Posts filed under ‘Literatur’

Literarisch-musikalische Soirée zum 400. Todesjahr von Miguel de Cervantes

Im Schafstall Bad Essen können Sie am Samstag, 22.10.2016 im Schafstall einen Kunstgenuss erster Güte erleben:

Stephan Schäfer, Rezitation
und Prof. Hans-Michael Koch, Vihuela,

stellen Werke aus dem 16. Jahrhundert von Luis Milan, Luis de Narváez und Alonso Mudarra in Text und Musik vor.

Sie wissen nicht, was eine Vihuela ist? Ehrlich, ich wusste es auch nicht und musste erst mal bei Wikipedia nachsehen:

Die Vihuela (abgeleitet von lateinisch fidicula, ‚Fiedel‘) ist ein spanisches Zupfinstrument, das im 16. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte. Als Lauteninstrument mit Resonanzkasten und Hals gehört sie zu den Kastenhalslauten. Die Vihuela kann, wie die europäische Laute, als ein Vorgänger der modernen Gitarre angesehen werden.

Auf dem Plakat sehen Sie, wie eine Vihuela aussieht.

Hier finden Sie weiteren Informationen. Vorverkauf in der Tourist Info, sonst Abendkasse.

konzert-schafstall-okt-22016-plakat konzert-schafstall-okt-22-2016-jpg

In der besonderen Atmosphäre des Schafstalls in Bad Essen wird das sicher ein lohnendes herbstliches Erlebnis!

19. Oktober 2016 at 10:41

Roland Jankowsky in Bad Essen

Roland wer? Oh, ich bin sicher, Sie kennen den. Vielleicht nicht unter seinem bürgerlichen Namen, aber ganz bestimmt in seiner aktuellen Paraderolle als Schauspieler: Overbeck. Welcher Overbeck? Nun, dieser Overbeck hat keinen Vornamen, er heißt einfach „Overbeck“ (so nennt ihn seine Chefin) oder „Kommissar Overbeck“. Sie wissen schon, der vermeintlich obercoole Typ aus dem Münster-Krimi „Wilsberg“, der mit seiner Sonnenbrille auf der Nase gerne in jedes Fettnäpfchen trampelt.

Eine andere, ebenso spannende und sehr unterhaltsame Rolle spielte Roland Jankowsky am 7. November in Bad Essen während der Bad Essener Literatur- und Musiktage (vormals Literakur).
Er las mehrere kriminelle Kurzgeschichten – doch vorher schaffte Matthias Ventker mit seinem atemberaubenden Medley mehrerer Krimi-Titelmelodien erst einmal die passende Stimmung. Stahlnetz, Tatort, der rosarote Panther und die Krimimimi sind im Raum, bevor Roland Jankowsky sie alle auf die Bühne bringt, die mehr oder minder erfolgreichen Helden des Mordens oder deren Opfer.

Ventker m.W.

Die schräge Frau Sägemüller aus Barbara Glasers Geschichte „Publikumsverkehr“, der „Capo di tutti i capi“ aus Angela Eßers „Bayrischen Henkersmahlzeiten“, der erfolglose Killer aus Ralf Kramps „Dumm gelaufen in Damme“, der vergeblich versucht, eine Leiche unter die Erde zu bringen, und viele andere.

Jankowsky 1 m.W.

Jankowsky 2 m.W.
Im ausverkauften Schafstall ist das Publikum Roland Jankowsky nahe genug, um jede Nuance seiner großartigen Stimme und gekonnten Mimik zu verfolgen, seine humorvollen Anspielungen provozieren viele Lacher, und so sind zweieinhalb Stunden schnell vorbei. Und die Musik von Matthias Ventker macht aus der Lesung eine wunderbare „Rhythm-and Crime“ – Soirée. Manch einer schaut erstaunt auf seine Armbanduhr: „Was, schon halb elf?“.
Mir hat der Abend so viel Vergnügen bereitet, dass ich mir hinterher eine von Jankowsky gesprochene Hörbuch CD gegönnt habe, natürlich mit netter Widmung des Schauspielers, der „in echt“ sehr viel charmanter ist als Overbeck.
Jedenfalls werde ich den schrägen Kommissar in Zukunft mit anderen Augen sehen. Der nächste Wilsberg-Krimi wird Ende November gezeigt.
Die Website von Roland Jankowsky finden Sie hier. Dort stehen auch die weiteren Lesungstermine.

Übrigens: Die Bilder im Hintergrund sind aus der Ausstellung „Spuren des Lichts“ von Viktoria und Slava Prischedko. Leider ist sie nur noch bis 8.November zu sehen. Die Website der Künstler, die in Trier leben, finden Sie hier.

8. November 2015 at 17:59

Eine Bestseller-Autorin im kleinen Venne: Gisa Pauly

Was eine kleine Gemeindebücherei doch alles schaffen kann: Der Gemeindebücherei Venne gelang es, die Bestseller-Autorin Gisa Pauly für eine Lesung aus ihrem Buch „Strandläufer“ zu verpflichten. Da ich ein großer Fan von Gisas Sylt-Krimis mit Mama Carlotta bin und überdies mit Gisa auf Facebook „befreundet“ bin, wollte ich diese Gelegenheit natürlich nutzen. (Ja, Frau Mardorf liest nicht nur anspruchsvolle Literatur, sondern mit Wonne auch Krimis und die von Männern verächtlich „Frauen-Schmonzetten“ genannten Bücher!) Zwei Karten für mich und Göttergatte hatte ich im Vorfeld bestellt (Danke für die unkomplizierte Organisation an Stefanie Lau!) , und wie sich herausstellte, war das sinnvoll: Die Lesung in der Darpvenner Diele war schon nach kurzer Zeit ausverkauft. Gestern Abend dann war es gemütlich und eng, die Lesung fand mit Bewirtung statt. Gisa Pauly versprühte gute Laune hinter ihrem Lesepult, auch wenn das mit einem nicht ganz passenden Schriftzug versehen war (nein, heute tagte nicht der Sozialverband 😉 )…

SAMSUNG Wir kannten das Buch „Strandläufer“ schon, und doch war es wie neu, als wir Ausschnitte daraus von Gisa Pauly vorgetragen hörten. Temperamentvoll gab sie „Mama Carlotta“ eine Stimme, brummte in norddeutscher Männerstimme an anderen Stellen, gab der leicht krächzenden Stimme einer Möwe einen gehässigen Unterton – wir waren uns schnell einig, dass die Autorin wunderbar ihre eigenen Bücher als Hörbücher einsprechen könnte.

Strandläufer Und als die Autorin die ZuhörerInnen fragte, wie das denn mit dem Kommissar Erik Wolf und seiner Freundin Wiebke Reimers weitergehen solle, wurde klar, dass es wohl nicht ein Happy End wie auf den Hochzeitsfotos im Hintergrund auf der Wand geben würde … In der Pause gab es ein Büffet und die Möglichkeit, sich Bücher signieren zu lassen, und danach ging es weiter mit den Abenteuern auf Sylt. Die Zuhörer nutzten die Gelegenheit, Gisa Pauly nach Details ihrer Arbeit zu fragen, und eines wurde deutlich: Um Bestseller-Autorin zu werden, muss man ziemlich fleißig sein! Im Mai erscheint schon Band 9 der Mama-Carlotta-Serie, und am zehnten Band arbeitet sie schon.

Sonnendeck

Im Dezember erschien ihr historischer Roman „Die Kurärztin von Sylt“ der zur Zeit des Dammbaus spielt. Mehr über Gisa Pauly, ihre Bücher und weitere Lesungs-Termine erfahren Sie auf ihrer Website und bei Facebook.

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete auch über die Lesung. Hier entlang bitte

17. März 2015 at 11:51

Erinnerungen an Siegfried Lenz

Zum Tod von Siegfried Lenz sind so wunderbare Nachrufe erschienen, dass ich nicht auch noch einen schreiben will. Ich erinnere mich an seinen Besuch an unserer Schule in Lingen im Jahr 1967, einer der Höhepunkte meiner Schhulzeit. Damals interviewten zwei Redakteure unserer Schülerzeitschrift „Der Georgianer“ ihn (Bernd Robben und Hans-Heiner Kramer). Zum 85. Geburtstag von S. Lenz hatte ich diesen Artikel schon hier im Blog als pdf-Datei zum Download verlinkt. Wenn Sie ihn noch einmal komplett lesen möchten, bitte hier klicken.

Foto Goergianer 1967 Siegfried Lenz

Seine Bücher lohnen das (Wieder-) Lesen!

 

 

 

 

 

 

9. Oktober 2014 at 10:37

Die Buchmesse, die Tageszeitung und die Pseudo-Promis

Liebe Neue Osnabrücker Zeitung,

Warum schickt Ihr die kompetente Elke Schröder zur Buchmesse, die wirklich gute Artikel schreibt und titelt dann die heutige Ausgabe so, dass alle Autoren Grund haben, beleidigt zu sein: Zwei Drittel B.Becker und Christiane F. ein Drittel Leon de Winter als Titelbild. Und dazu der unsägliche Text:

„In diesem Jahr erscheinen viele Promi-Autobiografien. Unter anderem präsentieren Ex-Tennis-Profi Boris Becker(oben) und Christiana Felscherinow, bekannt durch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, ihre Lebensgeschichten. Doch auch „echte“ Literaten wie Leon de Winter (unten links) sind in Frankfurt.“

Toll, bei der Buchmesse gibt es auch echte Literaten, wer hätte das gedacht. Allerdings nur in Gänsefüßchen, so echt sind anscheinend in den Augen der NOZ dann doch nicht. Pseudo-Promis sind wohl echter. Und auch im Feuilleton geht´s dann heute weniger um echte Literaten auf der Buchmesse als um  Pseudo-Promis. Marcel R-R (Gott-hab-ihn-selig)  und Herr Lüddemann (höchst lebendig) müssten da doch toben.

(… und ehe Fragen kommen: ja, der Fleck ist von meinem Frühstücksbrötchen)

 

NOZ Titel Buchmesse

 

10. Oktober 2013 at 13:02 1 Kommentar

Büchermonogamie

Vor meinem Geburtstag im letzten Monat wurde ich von mehreren Freundinnen gefragt, ob man mir denn noch „richtige“ Bücher schenken dürfe. Wo ich doch so eine begeisterte Ebook-Leserin sei und auch selbst meine Bücher als Ebooks anbiete.

Klare Antwort: Ich liebe Bücher in jeder Form. Ich finde es zwar praktisch, mit meinem Ebook-Reader von überall die Möglichkeit zu haben, Leseproben und Bücher zu bestellen. Beispielsweise im Urlaub, wenn ich auf die Bücher, für die ich richtig viel Lesezeit brauche, dann doch keinen Appetit habe und lieber bei präseniler Bettflucht eine Schmonzette lese. Ich finde es auch praktisch, bei Wartezeiten und Zugfahrten immer Lesestoff dabei zu haben, ohne viel zu schleppen. Und, ja, ich finde es auch sehr praktisch, die Schrift beim Lesen vergrößern zu können. Drei Brillen mit 4 verschiedenen (z.T. kombinierten) Sichtstärken haben halt ihre eigenen putzigen Anforderungen.

ABER: Ich liebe auch Papier in jeglicher Form. Liebe schön gestaltete Bücher, die sich dazu noch gut anfühlen. In denen ich blättern kann, in die ich Lesezeichen legen kann (ja, ich bin auch ein Fan von schön gestalteten Lesezeichen). Ich kann auch nicht länger als 5 Minuten in einer Buchhandlung sein, ohne ein Buch zu kaufen. Nur kleingedruckte Taschenbücher, die bleben bei mir links liegen.

Ich mag es, in Büchern, die ich geschenkt bekam, die Widmungen zu lesen, manchmal Jahre später in Erinnerungen zu schwelgen. Gelegentlich finde ich in meiner Bibliothek ein Buch, das mir vor Jahrzehnten im Studium geliehen wurde und das ich nach mehrern Umzügen schlicht nicht mehr als fremdes Eigentum erkannte, oder mir bringt jemand ein Buch, das er vor Jahren von mir geliehen hat. Was als Peinlichkeit anfing, endet dann in wiederaufgenommenem Kontakt. Stichwort Bibliothek: Ich wohne gern mit Büchern, bei uns stehen in drei Räumen Bücherregale.

Also, was Bücher angeht, bin ich überhaupt nicht monogam. Weder bei Ebooks vs. gedruckte Bücher noch bei Tagebuch vs.Blog noch bei den Inhalten, die ich lese. Man darf mir Biografien schenken, Familienromane, die über mehrere Generationen gehen, ernsthafte Literatur über den Holocaust und Krimis, auch Sachbücher über verschiedenste Themen. Nur bitte keine psychologischen Fachbücher mehr. Davon hatte ich im Laufe meines Lebens reichlich, und die wähle ich jetzt sehr genau aus.

1. Oktober 2013 at 12:53 1 Kommentar

Eine gute Idee: ein öffentlicher Bücherschrank in Bad Essen

Da ist Bad Essen schneller als so manche  Großstadt: gerade wurden mit Hilfe eines Sponsors an zwei Stellen im Ort öffentliche Bücherschränke aufgestellt (vor der Apotheke in der Lindenstraße und in Lintorf). Was das ist? Sieht ähnlich aus wie eine Telefonzelle mit Regalen, an zwei Seiten sind Glastüren, und jeder kann ein Buch oder mehre Bücher hineinstellen. Und jeder kann sich kostenlos Bücher mitnehmen. Also auf gut neumodisch eine „Win-Win-Situation“: Jeder hat etwas davon. Derjenige, der Bücher abgeben möchte genauso wie der, der nicht viel Geld für Bücher ausgeben kann oder will oder einfach ein leidenschaftlicher Bücherstöberer ist.

Direkt neben dem Bücherschrank stehen übrigens zwei Bänke, so dass man bei schönem Wetter auch in Ruhe stöbern kann.

Als Autorin habe ich natürlich durchaus Interesse daran, dass Bücher gekauft werden und dass es weiter Buchhandlungen gibt. Als Leserin aber freue ich mich über jedes Buch, das meinen Weg kreuzt. Und ich denke, dass die Möglichkeit, kostenlos Bücher zu entdecken, bei vielen Menschen auch Interesse an weiteren Büchern nach sich zieht.

Schon länger gibt es in den USA die Bewegung der „little free libraries“ (kleine öffentliche Büchereien), wo Privatleute vor ihren Häusern liebevoll und phantasievoll gestaltete Bücherhäuschen aufbauen.

Im Blog „Bücherkinder“ von Stefanie Leo können Sie den Bau einer solchen „Vorgartenbibliothek“ nachverfolgen.  Stefanie Leo hat ihr Bücherhäuschen auch mit Bookcrossing verbunden.

Hier ein Foto von

Bullerbü(cher) – die kleine rote Vorgartenbibliothek

Sehr gelungen, finde ich. Danke an Stefanie Leo für die Erlaubnis, dieses Foto in meinem Blog zu verwenden!

Wenn Sie nicht so viel Basteltalent haben oder in einer sehr stillen Gegend wohnen, können Sie ja in Ihrer Nähe nach einem öffentlichen Bücherschrank suchen. Hier finden Sie  eine ausführliche Liste. Oder Sie setzen sich mit Ihrer Gemeinde in Verbindung und schlagen ein solches Projekt vor.

Hier können Sie den Artikel aus der Neuen Osnabrücker Zeitung über die Aktion in Bad Essen lesen: Literatur rund um die Uhr in der Gemeinde Bad Essen Vielleicht kommen Ihnen da ja Ideen …

Und mir wird es jetzt noch viel mehr Freude machen, Platz in meinen Bücherregalen zu schaffen 😉

19. November 2012 at 16:34 6 Kommentare

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