Posts filed under ‘Literatur’

Die Wiehen-Buchhandlung ist für Bad Essen lebenswichtig!

Das klingt Ihnen zu  bombastisch? Also, ich finde, Bücher sind ein wichtiges Lebensmittel, und ich finde auch, für jeden Ort sind Buchhandlungen wichtig. Unsere wunderschöne Wiehen-Buchhandlung hat nun ein schwerer Schlag getroffen: Durch einen Wasserschaden aus dem oberen Stockwerk ist die Buchhandlung bis auf die Bausubstanz zerstört. Das Wittlager Kreisblatt/NOZ berichtete.

Es gibt aber jetzt schon eine positive Nachricht:

Die Wiehen-Buchhandlung in Bad Essen ist wieder geöffnet!
Nach dem katastrophalen Wasserschaden aus dem oberen Stockwerk musste die Wiehen-Buchhandlung zwar komplett leergeräumt werden. Aber Ute Heisinger und ihr Team haben mit ihren engagierten Helfern das Wunder vollbracht:
Der Betrieb geht jetzt schon weiter!

Telefon und Internet stehen, alle Bücher können wie gehabt innerhalb eines Tages geliefert werden. Und in der „Notbuchhandlung“ sieht es gar nicht notmäßig, sondern schon sehr gemütlich aus.Überzeugt euch selbst!

Die Regale sind schon fast eingeräumt, die Schulbücher schon gelagert, und morgen könnt Ihr wie gewohnt am Sonntagnachmittag dort einkaufen (Ihr wisst ja, der Einzelhandel hat in Bad Essen am Sonntagnachmittag geöffnet!) Bitte unterstützt die Buchhandlung, indem Ihr in den nächsten Monaten eifrig dort kauft und bestellt! Bestellen geht ja auch telefonisch, und am nächsten Morgen könnt Ihr Eure Bücher schon abholen.
Wer jetzt meint,“Wieso, die Versicherungen zahlen doch alles“, weiß nicht, wie lange es dauert, bis solche komplizierten Fälle endlich geklärt und finanziell geregelt sind.
Ihr findet den neuen Verkaufsraum, indem Ihr zwischen Metzgerei Schlacke und der Buchhandlung auf den Parkplatz geht. Hinterm Haus rechts ist der Eingang, und dann links im Flur geht es zum Verkaufsraum. Es wird Euch dort gefallen, selbst das gemütliche Sofa steht wieder dort!


Warum ich mich so engagiere? Ich finde es ganz wichtig, dass diese schöne Buchhandlung mitten in Bad Essen erhalten bleibt. Bad Essen wäre ohne die Wiehen-Buchhandlung sehr viel ärmer. Und Ihr könnt viel dazu beitragen, dass sie trotz dieses immensen Rückschlags weiter floriert.
Bestellen geht übrigens telefonisch über 05472- 1049  😉 . Es gibt auch die Möglichkeit, online über die Website der Buchhandlunng  zu bestellen! Ihr könnt dort auswählen, ob Ihr die Bestellung direkt in der Buchhandlung abholen wollt oder kostenfrei nach Hause geliefert bekommen wollt.  Einmal ein Bestellkonto anlegen, fertig. schneller geht es woanders auch nicht. 

Leider ist das viel zu wenig bekannt. Heute bestellt, morgen da.

Und ein kleiner Ausflug in die reale Welt von Bad Essen beim Abholen lohnt doch in jedem Fall!

 

15. Juli 2017 at 17:57

Literarisch-musikalische Soirée zum 400. Todesjahr von Miguel de Cervantes

Im Schafstall Bad Essen können Sie am Samstag, 22.10.2016 im Schafstall einen Kunstgenuss erster Güte erleben:

Stephan Schäfer, Rezitation
und Prof. Hans-Michael Koch, Vihuela,

stellen Werke aus dem 16. Jahrhundert von Luis Milan, Luis de Narváez und Alonso Mudarra in Text und Musik vor.

Sie wissen nicht, was eine Vihuela ist? Ehrlich, ich wusste es auch nicht und musste erst mal bei Wikipedia nachsehen:

Die Vihuela (abgeleitet von lateinisch fidicula, ‚Fiedel‘) ist ein spanisches Zupfinstrument, das im 16. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte. Als Lauteninstrument mit Resonanzkasten und Hals gehört sie zu den Kastenhalslauten. Die Vihuela kann, wie die europäische Laute, als ein Vorgänger der modernen Gitarre angesehen werden.

Auf dem Plakat sehen Sie, wie eine Vihuela aussieht.

Hier finden Sie weiteren Informationen. Vorverkauf in der Tourist Info, sonst Abendkasse.

konzert-schafstall-okt-22016-plakat konzert-schafstall-okt-22-2016-jpg

In der besonderen Atmosphäre des Schafstalls in Bad Essen wird das sicher ein lohnendes herbstliches Erlebnis!

19. Oktober 2016 at 10:41

Roland Jankowsky in Bad Essen

Roland wer? Oh, ich bin sicher, Sie kennen den. Vielleicht nicht unter seinem bürgerlichen Namen, aber ganz bestimmt in seiner aktuellen Paraderolle als Schauspieler: Overbeck. Welcher Overbeck? Nun, dieser Overbeck hat keinen Vornamen, er heißt einfach „Overbeck“ (so nennt ihn seine Chefin) oder „Kommissar Overbeck“. Sie wissen schon, der vermeintlich obercoole Typ aus dem Münster-Krimi „Wilsberg“, der mit seiner Sonnenbrille auf der Nase gerne in jedes Fettnäpfchen trampelt.

Eine andere, ebenso spannende und sehr unterhaltsame Rolle spielte Roland Jankowsky am 7. November in Bad Essen während der Bad Essener Literatur- und Musiktage (vormals Literakur).
Er las mehrere kriminelle Kurzgeschichten – doch vorher schaffte Matthias Ventker mit seinem atemberaubenden Medley mehrerer Krimi-Titelmelodien erst einmal die passende Stimmung. Stahlnetz, Tatort, der rosarote Panther und die Krimimimi sind im Raum, bevor Roland Jankowsky sie alle auf die Bühne bringt, die mehr oder minder erfolgreichen Helden des Mordens oder deren Opfer.

Ventker m.W.

Die schräge Frau Sägemüller aus Barbara Glasers Geschichte „Publikumsverkehr“, der „Capo di tutti i capi“ aus Angela Eßers „Bayrischen Henkersmahlzeiten“, der erfolglose Killer aus Ralf Kramps „Dumm gelaufen in Damme“, der vergeblich versucht, eine Leiche unter die Erde zu bringen, und viele andere.

Jankowsky 1 m.W.

Jankowsky 2 m.W.
Im ausverkauften Schafstall ist das Publikum Roland Jankowsky nahe genug, um jede Nuance seiner großartigen Stimme und gekonnten Mimik zu verfolgen, seine humorvollen Anspielungen provozieren viele Lacher, und so sind zweieinhalb Stunden schnell vorbei. Und die Musik von Matthias Ventker macht aus der Lesung eine wunderbare „Rhythm-and Crime“ – Soirée. Manch einer schaut erstaunt auf seine Armbanduhr: „Was, schon halb elf?“.
Mir hat der Abend so viel Vergnügen bereitet, dass ich mir hinterher eine von Jankowsky gesprochene Hörbuch CD gegönnt habe, natürlich mit netter Widmung des Schauspielers, der „in echt“ sehr viel charmanter ist als Overbeck.
Jedenfalls werde ich den schrägen Kommissar in Zukunft mit anderen Augen sehen. Der nächste Wilsberg-Krimi wird Ende November gezeigt.
Die Website von Roland Jankowsky finden Sie hier. Dort stehen auch die weiteren Lesungstermine.

Übrigens: Die Bilder im Hintergrund sind aus der Ausstellung „Spuren des Lichts“ von Viktoria und Slava Prischedko. Leider ist sie nur noch bis 8.November zu sehen. Die Website der Künstler, die in Trier leben, finden Sie hier.

8. November 2015 at 17:59

Eine Bestseller-Autorin im kleinen Venne: Gisa Pauly

Was eine kleine Gemeindebücherei doch alles schaffen kann: Der Gemeindebücherei Venne gelang es, die Bestseller-Autorin Gisa Pauly für eine Lesung aus ihrem Buch „Strandläufer“ zu verpflichten. Da ich ein großer Fan von Gisas Sylt-Krimis mit Mama Carlotta bin und überdies mit Gisa auf Facebook „befreundet“ bin, wollte ich diese Gelegenheit natürlich nutzen. (Ja, Frau Mardorf liest nicht nur anspruchsvolle Literatur, sondern mit Wonne auch Krimis und die von Männern verächtlich „Frauen-Schmonzetten“ genannten Bücher!) Zwei Karten für mich und Göttergatte hatte ich im Vorfeld bestellt (Danke für die unkomplizierte Organisation an Stefanie Lau!) , und wie sich herausstellte, war das sinnvoll: Die Lesung in der Darpvenner Diele war schon nach kurzer Zeit ausverkauft. Gestern Abend dann war es gemütlich und eng, die Lesung fand mit Bewirtung statt. Gisa Pauly versprühte gute Laune hinter ihrem Lesepult, auch wenn das mit einem nicht ganz passenden Schriftzug versehen war (nein, heute tagte nicht der Sozialverband 😉 )…

SAMSUNG Wir kannten das Buch „Strandläufer“ schon, und doch war es wie neu, als wir Ausschnitte daraus von Gisa Pauly vorgetragen hörten. Temperamentvoll gab sie „Mama Carlotta“ eine Stimme, brummte in norddeutscher Männerstimme an anderen Stellen, gab der leicht krächzenden Stimme einer Möwe einen gehässigen Unterton – wir waren uns schnell einig, dass die Autorin wunderbar ihre eigenen Bücher als Hörbücher einsprechen könnte.

Strandläufer Und als die Autorin die ZuhörerInnen fragte, wie das denn mit dem Kommissar Erik Wolf und seiner Freundin Wiebke Reimers weitergehen solle, wurde klar, dass es wohl nicht ein Happy End wie auf den Hochzeitsfotos im Hintergrund auf der Wand geben würde … In der Pause gab es ein Büffet und die Möglichkeit, sich Bücher signieren zu lassen, und danach ging es weiter mit den Abenteuern auf Sylt. Die Zuhörer nutzten die Gelegenheit, Gisa Pauly nach Details ihrer Arbeit zu fragen, und eines wurde deutlich: Um Bestseller-Autorin zu werden, muss man ziemlich fleißig sein! Im Mai erscheint schon Band 9 der Mama-Carlotta-Serie, und am zehnten Band arbeitet sie schon.

Sonnendeck

Im Dezember erschien ihr historischer Roman „Die Kurärztin von Sylt“ der zur Zeit des Dammbaus spielt. Mehr über Gisa Pauly, ihre Bücher und weitere Lesungs-Termine erfahren Sie auf ihrer Website und bei Facebook.

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete auch über die Lesung. Hier entlang bitte

17. März 2015 at 11:51

Erinnerungen an Siegfried Lenz

Zum Tod von Siegfried Lenz sind so wunderbare Nachrufe erschienen, dass ich nicht auch noch einen schreiben will. Ich erinnere mich an seinen Besuch an unserer Schule in Lingen im Jahr 1967, einer der Höhepunkte meiner Schhulzeit. Damals interviewten zwei Redakteure unserer Schülerzeitschrift „Der Georgianer“ ihn (Bernd Robben und Hans-Heiner Kramer). Zum 85. Geburtstag von S. Lenz hatte ich diesen Artikel schon hier im Blog als pdf-Datei zum Download verlinkt. Wenn Sie ihn noch einmal komplett lesen möchten, bitte hier klicken.

Foto Goergianer 1967 Siegfried Lenz

Seine Bücher lohnen das (Wieder-) Lesen!

 

 

 

 

 

 

9. Oktober 2014 at 10:37

Die Buchmesse, die Tageszeitung und die Pseudo-Promis

Liebe Neue Osnabrücker Zeitung,

Warum schickt Ihr die kompetente Elke Schröder zur Buchmesse, die wirklich gute Artikel schreibt und titelt dann die heutige Ausgabe so, dass alle Autoren Grund haben, beleidigt zu sein: Zwei Drittel B.Becker und Christiane F. ein Drittel Leon de Winter als Titelbild. Und dazu der unsägliche Text:

„In diesem Jahr erscheinen viele Promi-Autobiografien. Unter anderem präsentieren Ex-Tennis-Profi Boris Becker(oben) und Christiana Felscherinow, bekannt durch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, ihre Lebensgeschichten. Doch auch „echte“ Literaten wie Leon de Winter (unten links) sind in Frankfurt.“

Toll, bei der Buchmesse gibt es auch echte Literaten, wer hätte das gedacht. Allerdings nur in Gänsefüßchen, so echt sind anscheinend in den Augen der NOZ dann doch nicht. Pseudo-Promis sind wohl echter. Und auch im Feuilleton geht´s dann heute weniger um echte Literaten auf der Buchmesse als um  Pseudo-Promis. Marcel R-R (Gott-hab-ihn-selig)  und Herr Lüddemann (höchst lebendig) müssten da doch toben.

(… und ehe Fragen kommen: ja, der Fleck ist von meinem Frühstücksbrötchen)

 

NOZ Titel Buchmesse

 

10. Oktober 2013 at 13:02 1 Kommentar

Büchermonogamie

Vor meinem Geburtstag im letzten Monat wurde ich von mehreren Freundinnen gefragt, ob man mir denn noch „richtige“ Bücher schenken dürfe. Wo ich doch so eine begeisterte Ebook-Leserin sei und auch selbst meine Bücher als Ebooks anbiete.

Klare Antwort: Ich liebe Bücher in jeder Form. Ich finde es zwar praktisch, mit meinem Ebook-Reader von überall die Möglichkeit zu haben, Leseproben und Bücher zu bestellen. Beispielsweise im Urlaub, wenn ich auf die Bücher, für die ich richtig viel Lesezeit brauche, dann doch keinen Appetit habe und lieber bei präseniler Bettflucht eine Schmonzette lese. Ich finde es auch praktisch, bei Wartezeiten und Zugfahrten immer Lesestoff dabei zu haben, ohne viel zu schleppen. Und, ja, ich finde es auch sehr praktisch, die Schrift beim Lesen vergrößern zu können. Drei Brillen mit 4 verschiedenen (z.T. kombinierten) Sichtstärken haben halt ihre eigenen putzigen Anforderungen.

ABER: Ich liebe auch Papier in jeglicher Form. Liebe schön gestaltete Bücher, die sich dazu noch gut anfühlen. In denen ich blättern kann, in die ich Lesezeichen legen kann (ja, ich bin auch ein Fan von schön gestalteten Lesezeichen). Ich kann auch nicht länger als 5 Minuten in einer Buchhandlung sein, ohne ein Buch zu kaufen. Nur kleingedruckte Taschenbücher, die bleben bei mir links liegen.

Ich mag es, in Büchern, die ich geschenkt bekam, die Widmungen zu lesen, manchmal Jahre später in Erinnerungen zu schwelgen. Gelegentlich finde ich in meiner Bibliothek ein Buch, das mir vor Jahrzehnten im Studium geliehen wurde und das ich nach mehrern Umzügen schlicht nicht mehr als fremdes Eigentum erkannte, oder mir bringt jemand ein Buch, das er vor Jahren von mir geliehen hat. Was als Peinlichkeit anfing, endet dann in wiederaufgenommenem Kontakt. Stichwort Bibliothek: Ich wohne gern mit Büchern, bei uns stehen in drei Räumen Bücherregale.

Also, was Bücher angeht, bin ich überhaupt nicht monogam. Weder bei Ebooks vs. gedruckte Bücher noch bei Tagebuch vs.Blog noch bei den Inhalten, die ich lese. Man darf mir Biografien schenken, Familienromane, die über mehrere Generationen gehen, ernsthafte Literatur über den Holocaust und Krimis, auch Sachbücher über verschiedenste Themen. Nur bitte keine psychologischen Fachbücher mehr. Davon hatte ich im Laufe meines Lebens reichlich, und die wähle ich jetzt sehr genau aus.

1. Oktober 2013 at 12:53 1 Kommentar

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