Briefe schreiben: Handschriftliches ist ein Schatz für Ihre Lieben!

24. Juni 2013 at 11:29 Hinterlasse einen Kommentar

Neulich sprachen wir mit Freunden über Briefe, die sie beim Aufräumen fanden. Briefe der Eltern, Liebesbriefe von Verflossenen, Briefe während der Studienzeit von der besten Freundin. Sobald man die vertraute Handschrift sieht, werden die Erinnerungen lebendig.

Den Freunden fiel auf, dass ihre Kinder kaum etwas Handschriftliches von ihnen mehr haben würden, auch kaum noch Fotoalben mit „richtigen“ Fotos, so wie sie sie aus ihrer Kindheit und Jugend hatten. Heute ist ja fast alles virtuell.

Ich habe vor Jahren, als meine Eltern den Dachboden ausräumten, den Schatz von alten Negativen bekommen und von allen gedruckte Abzüge machen lassen. Einige Fotos kannte ich, etliche aber nicht, denn Fotografieren war ja früher teuer, und die Verwandten, die weit weg lebten, bekamen regelmäßig Fotos geschickt.

Als meine Mutter noch lebte, haben wir bei ihren Besuchen immer begeistert diese alten Fotos gemeinsam angesehen, und ich notierte daneben, was sie zu den einzelnen Personen zu erzählen wusste. Es waren intensive schöne Momente.

Da wir in unserer fünfköpfigen Familie früher alle viel unterwegs waren, gab es eine ausgefeilte „Zettelkultur“, in der wir uns gegenseitig Nachrichten hinterließen, wo wir gerade waren und wann wir ungefähr wiederkämen.

Wenn heute so ein Zettel in der vertrauten Handschrift auftaucht, ist das wie eine Zeitmaschine. Am Wochenende fand ich bei meinen Näh-Utensilien ein Zellophantütchen mit einem Knopf darin. Dazu ein Zettel in der Handschrift meiner Mutter: „Elisabeths graue Bluse?“.  Ja, es war ein Knopf von einer meiner Blusen. Ich war sehr gerührt.

Auch wenn ich begeistert von Email und Digitalfotografie bin, ich pflege bewusst auch das handschriftliche Schreiben. Ich schreibe gern noch Briefe mit der Hand, auch mit Füller.

Kluge und bewegende Gedanken über das Briefeschreiben und das Hinterlassen von handschriftlichen Botschaften zusätzlich zum Emailen zeigt das folgende Video. Sie können unten in der Leiste die Sprache einstellen, dann sehen Sie die deutschen Untertitel.

Und für die von Ihnen, die gerne etwas Handschftliches von ihren noch lebenden Eltern hätten oder selbst gern ihren Kindern etwas Handschriftliches hinterlassen wollen, gibt es ja ab 1. Juli die Neuauflage meines Buchs „Spaziergang durch das Leben“. Als Taschenbuch zum Hineinschreiben und als Ebook mit Fragen, die sich in einem separaten Notizbuch beantworten lassen.

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