Posts filed under ‘Biografie’

Neuigkeitenbrief des Tagebucharchivs Emmendingen

Das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen sammelt seit 20 Jahren Tagebücher und Briefe und bereitet sie mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher so auf, dass sie für Forschung nutzbar sind. Verschiedene Veranstaltungen zeigen regelmäßig auf, wie wichtig dieser lebendige Einblick in die Alltagskultur früherer Jahre ist. Auch ich hatte schon zwei Mal das Vergnügen, dort aktiv zu werden: Einmal mit einer Lesung aus meinem Buch über das Tagebuchschreiben, zum anderen bei einem Workshop zum Thema „Kreatives Tagebuchschreiben“ im Rahmen der Emmendinger Autobiographietage.

Sie können sich über die vielfältigen Aktivitäten des Tagebucharchivs auf der Website informieren: www.tagebucharchiv.de.

Und Sie können für einen jährlichen Beitrag Mitglied werden. Damit unterstützen Sie die Arbeit des Tagebucharchivs, und Sie bekommen kostenlos den Newsletter und den Neuigkeitenbrief zugeschickt. Hier finden Sie alle Informationen dazu.

Das Tagebucharchiv hat mir erlaubt, den aktuellen Neuigkeitenbrief in mein Blog zu stellen, damit Sie sich diesen direkt herunterladen können. Vielen Dank dafür!

Aktueller Neuigkeitenbrief März 2018  

 

27. März 2018 at 11:03

Lesung mit Anne Siegel in Bad Essen: Senora Gerta

Am Freitag, 10. März findet in der Wiehen-Buchhandlung eine spannende Lesung statt, die ich Ihnen wärmstens ans Herz legen möchte. Anne Siegel, erfolgreiche international arbeitende Journalistin und Autorin, stellt ihr neues Buch vor:

„Senora Gerta. Wie eine Wiener Jüdin auf der Flucht nach Panama die Nazis austrickste.“

senoragerta

Anne Siegel ist in engem Kontakt mit der 101 Jahre alten Gerta Stern, die immer noch in Panama lebt. Anne Siegels Lesungen sind ein Ereignis. Sie liest nicht einfach aus ihrem Buch, sondern erzählt spannend von der Entstehungsgeschichte, fügt Anekdoren an, unterhält ihre ZuhörerInnen mit wundervollem Humor.

Aus dem Klappentext:

„Spannender als jeder Roman: Die unglaubliche Lebensgeschichte der 100-jährigen Gerta Stern
Ein wahres Abenteuer von großer Liebe, grenzenloser Unerschrockenheit und selbstlosem Heldenmut: Gertas Leben verspricht Ruhm und Reichtum. Als Tochter einer der bekanntesten jüdischen Familien Österreichs avanciert die Schauspielerin zum IT-Girl im Wien der 20er-Jahre. Mit der Heirat des Profifußballers Moses Stern scheint ihr Glück vollkommen. Doch angesichts der wachsenden antijüdischen Stimmung beschließt das junge Paar, Österreich zu verlassen. In Hamburg warten sie verzweifelt auf das Eintreffen ihrer Visa nach Südafrika, da wird Moses verhaftet und in ein Konzentrationslager verschleppt.
Todesmutig marschiert Gerta ins Gestapo-Hauptquartier. Zu allem entschlossen setzt sie ein, was ihr geblieben ist: ihr Schauspieltalent! Während Moses schwer verletzt aus dem KZ freikommt, findet Gerta aus Versehen einen Komplizen, der sich nach außen als Nazi gibt. Herr Otto von der Shipping Company »Norddeutscher Lloyd« riskiert sein Leben, um Gertas und Moses‘ Flucht nach Panama vorzubereiten. Heute ist »Señora Gerta«, wie sie in Panama City ehrfürchtig genannt wird, die wohl quicklebendigste 100-Jährige der Welt. Und die Journalistin Anne Siegel hat ihr ein ungewöhnliches Geschenk gemacht: In monatelanger Recherche spürte sie die Identität des hochgewachsenen Deutschen auf, den Gerta nach ihrer erfolgreichen Flucht all die Jahre gesucht hatte.“

Anne Siegel hat es wieder einmal geschafft, eine interessante Frauen-Biografie zu schreiben, die einen einzelnen Lebensweg mit den Wirren der Weltgeschichte verknüpft – hier Deutschland, Österreich, Panama. Neben der Biografie einer bewundernswerten Senora Gerta mit ihren fast 101 Jahren erfährt man auch spannend aufbereiteten Geschichtsunterricht und lernt eine Menge über mutiges Altwerden.
Im Buch sind auch interessante (qualitativ hervorragend gedruckte) Fotos aus verschiedenen Zeiten und Orten. Das Buch ist neben dem spannenden Inhalt auch einfach ein ästhetisch schönes Buch, sehr schöner Einband, gut gebunden, gutes Papier, Schriftgröße angenehm groß (was ja oft nicht mehr selbstverständlich ist).
Anne Siegel gelang es übrigens dann auch noch mit gekonnter journalistischer Recherche, den bis dato unbekannten Retter von Gerta Stern, ihrem Mann und ihrem Schwager herauszufinden. Über ihre neuesten Entdeckungen dazu wird sie an diesem Abend berichten.

Wiehen-Buchhandlung Bad Essen, Freitag 10. März, 19.30 Uhr

Eintritt 8 Euro

Karten sind im Vorverkauf erhältlich.

Wiehen-Buchhandlung Tel. 05472- 1049

Mehr Informationen auf der Website der Buchhandlung und auf der Website von Anne Siegel

Hier können Sie die mittlerweile erschienene Ankündigung der Lesung im Wittlager Kreisblatt lesen.

27. Februar 2017 at 15:46

Sommer-Erinnerungen

An diesen heißen Tagen kommen wieder Erinnerungen an Sommertage während meiner Kindheit hoch. Damals hatten Häuser meist keine Terrassen oder Balkons, es gab auch keine speziellen Terrassen- oder Freizeitmöbel. Wenn Erwachsene sich überhaupt die Zeit nahmen, draußen zu sitzen, war das meist mit Arbeit verbunden. Man saß auf alten ausrangierten Küchenstühlen („aufm Hof“, der auf dem Land hauptsächlich aus der betonierten Platte der Güllegrube bestand). Und einfach so faulenzen kannte man damals nicht. Immer war ein Sieb zum „Erbsendöppen“ dabei, oder mit einer Gabel wurden Johannesbeeren für die Marmelade vorbereitet.

Wir Kinder durften uns immerhin auf einer Decke auf den Rasen in Omas Blumengarten legen. Und wir durften den Luxus genießen, in die „Badeanstalt“ zu gehen. Das war bei uns damals die „Mili“, die Miltärbadeanstalt, die eigentlich zu den Kasernen gehörte, aber der Öffentlichkeit zugänglich war.

 

Militär badeanstalt ca. 1960

Ich habe dort Schwimmen gelernt und Freischwimmer und Fahrtenschwimmer gemacht. Nur die Köpper vom Drei-Meter-Brett waren nicht so mein Ding. Die Badanzüge in den fünfziger und sechziger Jahren trockneten nicht so schnell, dagegen half nur, möglichst schnell wieder ins Wasser zu springen. Dieser Geruch nach Nußöl (so eine braune Flasche, schmieriges Zeug, das beim „Braunwerden helfen sollte), Chlorgeruch, diese Geräusche, dieses Rüberschielen, wenn man Jungs entdeckte, die man von der Schule kannte, dieses Bauch-Einziehen und Busen-Verstecken in dieser prüden Zeit … Die Umkleidekabinen aus Holz mit ihren Gucklöchern und ihrem merkwürdigen Geruch … im Kiosk konnte man Waffelbruch kaufen und Haribo-Schnecken. Da das Taschengeld knapp war und wir alle Wege mit dem Fahrrad machten, bestand auch keine Gefahr, dass wir Übergewicht ansammelten. Hach, schön war´s! #Nostalgie #Erinnerungen

21. Juli 2016 at 12:34

Ein neues Buch über Sehnsucht und Richtungswechsel

Sabine Asgodom, die erfolgreiche Trainerin und Bestseller-Autorin hat ein neues Buch veröffentlicht:

„Deine Sehnsucht wird Dich führen“. Sehnsucht Asgodom

 

Dafür hat sie etliche Menschen interviewt, die ihrer

Sehnsucht gefolgt sind und einen Richtungswechsel in ihrem Leben geschafft haben. Unter anderem war sie auch im letzten Sommer bei mir in Bad Essen, und wir haben ein langes vergnügliches Gespräch zu dem Thema geführt. Im Buch ist das Interview mit mir sozusagen der krönende Abschluss ;-).

Video-Ausschnitte aus den Interviews sind auf der Website zum Buch zu sehen. Der Ausschnitt, in dem ich von meinen erfüllten Träumen und von meiner Coaching-Arbeit erzähle, ist hier:

Elisabeth Mardorf

Sabine Asgodom und die Menschen, mit denen sie gesprochen hat, machen Mut, die eigenen Sehnsüchte ernst zu nehmen. Das beste Beispiel ist sie selbst mit ihrem atemberaubenden Leben, und sie schreibt humorvoll, erfahren und einfühlsam. Ein wirklich lesenswertes Buch!

Und wenn Sie noch mehr Ermutigung brauchen, lesen Sie  mein Buch „Richtungswechsel – das Leben, das zu Ihnen passt“ . (Rechts finden Sie das Link)

Auch darin finden sich viele Erfolgsgeschichten und Anregungen, wie Sie Ihre Träume in Realität umsetzen können. Es erschien urspünglich ebenso im Kösel Verlag mit dem Titel“ „Wer immer geradeaus geht, kommt nicht weit“ und ist mittlerweile mit neuem Titel und Cover als Ebook und Taschenbuch erhältlich.

Sie haben nur dieses eine Leben – genießen Sie Ihre Möglichkeiten!

2. März 2016 at 12:44

Sommerseminare im Schreibparadies

Anne Siegel, Journalistin u.a. beim WDR, auch erfolgreiche Buchautorin, plant eine Reihe von Schreibseminaren (Sommer-Schreibcamp) mit mehreren Autorinnen und Buch-Fachfrauen in einem wunderschönen Seminarhaus in der Nähe von Tecklenburg.

Es wird drei Seminare geben:

Talentschmiede 1: Non-Fiction, 7.-9. August 2015

Talentschmiede 2: Fit für die Buchmesse,  14.-16. September 2015

Biografien und Biografisches Schreiben, 11-13. August 2013

Ich werde beim Teil „Biografien und Biografisches Schreiben“ am 12. August dabei sein.

Aus der Ankündigung von Anne Siegel:

„Wahrscheinlich das einzige Schreibcamp Deutschlands, in das Ihr Euer Pferd mitbringen könnt!

Wir, ein Quartett mit langer Publikations- und Verlagserfahrung, eine Verlegerin, ein paar Bestsellerautorinnen, eine Psychologin und eine Lektorin und Herausgeberin, starten ab August ein SCHREIBPARADIES für all jene, die professioneller Schreiben und Publizieren lernen möchten:
Noch nie zuvor wurde mit Büchern so viel Geld verdient, wie heute.
Die Buchbranche brummt und doch herrscht insbesondere in Deutschland echte Verwirrung unter Neu-AutorInnen.
Wie stelle ich es richtig an, wenn ich mein Schreiben professionalisieren möchte? Verlag oder Selbstverlag? Agent oder nicht? Welcher Schreibtyp bin ich eigentlich und was bedeutet das für meine Professionalisierung?

Wir zeigen Euch in einem stilvollen Seminarhaus mit SLOW FOOD und viel Natur an verschiedenen Terminen im Tecklenburger Land wie die Buchbranche tickt, vor allem möchten wir Eure Wege in die eigene Publikation ebnen, vom Seminar für AnfängerInnen bis zu jenen, die sich von uns mit FIT FÜR DIE BUCHMESSE coachen lassen wollen!

Und was viele Neugierige interessieren dürfte: Wir publizieren direkt nach den Kursen gemeinsam ein erstes eBook.“

Alle inhaltlichen und organisatorischen Infos, Preise und Infos über die Dozentinnen Nicole Houwer-Joens, Anne Siegel, Annette Ahlborn und mich sind auf Annes Website zu finden:

http://www.annesiegel.de/www.AnneSiegel.de/KreativesSchreiben.html 

Und auch wenn Sie nicht selbst Interesse haben, kennen Sie vielleicht schreibbegeisterte Menschen, die das interessieren könnte. Dann leiten Sie bitte dieses Link weiter.

Das Tagungshaus liegt verkehrsgünstig in der Nähe von Tecklenburg/ Münster, ist von der A1 gut zu erreichen und ebenso vom Flughafen Münster-Osnabrück. Es wird einen Shuttle geben. Trotz der Nähe zum Flughafen ist es aber im Gasthof Prigge (Akdemie Talaue)  sehr ruhig und idyllisch. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.  Außerdem finden Sie dort hervorragendes frisches Essen, so dass neben intensiver Arbeit auch Erholung ihren Platz findet !

#Schreibakademie Talaue

13. Juli 2015 at 18:04

Heuerlinge- Filmbericht des NDR

Vor einigen Monaten stellte ich das neue Buch von Bernd Robben über die Geschichte der Heuerlinge in Nordwestdeutschland vor. Hier können Sie den Artikel nachlesen (Klick).

Gestern am Ostermontag nun brachte der NDR einen Bericht mit historischen Aufnahmen und Interviews mit Bernd Robben und Theresia Brüning, einer Heuerlingstochter aus Gleesen, gedreht im ehemaligen Heuerlingshaus des Hofes Robben. Sehr sehenswert!

Hier können Sie den Film in der Mediathek des NDR sehen.

Das Buch „Wenn der Bauer pfeift, müssen die Heuerleute kommen“ von Bernd Robben ist noch in einigen Exemplaren erhältlich. Im Oktober gibt es eine Neuauflage. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Website http://www.heuerleute.de.

 

7. April 2015 at 07:56

Oster-Erinnerungen

An Feiertagen wie Ostern kommen bei mir Erinnerungen an die Feiertage der Kindheit an die Oberfläche. Bei Ihnen oder Euch auch?
Unvergessen der Duft nach frischem Brot, das meine Mutter fast nur an Ostern backte. Die Eierschale aus Glas, die nur an Ostern für die bunten Eier auf den Tisch kam. Die Nester aus Moos, die wir schon am Karfreitag im Garten in einer Mulde anlegten, damit der Osterhase sie füllen konnte. In dem Wald bei uns in der Nähe gab es nicht nur grünes Moos, sondern auch Silbermoos. Das war aber sehr selten, und damit verzierten wir in sparsamen Tupfen das grüne Nest. Und dann auch in den Jahren, als ich schon nicht mehr an den Osterhasen glaubte, dieses Kribbeln, wenn tatsächlich morgens bunte Süßigkeiten im Nest lagen, die wir mit unseren Österkörbchen einsammelten! Ich erinnere mich auch ganz genau, dass ich in einem kleinen Wald in der Nähe gaaanz wirklich den Osterhasen mit einer Kiepe voller Eier auf dem Rücken gesehen habe. So sah er aus:

DSC03042

Als ich diesen Hasen hier vor einigen Jahren entdeckte, habe ich den jedenfalls sofort wiedererkannt! 😉

Dieses folgende Foto hier aus einem verblichenen Negativ fand ich neulich in meinen Fotoalben – Ostern 1959. Warum ich das so genau weiß? Da hatte ich meine Zöpfe noch, kurz danach wichen sie einem flotten Kurzhaarschnitt,

Ostern 1959
Meistens war es Ostern noch kühl, und die Versuche mit den Kniestrümpfen endeten öfter in einer Blasenentzündung. Beim Spaziergang durch den Wald fanden wir immer wieder bunte Zuckereier. Es dauerte Jahre, bis ich begriff, dass unsere Mutter in ihrer Manteltasche einen Vorrat davon mitnahm.

Ich erinnere mich auch an Gips-Eier, die um Ostern herum zum Vorschein kamen. Mein Großvater und mein Vater legten die den Hühnern ins Nest. Vermutlich sollte das zum Eierlegen anregen. (Ach, ich hätte noch viel mehr fragen sollen, solange meine Eltern noch lebten …)

Während der Jugendzeit jobbten wir in den Osterferien beim Förster, wir halfen beim „Tännchenpflanzen“. Auf kahlen Flächen wurden neue Wälder angelegt, 8 Stunden am Tag bohrten wir Löcher in die Erde, legten eine Pflanze hinein und drückten diese mit dem Schuh fest. Abends tat der Rücken weh, oft wurden wir vom Regen nass, der Kilometer langen Heimweg mit dem Fahrrad war auch kein Spaß – aber wir verdienten Taschengeld, und die Atmosphäre mit den Schulfreunden war ähnlich lustig wie auf einer Klassenfahrt.

Tännchenpflanzen3

Tännchenpflanzen 1

tännchenpflanzen 2

Am aufregendsten war es, wenn es Fliegeralarm gab. Eine Fläche, die wir bepflanzten, lag am Rande eines kleinen Flugplatzes, der von den Engländern als Übungsplatz benutzt wurde. Bei Alarm mussten wir an den Rand des Geländes rennen, und oft fanden wir dann beim weiteren Arbeiten Bomben-Attrappen aus Gips, die abgeworfen worden waren. Heute wäre eine solche Arbeit für Kinder von 12-16 Jahren vermutlich gar nicht mehr erlaubt.
Die Karfreitags-Andacht in der katholischen Kirche mit Holzrasseln (die Glocken flogen ja Karfreitag nach Rom), der feierliche Gottesdienst „Das Grab ist leer, der Held erwacht“, das Eiersuchen, Besuche der unendlichen Großfamilie, all das ist nun einem kleineren und weniger feierlichen Osterfest gewichen. Aber ich backe nun auch wie meine Mutter Ostern ein frisches Brot und färbe Eier, die wie immer zu viele sind. Die Glasschale mit den Eiermulden halte ich in Ehren, und ich freue mich jedes Jahr von neuem über die liebevolle Kindheit, an die sie mich erinnert.

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Ich wünsche Ihnen und euch trotz der Nachrichten der letzten Wochen ein gutes Osterfest.

4. April 2015 at 17:40

Gedanken einer lieben Kollegin

Heute möchte ich Ihnen das Blog einer von mir sehr geschätzten Kollegin ans Herz legen: Zamyat Klein.

Sie macht auch online-Seminare und spannende Workshops in der Türkei, in denen es um Neuorientierung geht.

In ihrem jüngsten Blogbeitrag macht sie sich Gedanken über esoterische Besserwisserei, ungefragte Deutungen und Zufälle. Da musste ich natürlich auch meinen Kommentar abgeben 😉

Lesen Sie selbst

 

7. August 2014 at 08:20

Tag des Tagebuches 2014

Der 12. Juni wurde zum Tag des Tagebuchs ernannt, weil dies der Geburtstag von Anne Frank war. Viele junge Menschen, darunter auch ich mit 13 Jahren, wurden durch sie zum Tagebuchschreiben animiert. Von meinen Recherchen und vielen Leserbriefen weiß ich, dass viele bis heute schreiben, aber auch, dass viele es irgendwann aufgaben, es einfach einschlafen ließen. Von denen, die mir schreiben, bedauerten es etliche.

Auch mir geht es oft so, dass ich „eigentlich“ keine Zeit zum Tagebuchschreiben habe, aber ich versuche, wenigstens für jeden Tag einige Notizen zu machen. Ich finde das Leben intensiver, wenn die Tage nicht wie eine Wolke dahinschweben, sondern auch später noch greifbar sind. Erinnerungen helfen mir,  mich in meinem Leben zu Hause zu fühlen, nicht nur heute, sondern eingebettet in den Strom meines Lebens, der sich aus vielen Quellen, Einflüssen, Gedanken, Gefühlen, Träumen und Erlebnissen speist. In meinem Buch über das Tagebuchschreiben habe ich viele Aspekte davon beschrieben.

Heute ist im Münchner Merkur ein großartiger Artikel von Verena Usleber über das Tagebuchschreiben. Der Titel ist „Mein Lebensarchiv“. Unter anderem wurde auch ich interviewt, und im Umfeld des Artikels machte ich auch noch eine nette Bekanntschaft.

Hier können Sie ihn online lesen

Hier finden Sie den Artikel  als pdf-Datei:  mein-lebensarchiv.Münchner Merkur 12.Juni 2014

Die Hamburger können heute zum Diary Slam gehen. Auszug aus der Ankündigung:

„Der „wohl witzigste Slam überhaupt“ (Hamburger Morgenpost) wird 3 Jahre alt!
Und lädt ein zu einem „Best-of-Slam“auf ganz großer Bühne: Hartgesottene Diary-Slam-Größen aus Hamburg, Berlin und Stuttgart treten an und geben tiefe Einblicke in ihre eigene Jugend. Ein Abend voll wohliger Gänsehaut und schlimmer Déjà-vus.

Gefeiert wird außerdem das Erscheinen des Taschenbuch-Sammelbandes „Ich glaube, ich bin jetzt mit Nils zusammen. Das Beste aus wieder ausgegrabenen Jugend-Tagebüchern“ .“

Im Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde/Westfalen findet am 13. und 14. Juni eine Hommage an das Tagebuch statt, die TAGEBUCHTAGE. Aus der Ankündigung:

„Zwei Tage, sechs Tagebücher, sechs Fragezeichen. Auf den TAGEBUCHTAGEN am 13. und 14. Juni 2014 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg widmet sich eine illustre Auswahl renommierter Künstler einer ebenso illustren Auswahl an Tagebüchern. Ein einmaliges Festival, bei dem Literatur auf Musik, Tanz, Theater und Performance trifft und die gelebte Zeit anderer zum Erlebnis wird!“

Das Programm sieht wirklich spannend aus.

Mehr darüber erfahren Sie hier.  Auch die Angaben für die Ticketbestellung finden Sie dort.

Auch die neue Psychologie Heute wiedmet sich dem Thema unter dem Titel „Schreiben entlastet die Seele“ 

Ich kann heute wieder etwas Schönes in mein Tagebuch schreiben: Heute bekomme ich Besuch von einem Freund, den ich seit fast 40 Jahren kenne.

Und Sie? Worüber schreiben Sie heute?

 

 

 

 

12. Juni 2014 at 09:48

Nostalgie und Erinnerung

Sich zu erinnern, heißt nicht automatisch, nostalgisch zu werden. Heißt nicht automatisch, sich nach der „guten alten Zeit“ zu sehnen und ein ungesundes Heimweh zu entwickeln, das sich nicht stillen lässt. Sich erinnern heißt auch nicht, rückwärts gewandt zu sein und die Gegenwart zu vernachlässigen.Sich erinnern kann aber heißen, zu lernen.

„Zukunft braucht Erinnerung“ heißt eine historische Plattform im Netz,

„Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ eine andere.

Sich erinnern kann auch heitere Züge tragen, und dafür möchte ich Ihnen eine Website vorstellen, in der sich herrlich stöbern lässt: Das Wirtschaftswundermuseum über Alltagskultur in den 50er und 60er Jahren. Über die Entwicklung der Kochbücher in den Jahren nach dem Krieg können Sie auf dieser Seite lesen.  Anfangs geht es dabei nicht um Kochkunst, sonderum um Sattwerden. Interessanterweise gibt es aber schon 1950 Bücher zum Thema „“Hilfe – ich werde zu dick“.

Der Fundus an Bildern der Alltagskultur auf diesen Seiten geht zuück bis in die 30er Jahre. Eine herrliche Fundgrube der Erinnerung .

Meine persönliche Erinnerung geht bis in die 50er Jahre. Aber Sehnsucht nach dieser Zeit? Nostalgie? Nein. Es war ja nicht nureine heile Welt, es war auch eine sehr enge und engstirnige Welt. Es tut auch gut, sich manchmal daran zu erinnern und das zu schätzen, was wir jetzt an Freiheit genießen.

14. Mai 2014 at 15:56

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