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Adventsbastelei: ein Türkranz

Ihnen geht der ganze Weihnachtskitsch, der schon im September anfing, auf die Nerven? Diese ganze Kommerzialisierung der Weihnachtszeit ist Ihnen ein Greuel? Und aus Protest haben Sie bislang keinerlei Advents- oder Weihnachtsdeko in der Wohnung? Oder sind Sie bislang vor lauter Streß nicht dazu gekommen und finden es jetzt doch etwas trüb?

Da habe ich einen kleinen Tipp für einen schnell gemachten Adventsschmuck, der mit wenigen alltäglichen Zutaten auskommt:

  • ein Draht-Kleiderbügel (wie man ihn von der Reinigung bekommt)
  • etwas Zeitungspapier
  • verschiedene immergrüne Zweige
  • Blumendraht (oder dünnes Garn)
  • Schmuckband (oder rote/ bunte Wolle)

Wo solllen Sie denn heute am Sonntag die grünen Zweige herbekommen, wenn Sie keinen Garten haben? Wie wär´s mit einem Spaziergang im Wald? Oder einem spontanen Besuch bei Freunden, die einen Garten haben, mit der Bitte, ein paar grüne Zeige schneiden zu dürfen? Oder Sie warten eben bis morgen und holen sich einige Zweige aus einem Blumengeschäft oder einer Gärtnerei.

Los geht´s:

1Kleiderbügel

Das Rohmaterial

2gebogenSie biegen den Kleiderbügel zum Herz (oder zum Kreis, wenn Sie das lieber mögen)

3PapierSie reißen Zeitungspapier in ca. 10 cm breite Streifen, knautschen diese und wickeln sie mit Blumendraht um das Gestell

4fertigSie wickeln die kleinen immergrünen Zweige in Büscheln mit Blumendraht so, dass imer ein Büschel die Enden des anderen überdeckt.

Dann den Haken oben mit Schmuckband oder Wolle umwickeln, evtl. mit Alleskleber etwas fixieren. Mit Hagebutten oder kleinen Kugeln oder was Sie sonst da haben, dekorieren. Zum Schluß noch eine Schleife, fertig.

Wenn Sie den Kranz außen am Haus anbringen, nehmen Sie in diesem stürmischen Dezember besser einen Haken. Innen tut es auch eine Reißzwecke oder eine Nadel von der Pinnwand.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen – und stehen Sie einfach dazu, dass Sie als erwachsener, stilsicherer und erfolgreicher Mensch Weihnachtskitsch ganz schön finden. Falls Sie noch mehr Ermutigung brauchen, lesen Sie doch einfach meine anderen Blog-Artikel, die ich unter dem Stichwort „Weihnachten“ geschrieben habe. (Klick)

6. Dezember 2015 at 15:23

Oster-Erinnerungen

An Feiertagen wie Ostern kommen bei mir Erinnerungen an die Feiertage der Kindheit an die Oberfläche. Bei Ihnen oder Euch auch?
Unvergessen der Duft nach frischem Brot, das meine Mutter fast nur an Ostern backte. Die Eierschale aus Glas, die nur an Ostern für die bunten Eier auf den Tisch kam. Die Nester aus Moos, die wir schon am Karfreitag im Garten in einer Mulde anlegten, damit der Osterhase sie füllen konnte. In dem Wald bei uns in der Nähe gab es nicht nur grünes Moos, sondern auch Silbermoos. Das war aber sehr selten, und damit verzierten wir in sparsamen Tupfen das grüne Nest. Und dann auch in den Jahren, als ich schon nicht mehr an den Osterhasen glaubte, dieses Kribbeln, wenn tatsächlich morgens bunte Süßigkeiten im Nest lagen, die wir mit unseren Österkörbchen einsammelten! Ich erinnere mich auch ganz genau, dass ich in einem kleinen Wald in der Nähe gaaanz wirklich den Osterhasen mit einer Kiepe voller Eier auf dem Rücken gesehen habe. So sah er aus:

DSC03042

Als ich diesen Hasen hier vor einigen Jahren entdeckte, habe ich den jedenfalls sofort wiedererkannt! 😉

Dieses folgende Foto hier aus einem verblichenen Negativ fand ich neulich in meinen Fotoalben – Ostern 1959. Warum ich das so genau weiß? Da hatte ich meine Zöpfe noch, kurz danach wichen sie einem flotten Kurzhaarschnitt,

Ostern 1959
Meistens war es Ostern noch kühl, und die Versuche mit den Kniestrümpfen endeten öfter in einer Blasenentzündung. Beim Spaziergang durch den Wald fanden wir immer wieder bunte Zuckereier. Es dauerte Jahre, bis ich begriff, dass unsere Mutter in ihrer Manteltasche einen Vorrat davon mitnahm.

Ich erinnere mich auch an Gips-Eier, die um Ostern herum zum Vorschein kamen. Mein Großvater und mein Vater legten die den Hühnern ins Nest. Vermutlich sollte das zum Eierlegen anregen. (Ach, ich hätte noch viel mehr fragen sollen, solange meine Eltern noch lebten …)

Während der Jugendzeit jobbten wir in den Osterferien beim Förster, wir halfen beim „Tännchenpflanzen“. Auf kahlen Flächen wurden neue Wälder angelegt, 8 Stunden am Tag bohrten wir Löcher in die Erde, legten eine Pflanze hinein und drückten diese mit dem Schuh fest. Abends tat der Rücken weh, oft wurden wir vom Regen nass, der Kilometer langen Heimweg mit dem Fahrrad war auch kein Spaß – aber wir verdienten Taschengeld, und die Atmosphäre mit den Schulfreunden war ähnlich lustig wie auf einer Klassenfahrt.

Tännchenpflanzen3

Tännchenpflanzen 1

tännchenpflanzen 2

Am aufregendsten war es, wenn es Fliegeralarm gab. Eine Fläche, die wir bepflanzten, lag am Rande eines kleinen Flugplatzes, der von den Engländern als Übungsplatz benutzt wurde. Bei Alarm mussten wir an den Rand des Geländes rennen, und oft fanden wir dann beim weiteren Arbeiten Bomben-Attrappen aus Gips, die abgeworfen worden waren. Heute wäre eine solche Arbeit für Kinder von 12-16 Jahren vermutlich gar nicht mehr erlaubt.
Die Karfreitags-Andacht in der katholischen Kirche mit Holzrasseln (die Glocken flogen ja Karfreitag nach Rom), der feierliche Gottesdienst „Das Grab ist leer, der Held erwacht“, das Eiersuchen, Besuche der unendlichen Großfamilie, all das ist nun einem kleineren und weniger feierlichen Osterfest gewichen. Aber ich backe nun auch wie meine Mutter Ostern ein frisches Brot und färbe Eier, die wie immer zu viele sind. Die Glasschale mit den Eiermulden halte ich in Ehren, und ich freue mich jedes Jahr von neuem über die liebevolle Kindheit, an die sie mich erinnert.

Ostern 2015.1 (2)_1024x768

Ich wünsche Ihnen und euch trotz der Nachrichten der letzten Wochen ein gutes Osterfest.

4. April 2015 at 17:40

Muttertag für Fortgeschrittene …

… für Fortgeschrittene im Alter nämlich. Da ist das kein Pflichttag mehr, an dem man sich unter Druck fühlte, sein „Mütterlein zu ehren“ und zu beschenken. Da ist das eher ein Tag des lieben Gedenkens an die Mutter, die man so gern noch hätte.

Meinen letzten Artikel zum Thema Muttertag schrieb ich in diesem Blog vor 5 Jahren. Erfüllt von der Dankbarkeit, noch eine Mutter zu haben. Nun sind meine Geschwister und ich seit drei Jahren „Waisenkinder“, wie die meisten in unserem Alter. Merkwürdig finde ich immer noch, dass man tatsächlich mit über 60 noch die Eltern vermissen kann. Früher hätte ich das als psychisch gestört interpretiert. Mittlerweile sehe ich es eher als Teil der Wertschätzung, die während des eigenen Älterwerdens gegenüber den Eltern immer mehr wächst.

Das gehetzte Geschenke-Besorgen auf die letzte Minute sehe ich jetzt eher mit mildem Sarkasmus, das unbeholfene Muttertagsgeschenk aus Kindergarten-Zeiten, das ich in meinem Fotoalbum finde, rührt mich an.

Muttertag Kindergarten Muttertag Kindergarten 2

Klar führte da die Kindergarten-„Tante“ die Hand, aber ich erinnere mich an den Stolz, etwas „selbst geschrieben“ zu haben.

Eines der späteren Geschenke zum Muttertag war eine Vase im typischen Nierentisch-Design der fünfziger Jahre. Heute nicht wirklich mein Geschmack, aber ich halte diese Vase aus dem Nachlass meiner Mutter in Ehren. Sie hat einen Sprung und leckt, und so kann ich sie nur mit künstlichen Blumen füllen. (Eigentlich auch nicht mein Geschmack, aber eine leere Vase ist dann doch zu trist). Sie steht in meinem „Ahnenschrein“ , einer kleinen Ecke in meinem Büro, die mich an meine Wurzeln erinnert, aus denen ich viel Kraft schöpfe.

 

Muttertag Blumenvase

 

Ein beliebtes Geschenk bei kleinem Budget waren auch Tropfenfänger in Schmetterlingsform. Wofür man so etwas braucht? Na, damit der Kaffee nicht beim Einschenken auf die „gute“ Tischdecke tropft! So sah das aus:

Tropfenfänger rosa grün

 

Im Kindergarten hatten wir ein Lied gelernt, das wir erst sehr spät in die Tat umsetzen konnten:

Liebes gutes Mütterlein

will dir was erzählen.

Meine Händchen sind noch klein,

dürfen jetzt noch spielen.

Aber Mutter glaub es mir,

wenn ich groß bin, helf ich dir.

Dann darfst du im Sessel ruhn

und ich werd die Arbeit tun.

Bei unserer Mutter, die der tapferen Kriegsgeneration einer kinderreichen Familie angehörte, hatten wir dazu erst die Chance, als sie selbst krank war. Sie, die immer anderen half, konnte es nur schwer ertragen, untätig sein zu müssen.

Sobald es ihr besser ging, war sie wieder aktiv. Unvergessen, wie ich sie bei einem mehrtägigen Besuch in unserem Haus zum Frühstück wecken wollte und sie im Nachthemd dabei erwischte, dass sie unsere Wäsche bügelte. „Ach Kind, ich war schon um 5 Uhr wach, und du hast ja auch nicht so viel Zeit für alles“.

Sie liebte Gartenarbeit. Dabei war Unkraut ihr persönlicher Feind, besonders das, was sich in Fugen auf Gartenwegen hielt. Auch wenn sie eigentlich zu Besuch war, damit wir uns ein paar schöne Tage machen konnten, wollte sie helfen. Ich habe bis heute das Kartoffelmesser, das mit seiner rundgeschliffenen Spitze an seine Einsätze als Fugenkratzer erinnert.

Als wir vor Jahren den Stein für das Grab meines Vaters aussuchten, sagte sie: „Die Schrift muss aber höher, da muss ich ja später auch noch stehen“.

Da steht ihr Name nun auch. Sie bekam vor drei Jahren bei der Gartenarbeit in ihrem eigenen Garten einen Schlaganfall und starb zwei Tage später. Nun hat sie Blumen auf ihrem Grab.

Wir hatten eine wunderbare Mutter. Nicht nur am Muttertag.

 

 

 

 

11. Mai 2014 at 14:25

Neujahrskuchen – same procedure as every year

Nein, nicht „Dinner for One“, sondern Neujahrskuchen wie von Oma und Muttern. Die gehören zum Jahresanfang einfach dazu, richtig selbst gebacken mit dem speziellen Waffeleisen, das auch „Eiserkuchen-Eisen“ heißt.  Den Teig  habe ich nach dem alten ostfriesischen Rezept stilecht mit Kandis angesetzt, der in heißem Wasser aufgelöst wird.

Als wir Kinder waren, roch es um diese Jahreszeit so köstlich nach diesen Neujahrskuchen, die Oma Stunde um Stunde für die reiche Kinder- und Enkelschar backte. Sie fettete das Eisen noch mit einer Speckschwarte ein. Dieses alte schwere Eisen mit einer Elektrik, die uns heute Angst einflößen würde, gehörte zum Inventar meiner Kindheit.

Omas Neujahrskucheneisen

Die große gelbe Blechdose, in der die Neujahrskuchen aufbewahrt wurden, auch. Später backte unsere Mutter dann für uns die begehrten Waffeln, auch sie muss Stunden damit verbracht haben, in Gedanken an ihre Lieben. In den Jahren, als ich weit weg lebte, bekam ich trotzdem jedes Jahr mein Päckchen.

Jetzt habe ich keine Oma und keine Mutter mehr – aber beim Backen von Neujahrskuchen, eingehüllt in diesen wunderbaren Vanille- und Zimtgeruch, fühle ich mich ihnen sehr nahe und bin ihnen dankbar für die vielen kleinen Rituale, die unser Leben damals prägten. Die alte Dose war schon sehr rostig, meine Neujahrskuchen werden in einer neuen aufbewahrt. Und da von Weihnachten noch so viele Nüsse übrig waren, gab es auch gleich noch einen Nusskuchen zum Nachmittagstee an Neujahr.

Neujahrskuchen2

Neujahrskuchen 3

Falls Sie wissen wollen, wie das Rezept ist: Bitte sehr, hier

Welche Neujahrs-Rituale gab es und gibt es bei Ihnen? Wie haben Sie diesen ersten Tag des Jahres verbracht?

Ich wünsche allen ein Jahr, bei dem sie im Rückblick sagen können: An dieses Jahr erinnere ich mich sehr gerne!

1. Januar 2014 at 20:28 Hinterlasse einen Kommentar

Optimismus hilft dann doch nicht immer …

Also, mein letzter Blog-Beitrag kann nicht so unkommentiert stehenblieben, wenn mittlerweile fast ganz Süddeutschland im Wasser versinkt. Nein, das ist nicht mehr lustig, und Optimismus hilft nicht wirklich.
Ich habe Überschwemmungen erlebt, ich lebte lange an der Ems, am Neckar, am Kocher und an der Jagst. Ich erinnere mich an Erzählungen meiner Mutter, wie der Marktplatz in Lingen kurz nach dem Krieg unter Wasser stand. Ich erinnere mich, wie mein Vater in meiner Kindheit nachts mit allen Männern des Dorfes zum Sandsäcke-Schleppen abkommandiert wurde.
Am Kocher lebten wir in den achtziger Jahren in der Nähe der Kocher-Auen und verstanden, warum früher neben den Flüssen ein breiter Streifen nicht bebaut wurde. Dass ein kleiner Fluss so einen riesigen See bilden konnte!
Später wunderten wir uns, dass mittlerweile genau im Überschwemmungsgebiet eine neue Siedlung entstand. Ich brauche nicht viel Phantasie, um mir vorzustellen, wie es jetzt dort aussieht.
Das schlimmste Hochwasser erlebte ich im Dezember 1993, als unser damaliger Wohnort Möckmühl und die angrenzenden Orte unter Wasser standen. Der Zusammenfluss von Jagst und Seckach hatte ein riesiges Gebiet überflutet.
Ich versorgte über Feldwege vom Berg aus eine Freundin, die mit einem Säugling eingeschlossen war, mit Essen und Kerzen (der Strom war natürlich auch ausgefallen, und die meisten Straßen waren gesperrt). Sie wollte aber zu Hause bleiben. Das war noch vor den Zeiten des Handies, ihr Mann war im Ausland auf Reisen, und er hätte sich große Sorgen gemacht, wenn er zu Hause anriefe und sie sei nicht da. (Damals funktionierten die schlichten Telefonleitungen noch ohne Stromzufuhr. Nicht alles, was wir seitdem an technischem Fortschritt haben, ist hilfreich …heute mit Internet- Telefonie und Telefon-Anlagen wird in den Überschwemmungsgebieten auch kaum noch ein Telefon funktionieren)
Später nach dem Abfluss des Wassers half ich beim Aufräumen. Bis dahin war mir nicht klar, dass es nicht nur die Nässe ist, die die Folgen eines Hochwassers so unerträglich macht. Es ist der unsägliche Dreck, der puderfeine Schlammsand, der sich in alle Ritzen setzt und wiederum nur mit Unmengen von Wasser wegzuspülen ist. Und dann folgt der Papierkrieg mit den Versicherungen, die bei wiederholtem Hochwasser Bedingungen stellen.
Meine Gedanken gehen an die vielen, die durch Hochwasser betroffen sind.

3. Juni 2013 at 11:10 Hinterlasse einen Kommentar

Was hat der Krieg mit dem heutigen Leben zu tun? Zum Thema Kriegsenkel

Meine Kollegin Ingrid Meyer-Legrand, deren Workshop ich hier neulich erwähnte, hat einen interessanten Blogartikel als Gast von Petra Schuseils Lebenstempo-Blog geschrieben:

Das ganz eigene Lebenstempo der Kriegenkel-Generation?

Sie schreibt darin über Menschen „zwischen Rastlosigkeit und Stillstand hin- und herpendelnd und viele fühlen sich immer wieder dazu gedrängt,  alle paar Jahre den Job hinzuschmeißen oder auch Beziehungen immer wieder zu beenden und neu zu beginnen.“

Ingrid Meyer-Legrand sieht einen Zusammenhang zwischen den Erfahrungen der Eltern (der Kriegskinder) und den Menschen, sie zwischen 1950 und den siebziger Jahren geboren wurden und gibt interessante Erklärungen.

Sie sieht aber nicht nur die Belastungen, sondern auch die Chancen und fragt:

gibt es nicht auch ein großes Potential zu entdecken? Könnte man dieses „Immer-wieder-neu-Anfangen“, diese Ruhe und Rastlosigkeit nicht ebenso gut als Kompetenz betrachten, eben flexibel mit Veränderungen umgehen zu können? Eine Kompetenz, die Kriegsenkel häufig von früh an eingeübt haben, weil bereits ihre Eltern ihr Leben von heute auf morgen neu erfinden mussten? „

Aus meinem Kommentar zu dem Artikel in Petra Schuseils Blog:

„Ich kenne einige dieser rastlosen Kriegsenkel, und allmählich dämmert mir, dass das, was ich lange als Problem sah, auch eine Fähigkeit sein kann: Die Menschen, die man gern abfällig “Lebenskünstler” nennt, sind tatsächlich welche! Sie haben die Kunst gelernt, in jeder Situation irgendwie klarzukommen, mit wenig auszukommen, sie passen sich auf ihre Weise an veränderte Lebensumstände an und finden immer wieder Wege. Sie kommen nicht in die Situation, zu jammern, wenn Stellen abgebaut werden – sie entwickeln Phantasie, um zu überleben und andere Einkommensquellen zu erschließen.
Genauer betrachtet haben sie also nicht einfach das Leid ihrer Eltern übernommen, sondern auch deren Fähigkeiten, die im Krieg und in der Nachkriegszeit gefragt waren:  sich nicht unterkriegen lassen, immer wieder neu anfangen, mit wenig klarkommen.“

Nachtrag vom 6. Mai: In Frau TV gab es einen spannenden Beitrag zu diesem Thema. Hier können Sie ausführliche Berichte lesen und einen Filmbeitrag sehen.

Sehen Sie selbst einen Zusammenhang zwischen Ihrer Weise, Ihr Leben zu gestalten und den Erfahrungen Ihrer Eltern und Großeltern?

25. April 2013 at 11:00 3 Kommentare

Kriegs(enkel)kinder und Biographie

Einen interessanten Workshop hält Ingrid Meyer-Legrand am 21. April in Berlin:

Kriegs(enkel)kinder zwischen Stillstand und Rastlosigkeit

Aus der Ankündigung:

„Während sich die einen permanent Topleistungen abverlangen, bleiben andere unter ihren eigenen beruflichen Möglichkeiten, stehen gewissermaßen „auf der Bremse“. Handelt es sich hierbei um spezifische Erfolgs- oder Vermeidungsmuster derjenigen, deren Eltern den Krieg und die Flucht erlebt haben? Wie eng sind die eigenen Muster und die biographischen Erlebnisse der Eltern miteinander verkoppelt? Welchen Hintergrund hat das berufliche Auf-der-Bremse-Stehen? In ihrem Workshop widmet sich Ingrid Meyer- Legrand den tieferliegenden Zusammenhängen und gibt Anregungen, wie Sie Ihren Platz im Leben finden – beruflich und privat.“

Mehr Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung  finden Sie hier (Urania)

Hier finden Sie das Blog von Ingrid Meyer-Legrand

kriegsenkelkinder

(Quelle Foto: Urania)

Das ganze Programm der Veranstaltungsreihe finden Sie hier

8. April 2013 at 11:20 1 Kommentar

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