)en bei Ihnen Aspekte davon im Lebenslauf auf?

Und welche bislang noch nicht ausgelebten Seiten wollen in Zukunft ans Licht?

Mir hat dieser Abend wieder einmal gezeigt: Die seriöse Frau Dr. Mardorf hat nun viele Jahrzehnte ihre Verantwortung übernommen, aber die private Lisa genießt auch  die zunehmende Narrenfreiheit, die das Älterwerden gewährt.

Und wo gönnen Sie sich Ihr Stück Narrenfreiheit?

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Abseits ausgetretener Pfade – Querdenken zur Jahreswende Thema Tagebuch im SWR Radio

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