Posts filed under ‘2014’

Die spinnen, die Finnen!

In Finnland soll Schreiben mit der Hand ab 2016 nicht mehr im Lehrplan stehen – statt desssen soll Tastaturschreiben gelehrt werden. Zumindest steht das in einem Artikel der Helsinki Times. (Klick zum Link)

Falls diese Entscheidung stimmt, halte ich sie für totalen Blödsinn. Entschuldigung, da fallen mir keine feinsinnigen Formulierungen ein, psychologisch geschulte schon gar nicht. Es reicht der gesunde Menschenverstand, um eine solche Entscheidung für einen Rückschritt zu halten.

Ja, es ist sinnvoll, wenn Schulkinder das Schreiben auf der Tastatur routinemässig lernen. Das hat meine Generation leider nicht erlebt, und auch ich wurschtele nach mehreren Büchern immer noch mit einem eigenen Acht-Finger-System über die Tasten. Ich habe mehrere Kurse besucht, aber der Alltag erforderte immer zügiges Schreiben, und da blieben die ASDF-JKLÖ-Übungen auf der Strecke. Ja, ich finde es sehr wichtig, dass an allen Schulen früh das Tastaturschreiben gelehrt wird.

Aber deshalb diese grundlegende kulturelle Fähigkeit des handschriftlichen Schreibens einstampfen? Es gibt mehrere Untersuchungen, die die Wichtigkeit der Entwicklung der Feinmototik durch Handschrift belegen (Hab jetzt leider keine Zeit, sie rauszusuchen). Aber welche eine Verarmung überhaupt: Keine Liebesbriefe mehr, an denen man sich noch nach Jahren erfreut, keine Zettelchen auf dem Küchentisch mehr, wenn man nach Hause kommt, keine schnellen Notizen auf dem Block, und kein #Tagebuchschreiben mehr? Die spinnen, die Finnen!

Wenn Sie noch mehr darüber lesen möchten, hier ist eine interessante Stellungnahme. Und hier ist die Website der Initiative Schreiben e.V., die sich für die Handschrift engagiert.

3. Dezember 2014 at 19:49

„Das kann doch kein Zufall sein“ – jetzt als Ebook

Immer wieder wurde ich gefragt, wann denn mein Buch über den sinnvollen Zufall/ Synchronizität auch als Ebook erscheint. Als gedrucktes Buch ist es ja ursprünglich im Kösel Verlag erschienen. Als Taschenbuch ist es im Schirner Verlag erhältlich.

Ab sofort ist es nun auch als kindle-Ebook bei Amazon erhältlich. Die anderen Shops (für andere Ebook-Reader) folgen im Laufe des Dezember 2014.

 

Entwurf 5 Format geändert

Bei Amazon kostenlose Leseprobe

 Ebook-Preis 3,99 €

 

Es war viel Kleinarbeit, das Manuskript zu überarbeiten und als Ebook zu formatieren, aber mir machen diese Geduldsproben auch Freude. Besonders gern habe ich das Cover entworfen. Es sollte gegenüber der gedruckten Verson nicht völlig fremd aussehen. Das Motiv der Fraktale  und Selbstähnlichkeit drückt sehr gut aus, worum es beim Thema Synchronizität geht.

Mehr Informationen finden Sie auf meiner Website.

 

 

21. November 2014 at 10:39

Heuerlinge – ein vergessener Teil der ländlichen Geschichte

Heuerleute/ Heuerlinge gab es bis Mitte des letzten Jahrhunderts auf vielen Bauernhöfen in Norddeutschland. Nicht Leibeigene, aber doch vom Bauern abhängig, in ärmlichen Verhältnissen lebend. Über diesen Teil der Alltagskultur wurde – im Vergleich zu anderen Themen – lange Zeit historisch nicht sehr viel geforscht. Das in Norddeutschland so beliebte Wohnen in einem renovierten „Kotten“ hat dankenswerter Weise viele alte Gebäude erhalten, verkennt aber oft das Leiden, das früher in diesen ach so romantischen Fachwerkhäusern zu Hause war.

Mein alter Freund Bernd Robben, den ich schon seit der Schulzeit kenne, und der Historiker Dr. Helmut Lensing haben nun zusammen ein Buch herausgebracht mit dem bezeichnenden Titel „Wenn der Bauer pfeift, müssen die Heuerleute kommen“. Interessante Recherchen, viele historische Fotos – für jeden, der sich für die Geschichte des Emslandes, des Osnabrücker Landes und Nordwestdeutschlands allgemein interessiert, lesenswert!

heuerlinge 2

Am Wochenende wurde das Buch in Emsbüren der Öffentlichkeit vorgestellt.

Aus der Einladung:

„Nahezu 400 Jahre war in Nordwestdeutschland das Heuerlingswesen ein wesentlicher Bestandteil des
Lebens auf dem Land. Je nach Region finden hier bis zu 80 Prozent der angestammten heutigen Bevölkerung
Heuerleute unter ihren Vorfahren. Im vorliegenden Buch lesen Sie, wie das Heuerlingswesen entstand,
wie die Heuerleute lebten und wohnten, wie sie nach Unabhängigkeit vom Bauern und nach einer eigenen
Scholle strebten. Dazu besiedelten sie unter primitivsten Bedingungen Moore und Heiden, gingen zur
Saisonarbeit in die Niederlande, wanderten zahlreich in die „Neue Welt“ aus und suchten beständig nach
weiteren Einnahmequellen, um ihre schwierige wirtschaftliche Situation zu verbessern. Diese Lebens- und
Wirtschaftsform verschwand während der Wirtschaftswunderjahre innerhalb kurzer Zeit. Zahlreiche
Illustrationen und anschauliche Quellen lassen das Heuerlingswesens von seinen Anfängen bis zu seinem
Verschwinden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder lebendig werden.“

Hier ein Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung/ Lingener Tagespost darüber.

Das Buch können Sie in jeder Buchhandlung und im Internet bestellen:

Bernd Robben und Dr. Helmut Lensing
“Wenn der Bauer pfeift, müssen die Heuerleute kommen!”
Betrachtungen und Forschungen zum Heuerlingswesen in Norddeutschland
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Studiengesellschaft für emsländische Regionalgeschichte (November 2014)
ISBN-10: 398140419X
ISBN-13: 978-3981404197

Zum Buch gibt es auch eine Website : www.heuerleute.de (momentan noch in Arbeit, demnächst finden Sie dort viele weitere Informationen)

19. November 2014 at 17:46

Vehikel der Erinnerung

Vor einigen Tagen hatte ich Besuch von einem alten Freund, der für alte Autos schwärmt. Natürlich zeigte ich ihm das Automuseum Melle. Das fand ich selbst spannend, unter anderem war es wie ein ‪Spaziergang‬ durch die eigene ‪Biografie‬ anhand von Autos.
Was mich besonders beeindruckte, war die Tatsache, dass es schon vor 100 Jahren ausgereifte Elektro-Autos gab. Eines davon kennen Sie bestimmt alle aus der Kindheit: Es wurde von Oma Duck gefahren!

Oma Duck 1 Oma Duck 2 Oma Duck 3 Oma Duck 4

 

Autos sind so sehr mit bestimmten Lebensphasen verbunden wie kaum andere Dinge, die uns im Leben begleiten. Eines meiner unvergessenen Schätzchen war ein alter VW Käfer, den ich 1976 als Studentin für 500 Dollar in Berkeley/Cal. kaufte. Ich hatte keine Ahnung von Autos, aber man konnte damals in einer wunderbaren Werkstatt den Zustand eines Gebrauchtwagens prüfen lassen, bevor man sich zum Kauf entschloss. Die hieß „Beetleburg“, geleitet von einem Deutschen. Er gab sein Okay, und fortan fuhr ich mit einem häßlichen grauen VW durch die Gegend. Anfangs hatte er nicht mal einen Sicherheitsgurt. Ich kaufte dann einen Beckengurt in einem Eisenwarengeschäft und brachte ihn selbst an. (Sicherheitsfantiker weggucken!). Der Tacho funktionierte auch nicht. Da schon damals dort Geschwindigkeitsbegrenzungen scharf kontrolliert wurden, orientierte ich mich an den anderen Fahrern. Und schaffte es ganz ohne Knöllchen! Tja, und da so ein graugeflecktes Gürkchen nicht zu meinem bunten Lebensgefühl passte, kaufte ich auch einen großen Topf gelber Farbe und ein Pinsel-Sortiment, und fortan strahlte mein Auto mit der Sonne um die Wette. Ein Jahr später war dann ein anderer Student glücklich, für nur 500 Dollar einen fahrbaren Untersatz zu bekommen . Und ich mutierte, zurück in Deutschland, zum Verkehrshindernis, weil mir die amerikanische Höchstgeschwindigkeit in Fleisch und Blut übergegangen war.

VW1

 

 

 

 

 

 

 

VW2

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe im Automuseum auch mein früheres Lieblingsauto wiedergesehen, den Renault R4, den mit der merkwürdigen Schaltung. So ein patentes Auto! Ich konnte allein die Zündkerzen und Keilriemen wechseln, konnte allein die Rückbank ausbauen und dann einen Schrank im Wagen transportieren, auch ein komplettes Fahrrrad passte auf Reisen hinten rein. Und mit Schaumstoffpolstern konnte man für Zwischenübernachtungen auf dem Weg nach Süden wunderbar ein großes Bett bauen. Kaum zu glauben bei diesem Zwerg – im Vergleich zu heutigen Autos ja wirklich eine Miniaturausgabe von Auto. Na gut, er rostete leicht, aber das tat der Liebe keinen Abbruch. Der TÜV beendete dann vor vielen Jahren diese Beziehung.

Renault R4

Jedes Auto, das man fährt (oder das die Eltern in der eigenen Kindheit gefahren haben), steht für das Lebensgefühl einer bestimmten Zeit in der Biografie. In meinem Buch „Spaziergang durch das Leben“ habe ich diesem Vehikel der Erinnerung auch ein Kapitel gewidmet.Übrigens, der putzige kleine Lloyd auf dem Foto im Buch hörte auf den Namen „Emma“ ;-). Hier können Sie den Text lesen.

Hier finden Sie das Taschenbuch

Hier finden Sie das Ebook

Spaziergang Autos

 

7. November 2014 at 15:11

Erinnerungen an Siegfried Lenz

Zum Tod von Siegfried Lenz sind so wunderbare Nachrufe erschienen, dass ich nicht auch noch einen schreiben will. Ich erinnere mich an seinen Besuch an unserer Schule in Lingen im Jahr 1967, einer der Höhepunkte meiner Schhulzeit. Damals interviewten zwei Redakteure unserer Schülerzeitschrift „Der Georgianer“ ihn (Bernd Robben und Hans-Heiner Kramer). Zum 85. Geburtstag von S. Lenz hatte ich diesen Artikel schon hier im Blog als pdf-Datei zum Download verlinkt. Wenn Sie ihn noch einmal komplett lesen möchten, bitte hier klicken.

Foto Goergianer 1967 Siegfried Lenz

Seine Bücher lohnen das (Wieder-) Lesen!

 

 

 

 

 

 

9. Oktober 2014 at 10:37

Alters-Kapriolen

Thema ‪#‎Alter‬: Vor dem Supermarkt mit Reinigung parkt direkt am Eingang fast in der Fahrspur ein Wagen, obwohl noch schätzungsweise 100 Parkplätze frei sind. Da konnte wohl jemand nicht einparken oder wollte es nicht.
Ich stelle mich in der Reinigung an, warte schon eine Weile. Werde langsam nervös, da ich anschließend noch einen Termin habe. Kommt nach mir eine ältere Dame (na, so um die 70) und legt ein Wäschepaket auf die Theke. In fast herrischem Ton sagt sie zu mir: „Lassen Sie mich bitte vor.“ Keine Begründung, einfach so. Ich bin perplex ob so viel Dreistigkeit. Sage der Dame aber freundlich, dass ich es selbst eilig habe. (Wenn ich Zeit habe und sehe in der Kassenschlange, dass jemand hinter mir nur wenigeTeile hat, lasse ich den vor mir an die Kasse, ich bin ja mit dem Pfadfinder-Motto aufgewachsen „jeden Tag eine gute Tat).
Ich schiebe mit meinem Einkaufswagen zum Auto, räume die Einkäufe ein – und sehe, dass ebenjene Dame schwungvoll den schräg geparkten PKW besteigt.
Ich habe ja durchaus meine eigenen Putzigkeiten, aber ich hoffe, diese Art von Alters-Selbstgerechtigkteit nicht zu entwickeln. Liebe Mitmenschen, falls Ihr mich dabei ertappen solltet, bitte ich um kräftiges Auf-die-Füße-Treten.

15. August 2014 at 10:51

Gedanken einer lieben Kollegin

Heute möchte ich Ihnen das Blog einer von mir sehr geschätzten Kollegin ans Herz legen: Zamyat Klein.

Sie macht auch online-Seminare und spannende Workshops in der Türkei, in denen es um Neuorientierung geht.

In ihrem jüngsten Blogbeitrag macht sie sich Gedanken über esoterische Besserwisserei, ungefragte Deutungen und Zufälle. Da musste ich natürlich auch meinen Kommentar abgeben 😉

Lesen Sie selbst

 

7. August 2014 at 08:20

Tagebuchschreiben, Jogi Löw, Weltmeisterschaft und Emma

Puh, da kommt einiges zusmmen in der Überschrift, was? Also der Reihe nach:

In der letzen Woche gab es in der WELT einen Artikel über das #Tagebuch von Jogi Löw: Trainer-Notizen – Joachim Löw verewigt sein Seelenleben im Tagebuch  .  Ja, Sie lesen richtig: Der Mann schreibt Tagebuch, und er nutzt es auch, um seine Arbeit zu strukturieren und zu reflektieren.Im Schreiben kann man eben gut nachdenken!

Und in diesem Artikel, der übrigens auf der Sport-Seite erschien, werde auch ich unsportliche Psychologin erwähnt, welche Ehre!

Seit dem Finale gestern sieht es so aus, als seien seine Tagebuch-Notizen durchaus klug gewesen ;-). Tagebuchschreiben ist eben nicht nur was für feinsinnige Seelenwühler, sondern ist auch für handfeste Lebensfragen hilfreich.

Und heute bejubelt die Zeitschrift #EMMA, die nicht als Freundin harter Männer bekannt ist, den „neuen Mann“ verkörpert durch Jogi Löw. Tja, dieser „neue Mann“ schreibt Tagebuch!

Überschrift des Artikels: Warum hat Angela Merkel den Jogi Löw nicht geküsst?

Manches muss eben ein Geheimnis bleiben …

 

 

 

14. Juli 2014 at 10:56

Tag des Tagebuches 2014

Der 12. Juni wurde zum Tag des Tagebuchs ernannt, weil dies der Geburtstag von Anne Frank war. Viele junge Menschen, darunter auch ich mit 13 Jahren, wurden durch sie zum Tagebuchschreiben animiert. Von meinen Recherchen und vielen Leserbriefen weiß ich, dass viele bis heute schreiben, aber auch, dass viele es irgendwann aufgaben, es einfach einschlafen ließen. Von denen, die mir schreiben, bedauerten es etliche.

Auch mir geht es oft so, dass ich „eigentlich“ keine Zeit zum Tagebuchschreiben habe, aber ich versuche, wenigstens für jeden Tag einige Notizen zu machen. Ich finde das Leben intensiver, wenn die Tage nicht wie eine Wolke dahinschweben, sondern auch später noch greifbar sind. Erinnerungen helfen mir,  mich in meinem Leben zu Hause zu fühlen, nicht nur heute, sondern eingebettet in den Strom meines Lebens, der sich aus vielen Quellen, Einflüssen, Gedanken, Gefühlen, Träumen und Erlebnissen speist. In meinem Buch über das Tagebuchschreiben habe ich viele Aspekte davon beschrieben.

Heute ist im Münchner Merkur ein großartiger Artikel von Verena Usleber über das Tagebuchschreiben. Der Titel ist „Mein Lebensarchiv“. Unter anderem wurde auch ich interviewt, und im Umfeld des Artikels machte ich auch noch eine nette Bekanntschaft.

Hier können Sie ihn online lesen

Hier finden Sie den Artikel  als pdf-Datei:  mein-lebensarchiv.Münchner Merkur 12.Juni 2014

Die Hamburger können heute zum Diary Slam gehen. Auszug aus der Ankündigung:

„Der „wohl witzigste Slam überhaupt“ (Hamburger Morgenpost) wird 3 Jahre alt!
Und lädt ein zu einem „Best-of-Slam“auf ganz großer Bühne: Hartgesottene Diary-Slam-Größen aus Hamburg, Berlin und Stuttgart treten an und geben tiefe Einblicke in ihre eigene Jugend. Ein Abend voll wohliger Gänsehaut und schlimmer Déjà-vus.

Gefeiert wird außerdem das Erscheinen des Taschenbuch-Sammelbandes „Ich glaube, ich bin jetzt mit Nils zusammen. Das Beste aus wieder ausgegrabenen Jugend-Tagebüchern“ .“

Im Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde/Westfalen findet am 13. und 14. Juni eine Hommage an das Tagebuch statt, die TAGEBUCHTAGE. Aus der Ankündigung:

„Zwei Tage, sechs Tagebücher, sechs Fragezeichen. Auf den TAGEBUCHTAGEN am 13. und 14. Juni 2014 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg widmet sich eine illustre Auswahl renommierter Künstler einer ebenso illustren Auswahl an Tagebüchern. Ein einmaliges Festival, bei dem Literatur auf Musik, Tanz, Theater und Performance trifft und die gelebte Zeit anderer zum Erlebnis wird!“

Das Programm sieht wirklich spannend aus.

Mehr darüber erfahren Sie hier.  Auch die Angaben für die Ticketbestellung finden Sie dort.

Auch die neue Psychologie Heute wiedmet sich dem Thema unter dem Titel „Schreiben entlastet die Seele“ 

Ich kann heute wieder etwas Schönes in mein Tagebuch schreiben: Heute bekomme ich Besuch von einem Freund, den ich seit fast 40 Jahren kenne.

Und Sie? Worüber schreiben Sie heute?

 

 

 

 

12. Juni 2014 at 09:48

Nostalgie und Erinnerung

Sich zu erinnern, heißt nicht automatisch, nostalgisch zu werden. Heißt nicht automatisch, sich nach der „guten alten Zeit“ zu sehnen und ein ungesundes Heimweh zu entwickeln, das sich nicht stillen lässt. Sich erinnern heißt auch nicht, rückwärts gewandt zu sein und die Gegenwart zu vernachlässigen.Sich erinnern kann aber heißen, zu lernen.

„Zukunft braucht Erinnerung“ heißt eine historische Plattform im Netz,

„Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ eine andere.

Sich erinnern kann auch heitere Züge tragen, und dafür möchte ich Ihnen eine Website vorstellen, in der sich herrlich stöbern lässt: Das Wirtschaftswundermuseum über Alltagskultur in den 50er und 60er Jahren. Über die Entwicklung der Kochbücher in den Jahren nach dem Krieg können Sie auf dieser Seite lesen.  Anfangs geht es dabei nicht um Kochkunst, sonderum um Sattwerden. Interessanterweise gibt es aber schon 1950 Bücher zum Thema „“Hilfe – ich werde zu dick“.

Der Fundus an Bildern der Alltagskultur auf diesen Seiten geht zuück bis in die 30er Jahre. Eine herrliche Fundgrube der Erinnerung .

Meine persönliche Erinnerung geht bis in die 50er Jahre. Aber Sehnsucht nach dieser Zeit? Nostalgie? Nein. Es war ja nicht nureine heile Welt, es war auch eine sehr enge und engstirnige Welt. Es tut auch gut, sich manchmal daran zu erinnern und das zu schätzen, was wir jetzt an Freiheit genießen.

14. Mai 2014 at 15:56

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