Frau Mardorf schüttelt den Kopf: Valentinsgeschenke für Hund und Katz?

4. Februar 2013 at 15:53 Hinterlasse einen Kommentar

Am Wochenende flatterte uns ein Prospekt einer Firma für Haustierbedarf ins Haus. Man glaubt es nicht: Da wird ausführlich für Valentinsgeschenke geworben. Katzenkissen in Herzform, Spielzeug in Herzform – 113 Produkte unter dem Motto  „Verwöhne Deinen Liebling zum Valentinstag“.

Ich bin ja wirklich vernarrt in unsere Lucy. Aber auf die Idee, ihr zum Valentinstag extra etwas zu schenken, käme ich nicht. Sie liebt ihren alten Tennisball, den sie in der Hecke vergraben kann,  und ihren alten Spielknochen, den sie vor sich selbst versteckt. Und mich liebt sie sicher nicht noch mehr, wenn sie ein herzförmiges Spielzug in rot bekommt.

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Mein Mann und ich schenken uns am Valentinstag auch nichts – wir sind doch nicht die Manövriermasse von Blumen- und Süßigkeiten-Händlern! Wir brauchen keine gewinnsüchtigen Konzerne, um uns Liebe und Wertschätzung zu zeigen. Das geht mit Phantasie im Alltag auch ganz einfach.

(Und wie viele Mütter würden sich über alltägliches Mithelfen ihrer Kinder ohne Murren viel mehr freuen als über den Blumenstrauß zum Muttertag!)

Klar weiß ich um Werbestrategien, auch kenne ich als Selbstständige das Thema Umsatz – aber wie in den letzten Jahren immer neue Feiertage von der Industrie zwecks Umsatzsteigerung erfunden werden, das nervt mich. Führen sie dadurch doch auch neue Formen des Umgangs miteinander ein. Ich möchte nicht wissen, wie viele enttäuschte Menschen durch den Valentinstag produziert werden, weil Erwartungen und Hoffnungen enttäuscht werden!

Wie viele „Wenn Du mich lieben würdest, dann …“  gedacht und gesagt werden … wie viele schlechte Gewissen produziert werden.

Wohlgemerkt, ich halte viel von kleinen Überraschungen und Geschenken. Aber ich lasse mir ungern von Werbestrategen vorschreiben, wann und wie ich jemandem meine Wertschätzung oder Liebe zeige.

So, und jetzt mache ich Lucy´s Essen fertig. Weil sie nämlich nach dem Spaziergang gerne einen vollen Napf hat.

Und das hat schlicht etwas mit Verantwortung für ein anvertrautes Lebewesen zu tun. Ganz ohne rosarot überzuckerte Liebe.

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Entry filed under: 2013, Alltag, Lebensfreude, Marketing, Werbung, Wertschätzung. Tags: , , , , .

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