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Neue Ausstellung in Bad Essen : Von Kurschatten und anderen Leidenschaften

Im Schafstall in Bad Essen ist seit Freitg eine neue Ausstellung zu sehen, die einem Kurort alle Ehre macht:

Schoenen-Schlootz Die Vernissage war recht vergnüglich, wie auch Christa Bechtel in ihrem Bericht in der Neuen Osnabrücker Zeitung anmerkt. Dort können Sie auch über die Hintergründe dieser Ausstellung lesen.

Noch mehr Fotos sehen Sie auf der Website des Kunst-und Museumskreises Bad Essen

und auf der Website der vielseitigen Künstlerin, die ein bemerkenswertes Beispiel dafür ist, wie ein Richtungswechsel das Leben bereichert.

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7. Mai 2017 at 17:22

Nachlese Historischer Markt in Bad Essen

Am letzten Wochenende fand wie jeden August der Historische Markt in Bad Essen statt. Für Bad Essener ein Muss. Drei Tage bummeln, Leute treffen, abends Musik hören und feiern. An den Ständen wird altes Handwerk gezeigt, und man kann nicht nur zusehen, sondern auch kaufen.

Bei dieser schicken Dame …

Handtücher

… erstanden wir dieses Geschirrtuch mit Sütterlin-Schrift: „Brot und Salz, Gott erhalt´s“

Geschirrtuch

Der Holzschuhmacher fertigte Holzschuhe in allen Größen. Als ich noch gut zu Fuß war, waren das meine Lieblings-Pantoffel im Winter. Nichts hält die Füße so gut warm! Jetzt nahm ich nur einen Mini-Schuh mit.

Holzschuhe1

Holzschuhe2

Müller Thomas mahlte Körner in mühsamer Handarbeit zu Mehl. Das wurde gleich am Stand verkauft.

Müller1

Müller2

Wollsocken wurden von dieser Dame in Schürze und Haube gestrickt und verkauft. Ein Paar Pippi-Langstrumpf-mäßige Ringelsocken wurden meine.

Socken

Alte Dreschmaschinen waren zu bewundern. Ich habe solche Ungetüme in meiner Kindheit noch erlebt, wenn wir Opa und seinen Helfern Butterbrote aus Roggenbrot und Pumpernickel mit Wurst und kalten Tee in einer alten Bierflasche (mit Plopp-Verschluss) aufs Feld brachten.

alte Ackergeräte

An den alten Treckern begeisterten sich vor allem Jungen. (Hier heißt das nicht „Traktor“ sondern „Trecker“. Trecken = Ziehen).

Trecker Unimog

Mit einer Postkutsche konnte man sich durch den Ort fahren lassen …

Postkutsche (1)

Postkutsche (2)

… dazwischen mal ausruhen (Die Stühle standen auch schon für den plattdeutschen Gottesdienst am Sonntag parat)

Ausruhen

… und die altmodischen Herzen, die es schon vor Jahrzehnten auf jeder Kirmes gab, grüßten den „kleinen süßen Käfer“ oder die „Sexy Maus“ (Ehem, ich glaube, das stand früher doch nicht so auf den Herzen 😉  )

Herzen

In der heutigen Tageszeitung lesen Sie einen ausführlichen Bericht (klick) .

Und hier gibt es einen netten kleinen Film zu sehen (Klick)

Falls Sie jetzt neugierig geworden sind: Im nächsten Jahr haben Sie Ihre Chance!

24. August 2015 at 13:20

Alltag und Erinnerungen

Wie banale Alltagstätigkeiten Erinnerungen triggern können, habe ich ja schon öfter beschrieben. Eine extrem banale Tätigkeit habe ich heute zu bieten: Das Fegen. Ja, richtig, ich mache nicht alles mit dem Staubsauger, sondern bei uns gibt es auch noch den schlichten Besen.

Als ich heute die Fliesen in der Küche fegte, fiel mir wie jedes Mal bei dieser banalen Tätigkeit der Satz ein »Bei uns ist es immer schmutzig. Dann fege ich die Küche aus«.
Dieses nicht ganz perfekte Satzgespann, das aber doch eine gewisse Logik hat, stammt aus einem meiner ersten Schulaufsätze in der Grundschule. Thema: »Wie ich meiner Mutter helfe«. Ich muss damals so sieben, acht Jahre alt gewesen sein.
Dieser Satz amüsierte meine Lehrerin so,dass sie ihn meinen Eltern erzählte, und dieser Satz ist nun seit über 50 Jahren ein „Familienerbe“. Ich höre ihn innerlich immer in der lachenden Stimme meiner Mutter.
Diese wunderbare kindliche Logik, zu erkären, WARUM man die Küche ausfegt, amüsiert mich selbst jedes Mal – klar, „bei uns ist es immer schmutzig“. Da wir ziemlich ländlich leben und viel draußen sind, dazu noch einen Hund mit haarigem Alles-Sammler-Fell haben, habe ich heute relativ oft Gelegenheit, mich daran zu erinnern 😉

Fegen m.W.

 

Und Sie? Welche Alltags-Tätigkeiten bringen bei Ihnen Erinnerungen hervor?

Einen schönen Buchtipp habe ich auch für Sie:

Douw Draaisma, Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird. Von den rätseln unserer Erinnerung. Piper TaBu 2006

 

23. August 2015 at 16:53

Der füge sich still in den Lauf der Welt, denn der Regen, der regnet jeglichen Tag

Jetzt scheint wieder alles normal, aber am Wochenende ertranken wir schier in den Regenfluten, und dauernd ertönten die Feuerwehrsirenen. Dieses Zitat kam mir da in den Sinn, aber ich wusste nicht, woher es stammt (ja, ich habe eben gegoogelt: es ist aus King Lear 😉  ). Wir kamen noch glimpflich davon, bei uns lief nur der Teich über, und einige Goldfische mussten gerettet werden. Die Schnecken erreichten die Salatpflanzen schwimmend, und vermutlich ertranken einige Mäuse in ihren Mauselöchern.

Viel schlimmer erwischte es einige, deren Häuser dicht am Hang des Wiehengebirges lagen: Ihre Keller wurden überflutet. Vor allem aber litten und leiden immer noch die Landwirte. Durch das wechselhafte Wetter der letzten Wochen konnte die Ernte nicht vollständig eingebracht werden. Bestand zwischen Gewittern und Regengüssen sonst immer noch die Hoffnung, das Getreide werde wieder trocknen, sieht es auf einigen Feldern jetzt traurig aus.

Als ich heute über Land in den Nachbarort fuhr, kam ich an randvoll gefüllten Gräben rechts und links der Straße vorbei. Nun gut, dafür sind ja die Gräben in einem ehemaligen Moorgebiet da. Aber dann sah ich Seen, die bei dem heute blauen Himmel Ferienstimmung vorgaukelten. Dabei verdecken sie die grausame Wahrheit: Die Ernte darunter ist beschädigt oder sogar verloren. Als ich hielt, um Fotos zu machen, traf ich einen Landwirt, der mir mit sorgenvoller Stimme erzählte, er suche nach Wegen, das Wasser zum Abfließen zu bringen. Aber die Gräben sind voll, der Boden ist zu nass für Bagger, die einen neuen Graben ziehen können, und der Abfluss in die Hunte scheint blockert zu sein. Das Wasser steht nun schon seit zwei Tagen unverändert dort.

Und eines der neuen riesigen Windräder hat nasse Füße. Da dachte ich sarkastisch : Ich bin zwar nur Laie, aber wie kann man ein Windrad in die Senke stellen?  Die Natur ist letztendlich die Gewinnerin, scheint mir, und wir müssen uns arrangieren und fügen.

Straße m.W.

Wasser 1 m.W.

Wasser 2 m.W.

Wasser 3 m.W.

Wasser 4 Windrad m.W.

20. August 2015 at 09:19

Oster-Erinnerungen

An Feiertagen wie Ostern kommen bei mir Erinnerungen an die Feiertage der Kindheit an die Oberfläche. Bei Ihnen oder Euch auch?
Unvergessen der Duft nach frischem Brot, das meine Mutter fast nur an Ostern backte. Die Eierschale aus Glas, die nur an Ostern für die bunten Eier auf den Tisch kam. Die Nester aus Moos, die wir schon am Karfreitag im Garten in einer Mulde anlegten, damit der Osterhase sie füllen konnte. In dem Wald bei uns in der Nähe gab es nicht nur grünes Moos, sondern auch Silbermoos. Das war aber sehr selten, und damit verzierten wir in sparsamen Tupfen das grüne Nest. Und dann auch in den Jahren, als ich schon nicht mehr an den Osterhasen glaubte, dieses Kribbeln, wenn tatsächlich morgens bunte Süßigkeiten im Nest lagen, die wir mit unseren Österkörbchen einsammelten! Ich erinnere mich auch ganz genau, dass ich in einem kleinen Wald in der Nähe gaaanz wirklich den Osterhasen mit einer Kiepe voller Eier auf dem Rücken gesehen habe. So sah er aus:

DSC03042

Als ich diesen Hasen hier vor einigen Jahren entdeckte, habe ich den jedenfalls sofort wiedererkannt! 😉

Dieses folgende Foto hier aus einem verblichenen Negativ fand ich neulich in meinen Fotoalben – Ostern 1959. Warum ich das so genau weiß? Da hatte ich meine Zöpfe noch, kurz danach wichen sie einem flotten Kurzhaarschnitt,

Ostern 1959
Meistens war es Ostern noch kühl, und die Versuche mit den Kniestrümpfen endeten öfter in einer Blasenentzündung. Beim Spaziergang durch den Wald fanden wir immer wieder bunte Zuckereier. Es dauerte Jahre, bis ich begriff, dass unsere Mutter in ihrer Manteltasche einen Vorrat davon mitnahm.

Ich erinnere mich auch an Gips-Eier, die um Ostern herum zum Vorschein kamen. Mein Großvater und mein Vater legten die den Hühnern ins Nest. Vermutlich sollte das zum Eierlegen anregen. (Ach, ich hätte noch viel mehr fragen sollen, solange meine Eltern noch lebten …)

Während der Jugendzeit jobbten wir in den Osterferien beim Förster, wir halfen beim „Tännchenpflanzen“. Auf kahlen Flächen wurden neue Wälder angelegt, 8 Stunden am Tag bohrten wir Löcher in die Erde, legten eine Pflanze hinein und drückten diese mit dem Schuh fest. Abends tat der Rücken weh, oft wurden wir vom Regen nass, der Kilometer langen Heimweg mit dem Fahrrad war auch kein Spaß – aber wir verdienten Taschengeld, und die Atmosphäre mit den Schulfreunden war ähnlich lustig wie auf einer Klassenfahrt.

Tännchenpflanzen3

Tännchenpflanzen 1

tännchenpflanzen 2

Am aufregendsten war es, wenn es Fliegeralarm gab. Eine Fläche, die wir bepflanzten, lag am Rande eines kleinen Flugplatzes, der von den Engländern als Übungsplatz benutzt wurde. Bei Alarm mussten wir an den Rand des Geländes rennen, und oft fanden wir dann beim weiteren Arbeiten Bomben-Attrappen aus Gips, die abgeworfen worden waren. Heute wäre eine solche Arbeit für Kinder von 12-16 Jahren vermutlich gar nicht mehr erlaubt.
Die Karfreitags-Andacht in der katholischen Kirche mit Holzrasseln (die Glocken flogen ja Karfreitag nach Rom), der feierliche Gottesdienst „Das Grab ist leer, der Held erwacht“, das Eiersuchen, Besuche der unendlichen Großfamilie, all das ist nun einem kleineren und weniger feierlichen Osterfest gewichen. Aber ich backe nun auch wie meine Mutter Ostern ein frisches Brot und färbe Eier, die wie immer zu viele sind. Die Glasschale mit den Eiermulden halte ich in Ehren, und ich freue mich jedes Jahr von neuem über die liebevolle Kindheit, an die sie mich erinnert.

Ostern 2015.1 (2)_1024x768

Ich wünsche Ihnen und euch trotz der Nachrichten der letzten Wochen ein gutes Osterfest.

4. April 2015 at 17:40

„Das kann doch kein Zufall sein“ – jetzt als Ebook

Immer wieder wurde ich gefragt, wann denn mein Buch über den sinnvollen Zufall/ Synchronizität auch als Ebook erscheint. Als gedrucktes Buch ist es ja ursprünglich im Kösel Verlag erschienen. Als Taschenbuch ist es im Schirner Verlag erhältlich.

Ab sofort ist es nun auch als kindle-Ebook bei Amazon erhältlich. Die anderen Shops (für andere Ebook-Reader) folgen im Laufe des Dezember 2014.

 

Entwurf 5 Format geändert

Bei Amazon kostenlose Leseprobe

 Ebook-Preis 3,99 €

 

Es war viel Kleinarbeit, das Manuskript zu überarbeiten und als Ebook zu formatieren, aber mir machen diese Geduldsproben auch Freude. Besonders gern habe ich das Cover entworfen. Es sollte gegenüber der gedruckten Verson nicht völlig fremd aussehen. Das Motiv der Fraktale  und Selbstähnlichkeit drückt sehr gut aus, worum es beim Thema Synchronizität geht.

Mehr Informationen finden Sie auf meiner Website.

 

 

21. November 2014 at 10:39

Erinnerungen an Siegfried Lenz

Zum Tod von Siegfried Lenz sind so wunderbare Nachrufe erschienen, dass ich nicht auch noch einen schreiben will. Ich erinnere mich an seinen Besuch an unserer Schule in Lingen im Jahr 1967, einer der Höhepunkte meiner Schhulzeit. Damals interviewten zwei Redakteure unserer Schülerzeitschrift „Der Georgianer“ ihn (Bernd Robben und Hans-Heiner Kramer). Zum 85. Geburtstag von S. Lenz hatte ich diesen Artikel schon hier im Blog als pdf-Datei zum Download verlinkt. Wenn Sie ihn noch einmal komplett lesen möchten, bitte hier klicken.

Foto Goergianer 1967 Siegfried Lenz

Seine Bücher lohnen das (Wieder-) Lesen!

 

 

 

 

 

 

9. Oktober 2014 at 10:37

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