Posts filed under ‘Schreiben’

Ostfriesenkrimis und Ostfriesenblues

An diesem Wochenende finden in Bad Essen wie in jedem Herbst die Literatur- und Musiktage Bad Essen statt, früher auch „Literakur“ genannt.

eintrittskarten-wolf

Eröffnung war am Freitagabend mit dem Schriftsteller Klaus Peter Wolf und der Musikerin Bettina Göschl. Der Schriftsteller hielt keine Lesung im üblichen Sinne, sondern erzählte zunächst sehr vergnüglich von seinem Alltag als Schriftsteller, von den Figuren in seinen Ostfriesland-Krimis und von seiner Arbeitsweise.
Bettina Göschl, die mit Wolf verheiratet ist, erzählte wiederum in ihren Liedern von ihren Erlebnissen mit ihrem Krimi-Schriftsteller-Ehemann.

bettina-goeschl-bad-essen-2016Im Song „Wenn mein Mann einen neuen Krimi schreibt“ erfahren wir, wie dieser sich immer so tief in seine Figuren einfühlt, dass er sein Verhalten völlig verändert. Besonders amüsant natürlich, wenn er sich in Kommissarin Ann-Kathrin einfühlt  😉 …
Aber hören und sehen Sie selbst!
Beim Lesen aus dem neuen Krimi „Ostfriesen-Schwur“gab es viel zu lachen (dankenswerter Weise verzichtete der Autor auf heftige Szenen), und einige Anekdoten aus der Verfilmung eines seiner Krimis waren schon wieder eigene Geschichten, wie das Ausspähen von Tankstellen und der Kontakt mit der „echten“ Polizei.

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Klaus Peter Wolf zeigte unter anderem eine Kladde, in der das Manuskript seines nächsten Buches entstand. Er erläuterte auf sehr amüsante Weise seine Art zu schreiben:
Er schreibt alles mit dem Füller in ein Notizbuch, dann diktiert er das komplette Buch und schickt dieses Diktat an seine Sekretärin. Das getippte Manuskript wiederum liest er seiner Frau vor und ändert dabei immer wieder einige Sätze, um den Stil flüssiger zu gestalten.

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Dass es bei dieser Vorgehensweise durchaus einige Aufregungen geben kann, erzählte Bettina Göschl augenzwinkernd in einem Song „Wo ist mein Ostfriesenmoor?“: Das handgeschriebene Manuskript war verschwunden.
Bettina Göschl hat übrigens mit ihrer eigenen Band „Die Komplizen“ eine CD mit eigenen Krimi-Songs und mit bekannten kriminellen Songs herausgebracht: Ostfriesenblues. (Auf der Website können Sie in einige Songs hineinhören)
Wer gehofft oder befürchtet hatte, dass dies ein blutrünstiger sehr ernster Abend würde, wurde aufs angenehmste enttäuscht. Bettina Göschl und Klaus-Peter Wolf sind sehr humorvolle und freundliche Menschen, die es innerhalb von Minuten schaffen, die Zuhörer zu begeistern.
Ich hätte den Autor gerne noch gefragt, ob in seinen ansonsten so gut gelaunten Krimis einige Details so detailliert und brutal geschildert werden müssen. Ich lese nämlich seine Krimis gerne als Bettlektüre und stelle fest, dass die Träume dann doch nicht so angenehm sind. Aber das ist vielleicht mein eigenes Problem.
Auf dem Büchertisch der Wiehenbuchhandlung Bad Essen war nicht nur die Ostfriesland-Krimis, sondern auch mehrere Kinderkrimis, die Göschl und Wolf zusammen verfasst haben, zu finden. Natürlich auch die CD „Ostfriesenblut“, und als besonderer Leckerbissen Hörbücher der Ostfriesland-Krimis, die Klaus-Peter Wolf selbst eingelesen hat. Auch wenn ich sonst Hörbücher gar nicht so mag – diese hier könnten mich doch verlocken, weil der Autor auch ein begnadeter Vorleser ist. Wer mehr über ihn und seine Bücher erfahren will, wird auf seiner Website fündig.

Und hier können Sie den ausführlichen Artikel von Christa Bechtel über den Abend im Wittlager Kreisblatt lesen

20. November 2016 at 16:13

Sommerseminare im Schreibparadies

Anne Siegel, Journalistin u.a. beim WDR, auch erfolgreiche Buchautorin, plant eine Reihe von Schreibseminaren (Sommer-Schreibcamp) mit mehreren Autorinnen und Buch-Fachfrauen in einem wunderschönen Seminarhaus in der Nähe von Tecklenburg.

Es wird drei Seminare geben:

Talentschmiede 1: Non-Fiction, 7.-9. August 2015

Talentschmiede 2: Fit für die Buchmesse,  14.-16. September 2015

Biografien und Biografisches Schreiben, 11-13. August 2013

Ich werde beim Teil „Biografien und Biografisches Schreiben“ am 12. August dabei sein.

Aus der Ankündigung von Anne Siegel:

„Wahrscheinlich das einzige Schreibcamp Deutschlands, in das Ihr Euer Pferd mitbringen könnt!

Wir, ein Quartett mit langer Publikations- und Verlagserfahrung, eine Verlegerin, ein paar Bestsellerautorinnen, eine Psychologin und eine Lektorin und Herausgeberin, starten ab August ein SCHREIBPARADIES für all jene, die professioneller Schreiben und Publizieren lernen möchten:
Noch nie zuvor wurde mit Büchern so viel Geld verdient, wie heute.
Die Buchbranche brummt und doch herrscht insbesondere in Deutschland echte Verwirrung unter Neu-AutorInnen.
Wie stelle ich es richtig an, wenn ich mein Schreiben professionalisieren möchte? Verlag oder Selbstverlag? Agent oder nicht? Welcher Schreibtyp bin ich eigentlich und was bedeutet das für meine Professionalisierung?

Wir zeigen Euch in einem stilvollen Seminarhaus mit SLOW FOOD und viel Natur an verschiedenen Terminen im Tecklenburger Land wie die Buchbranche tickt, vor allem möchten wir Eure Wege in die eigene Publikation ebnen, vom Seminar für AnfängerInnen bis zu jenen, die sich von uns mit FIT FÜR DIE BUCHMESSE coachen lassen wollen!

Und was viele Neugierige interessieren dürfte: Wir publizieren direkt nach den Kursen gemeinsam ein erstes eBook.“

Alle inhaltlichen und organisatorischen Infos, Preise und Infos über die Dozentinnen Nicole Houwer-Joens, Anne Siegel, Annette Ahlborn und mich sind auf Annes Website zu finden:

http://www.annesiegel.de/www.AnneSiegel.de/KreativesSchreiben.html 

Und auch wenn Sie nicht selbst Interesse haben, kennen Sie vielleicht schreibbegeisterte Menschen, die das interessieren könnte. Dann leiten Sie bitte dieses Link weiter.

Das Tagungshaus liegt verkehrsgünstig in der Nähe von Tecklenburg/ Münster, ist von der A1 gut zu erreichen und ebenso vom Flughafen Münster-Osnabrück. Es wird einen Shuttle geben. Trotz der Nähe zum Flughafen ist es aber im Gasthof Prigge (Akdemie Talaue)  sehr ruhig und idyllisch. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.  Außerdem finden Sie dort hervorragendes frisches Essen, so dass neben intensiver Arbeit auch Erholung ihren Platz findet !

#Schreibakademie Talaue

13. Juli 2015 at 18:04

Eine Bestseller-Autorin im kleinen Venne: Gisa Pauly

Was eine kleine Gemeindebücherei doch alles schaffen kann: Der Gemeindebücherei Venne gelang es, die Bestseller-Autorin Gisa Pauly für eine Lesung aus ihrem Buch „Strandläufer“ zu verpflichten. Da ich ein großer Fan von Gisas Sylt-Krimis mit Mama Carlotta bin und überdies mit Gisa auf Facebook „befreundet“ bin, wollte ich diese Gelegenheit natürlich nutzen. (Ja, Frau Mardorf liest nicht nur anspruchsvolle Literatur, sondern mit Wonne auch Krimis und die von Männern verächtlich „Frauen-Schmonzetten“ genannten Bücher!) Zwei Karten für mich und Göttergatte hatte ich im Vorfeld bestellt (Danke für die unkomplizierte Organisation an Stefanie Lau!) , und wie sich herausstellte, war das sinnvoll: Die Lesung in der Darpvenner Diele war schon nach kurzer Zeit ausverkauft. Gestern Abend dann war es gemütlich und eng, die Lesung fand mit Bewirtung statt. Gisa Pauly versprühte gute Laune hinter ihrem Lesepult, auch wenn das mit einem nicht ganz passenden Schriftzug versehen war (nein, heute tagte nicht der Sozialverband 😉 )…

SAMSUNG Wir kannten das Buch „Strandläufer“ schon, und doch war es wie neu, als wir Ausschnitte daraus von Gisa Pauly vorgetragen hörten. Temperamentvoll gab sie „Mama Carlotta“ eine Stimme, brummte in norddeutscher Männerstimme an anderen Stellen, gab der leicht krächzenden Stimme einer Möwe einen gehässigen Unterton – wir waren uns schnell einig, dass die Autorin wunderbar ihre eigenen Bücher als Hörbücher einsprechen könnte.

Strandläufer Und als die Autorin die ZuhörerInnen fragte, wie das denn mit dem Kommissar Erik Wolf und seiner Freundin Wiebke Reimers weitergehen solle, wurde klar, dass es wohl nicht ein Happy End wie auf den Hochzeitsfotos im Hintergrund auf der Wand geben würde … In der Pause gab es ein Büffet und die Möglichkeit, sich Bücher signieren zu lassen, und danach ging es weiter mit den Abenteuern auf Sylt. Die Zuhörer nutzten die Gelegenheit, Gisa Pauly nach Details ihrer Arbeit zu fragen, und eines wurde deutlich: Um Bestseller-Autorin zu werden, muss man ziemlich fleißig sein! Im Mai erscheint schon Band 9 der Mama-Carlotta-Serie, und am zehnten Band arbeitet sie schon.

Sonnendeck

Im Dezember erschien ihr historischer Roman „Die Kurärztin von Sylt“ der zur Zeit des Dammbaus spielt. Mehr über Gisa Pauly, ihre Bücher und weitere Lesungs-Termine erfahren Sie auf ihrer Website und bei Facebook.

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete auch über die Lesung. Hier entlang bitte

17. März 2015 at 11:51

Die spinnen, die Finnen!

In Finnland soll Schreiben mit der Hand ab 2016 nicht mehr im Lehrplan stehen – statt desssen soll Tastaturschreiben gelehrt werden. Zumindest steht das in einem Artikel der Helsinki Times. (Klick zum Link)

Falls diese Entscheidung stimmt, halte ich sie für totalen Blödsinn. Entschuldigung, da fallen mir keine feinsinnigen Formulierungen ein, psychologisch geschulte schon gar nicht. Es reicht der gesunde Menschenverstand, um eine solche Entscheidung für einen Rückschritt zu halten.

Ja, es ist sinnvoll, wenn Schulkinder das Schreiben auf der Tastatur routinemässig lernen. Das hat meine Generation leider nicht erlebt, und auch ich wurschtele nach mehreren Büchern immer noch mit einem eigenen Acht-Finger-System über die Tasten. Ich habe mehrere Kurse besucht, aber der Alltag erforderte immer zügiges Schreiben, und da blieben die ASDF-JKLÖ-Übungen auf der Strecke. Ja, ich finde es sehr wichtig, dass an allen Schulen früh das Tastaturschreiben gelehrt wird.

Aber deshalb diese grundlegende kulturelle Fähigkeit des handschriftlichen Schreibens einstampfen? Es gibt mehrere Untersuchungen, die die Wichtigkeit der Entwicklung der Feinmototik durch Handschrift belegen (Hab jetzt leider keine Zeit, sie rauszusuchen). Aber welche eine Verarmung überhaupt: Keine Liebesbriefe mehr, an denen man sich noch nach Jahren erfreut, keine Zettelchen auf dem Küchentisch mehr, wenn man nach Hause kommt, keine schnellen Notizen auf dem Block, und kein #Tagebuchschreiben mehr? Die spinnen, die Finnen!

Wenn Sie noch mehr darüber lesen möchten, hier ist eine interessante Stellungnahme. Und hier ist die Website der Initiative Schreiben e.V., die sich für die Handschrift engagiert.

3. Dezember 2014 at 19:49

Leben, um zu schreiben?

In meinem Buch über das Tagebuchschreiben schrieb ich auch ein Kapitel über die negativen möglichen Begleiterscheinungen beim Führen eines Tagebuchs.  Ja, bei aller Begeisterung: Auch die gibt es. Daran musste ich heute wieder denken, als ich den neuesten Blog-Eintrag von Meike Winnemuth las. Dazu weiter unten.

Ich schrieb in meinem Buch:

„Tagebuchschreiben kann … dann fragwürdig werden, wenn Sie bei allem, was Sie erleben, sozusagen dabeistehen und in Gedanken notieren, wie Sie das in Ihrem Tagebuch berichten würden. Sie erleben alles sozusagen druckreif. …

Während einer Umbruchphase in jüngeren Jahren, in der ich alles sehr intensiv erlebte, hatte ich diese schlechte Angewohnheit – ähnlich wie ein Urlauber, der alles nicht mehr direkt erlebt, sondern nur noch durch das Objektiv seiner Kamera schaut. Das hieß in meinem Fall auch: Ich ließ mich gar nicht mehr auf Menschen und Situationen ein, war in Gedanken immer schon auf einer anderen Ebene und entzog mich dem, was im Moment geschah. Anschließend berauschte ich mich am Schreiben und Beschreiben, fand alles ganz furchtbar interessant und ging meinen armen Freunden auf die Nerven.

Wenn Sie nur noch leben, um interessante Erfahrungen für Ihr Tagebuch machen, leben Sie an sich selbst vorbei. Zwanghaftes Beobachten, zwanghaftes Festhalten tötet die Dynamik, die zum Leben notwendig ist bei uns selbst und bei den Menschen, mit denen wir leben. Ob Tagebuchschreiben hilfreich oder schädlich ist, hängt also einzig und allein von der Balance ab. Es liegt in Ihrer Verantwortung sich selbst und anderen Menschen gegenüber, mit diesem Werkzeug für ein intensiveres Leben gut umzugehen.“ (Kreativ leben mit dem Tagebuch, S. 69/70)

Leben Schreiben m.W.

Ähnliches gilt auch für das Blogschreiben. Das Schreiben eines Blogs kann zwar zu mehr Aufmerksamkeit im Alltag führen, aber es kann auch zum Leben mit permanentem Seitenblick auf Blog-Verwurstbarkeit führen.

Weil ich mir dieser Gefahr bewusst bin, werden Sie in meinem Blog auch immer wieder längere Pausen finden. Ich mag nicht nur für mein Blog leben, und ich mag auch Begegnungen mit Menschen nicht täglich im Blog verarbeiten. (Ich glaube, dann hätte keine(r) aus meinem Freundeskreis noch Interesse an Kontakt mit mir)

Die Journalistin Meike Winnemuth ist in diesem Jahr auf Reisen in Deutschland, jeden Monat in einem anderen Ort. Und wie schon bei ihrer Weltreise plante sie, auch über diese Reise in ihrem Blog zu berichten. Ausgerechnet auf der Insel Spiekeroog mit weniger als tausend Einwohnern machte sie nun Erfahrungen, die sie veranlassten, das beobachtende Schreiben vorerst ruhen zu lassen:

„Was ich schreibe, hat sofortigen Rückkoppelungseffekt auf das Beschriebene, das Beobachten verändert das Beobachtete. Und deshalb werde ich stumm und immer stummer. Oder auch scheu und immer scheuer. Mal eben in das Leben anderer hineinzuschlendern, von ihnen zu erzählen und sie quasi zu Statisten meines Projekts zu machen – mit welchem Recht denn bitte? Gerade auf Spiekeroog, das ich in den vergangenen vier Wochen sehr lieb gewonnen habe, erscheint mir mein Tun plötzlich mächtig ungezogen. Die Leute hier haben mir freundlich die Türen geöffnet (die ja ohnehin nie abgeschlossen sind, auch das sagt viel über Spiekeroog), da gehört es sich nicht, sie vor meine innere Kamera zu zerren. Lieber bei der tollen Tante Fidi oder den so enorm liebenswerten Schröders Tee trinken und Kekse essen und dann nichts schreiben als deren Vertrauen zu missbrauchen. Ich mag auf der Suche nach meiner Heimat keine Heimsuchung sein. Und deshalb mache ich an dieser Stelle Schluss. Es tut mir von Herzen leid, aber ich werde vorerst nicht mehr bloggen. Leben ist wichtiger als Schreiben, habe ich beschlossen.“ (http://zurueckauflos.com/heimsuchung/)

So sehr ich Meikes Entschluss bedaure – ich lese ihr Blog sehr gerne – ich habe großen Respekt vor ihrem Entschluss. Immerhin ist sie Journalistin, und Schreiben ist ihr Beruf.

So wünsche ich ihr und Ihnen und uns Schreiberinnen, dass wir das Leben einfach so genießen können und nicht vor lauter Beobachten auf zu vielen Ebenen gleichzeitig leben.

 

4. März 2014 at 12:19 Hinterlasse einen Kommentar

Glückstagebuch und andere Tipps

Viele Menschen sagen mir „Ich würde ja sooo gerne Tagebuch schreiben, aber ich habe einfach nicht die Zeit und Ruhe dazu“. Geht es Ihnen auch so? Dann habe ich ein paar Tipps  für Sie, damit dieses Jahr nicht wieder so sang- und klanglos an Ihnen vorbeirauscht.

Führen  Sie ein Glückstagebuch

Damit meine ich weniger ein Tagebuch, das Sie selbst schreiben, sondern eine Art Album, das Sie im Laufe der Zeit zusammenstellen.

Wenn Sie aufmerksam durchs Leben gehen, werden Ihnen immer wieder Zitate, Sinnsprüche oder schöne Bilder begegnen, die Ihnen gefallen und die Ihnen gut tun. Manches davon schreiben Sie auf einen Zettel, den Sie dann nicht wieder finden, oder Sie fotokopieren etwas und es bleibt in der Ablage liegen oder verschwindet unter dem Wust von Zetteln an der Pinnwand. Natürlich können Sie solche Texte auch in Ihr normales Tagebuch einkleben oder abschreiben. Wenn das Tagebuch voll geschrieben ist, sind sie aber schwer aufzufinden. Sie suchen dann endlos nach diesem einen bestimmten Gedicht von Hermann Hesse oder diesem Zitat von Hildegard von Bingen oder der Bildpostkarte, die so witzig und treffend Ihre kleine „Spezialmacke“ auf den Arm nahm.

Es gibt eine einfache Lösung: Schaffen Sie sich ein großes Extra- Heft an, in dem Sie solche Glücks-Vorräte sammeln! Sie können ein normales Foto- Album nehmen (das bläht sich nicht auf, wenn Sie viel hineinkleben) oder ein spezielles Sammler- Album, in dem jede zweite Seite perforiert ist, so dass Sie nach Bedarf Seiten herausnehmen können, wenn das Album zu dick wird. Es gibt auch sehr schöne Bücher mit Spiralbindung, von denen Sie dann zwischendrin einige leere Seiten entfernen können.

 Wenn Sie beim Einkleben alle Sinne beglücken wollen, nehmen Sie den altmodischen italienischen Papierleim, der so unwiderstehlich nach Mandeln und altem Büro riecht und aus einem kleinen Döschen mit einem Pinsel aufgetragen wird.

Glückstagebuch m.W.

Schreiben Sie immer das jeweilige Datum dazu. In ein paar Jahren werden Sie erstaunt sein, wie sehr Ihre Einträge Ihre jeweilige Lebenssituation widerspiegeln. Im Laufe der Zeit schaffen Sie sich mit diesem selbst gestalteten Album einen kleinen „Vorrat an Glück“, der Ihnen auch in schwierigen Zeiten immer zur Verfügung steht. Manchmal ist es ein einziger Satz, der die Perspektive verändert und den inneren Durchbruch bringt! Und wenn Sie ein solches Album regelmäßig gestalten, fallen Ihnen häufiger als vorher bedeutsame und positive Zitate, Bilder oder Lebensregeln auf. Das allein kann schon eine kleine Korrektur der oft so problembeladenen Wahrnehmung bewirken. Und dann können Sie in Ihrem „eigentlichen“ Tagebuch über Ihre neuen Einsichten schreiben, Pläne entwickeln, Ihr eigenes Leben in die Hand nehmen und gestalten.

Oder doch lieber ein Kalender-Tagebuch?

Jetzt am Anfang des Jahres bekommen Sie ihn ganz preiswert: einen Geschäfts-Kalender oder „Chef-Kalender“, in dem für jeden Tag eine Seite vorgesehen ist. Benutzen Sie ihn aber nicht als Terminkalender, sondern nur als Tagebuch. Nehmen Sie sich jeden Abend einige Minuten Zeit, den Tag Revue passieren zu lassen. Schließen Sie die Augen, gehen Sie in Gedanken den Tag durch und notieren Sie, was Sie gemacht haben, wen Sie getroffen haben, welche Ideen Ihnen gekommen sind, vielleicht noch, wie das Wetter war und wie Sie sich fühlten.

Chefkalender

Falls Sie ein spezielles gesundheitliches Problem in seinem Verlauf dokumentieren müssen, können Sie einen kleinen Bereich der Seite dafür reservieren.

Auch das ist Ihnen noch zu viel Aufwand? Jeden Tag schreiben? Dann überlegen Sie mal, ob ein Monatstagebuch besser zu Ihnen passt:

Ein Monatstagebuch schafft Überblick

Auch hier: Suchen Sie sich ein schönes Notizbuch aus, das Sie gern in die Hand nehmen. Lassen Sie an jedem letzten Tag eines Monats die vergangenen Wochen an Ihrem inneren Auge vorbeiziehen und notieren Sie die wichtigsten Ereignisse stichpunktartig auf einer einzigen Seite. So haben Sie über die Jahre hinweg einen guten Überblick über die wichtigsten Stationen Ihres Lebens.

Auch wenn Sie ohnehin täglich schreiben, lohnt sich diese Mühe. Am Ende eines Monats Bilanz zu ziehen, kann ein fast meditatives Ritual werden, das Ihnen immer wieder hilft, die Richtung Ihres Lebens zu bestimmen.

Noch mehr Tipps finden Sie in meinem Buch über das Tagebuchschreiben, das es als Ebook und als Taschenbuch gibt.

 

7. Januar 2014 at 12:35 Hinterlasse einen Kommentar

„Spaziergang durch das Leben“ jetzt wieder neu erhältlich

So, es ist geschafft! Der Vertrag mit BoD ist ausgelaufen, und ich habe das Buch „Spaziergang durch das Leben“ jetzt überarbeitet, ihm einen neuen Untertitel und Cover gegeben und es als preiswerteres Taschenbuch und als Ebook bei amazon veröffentlicht. Im Taschenbuch sind die Fotos jetzt schwarz-weiß geworden, so kann ich das Buch im Vergleich zur Version mit Farbfotos zum halben Preis verkaufen. Im Ebook sind die Fotos farbig, d.h. falls sie das Ebook auf einem tablet reader oder in einer kindle app auf dem Computer lesen, sehen Sie sie in Farbe – auf dem kindle bleiben sie aber schwarz-weiß.

Noch ein Unterschied: Im Taschenbuch finden Sie nach jedem Thema einige freie Seiten, um gleich Notizen zu machen. Das geht natürlich beim Ebook nicht.

Bei den kniffeligen Formatierungsfragen habe ich wieder großartige Hilfe im Self-Publisher-Forum bei Facebook bekommen. Wenn Sie selbst schreiben, schauen Sie doch mal rein!

Cover Spaziergang neue Version

 

 

 

 

 

 

 

  Taschenbuch bei Amazon für 6.99 €

 

Cover 4 mit Titel und Autor und em   Ebook bei Amazon für 2,69 €

Sie können das Ebook auch ausleihen (sogar kostenlos, wenn Sie bei Amazon Prime registriert sind)

Aus der Buch- Ankündigung:

Spaziergang durch das Leben – Memoiren kann man in jedem Alter schreiben!

Sie möchten schon so lange Ihre Erinnerungen aufschreiben, wissen aber nicht recht, wo Sie anfangen sollen?
Oder Sie wollen Ihre Eltern über deren Leben befragen, finden aber nicht so recht den Einstieg?
Sie möchten gern Tagebuch schreiben, haben aber keine Zeit oder auch keine Lust, jeden Tag systematisch daran zu arbeiten, sondern wollen es lieber locker angehen? Mit diesem Buch können Sie sozusagen das Tagebuchschreiben nachholen und die jetzt noch frischen Erinnerungen für später festhalten.
Vielleicht fühlen Sie sich auch noch viel zu jung, um Memoiren zu schreiben. Sie haben ja noch gar nicht so viel erlebt, meinen Sie, und es wäre etwas albern, jetzt schon über Ihre Erfahrungen schreiben. Aber Sie spüren den Drang, zu schreiben und wissen nur nicht recht, wo Sie anfangen sollen.
Gerade in jungen Jahren, in denen die Eindrücke besonders intensiv sind, lohnt es sich, aufzuschreiben, an welche Kindheitserlebnisse man sich erinnert. Noch sind Sie relativ dicht dran an diesen Begebenheiten, und je älter Sie werden, umso mehr verwässert sich die Erinnerung. Nutzen Sie also ruhig das Privileg, jung zu sein! Machen Sie sich jetzt Notizen, die Ihnen später vielleicht wertvolles Material liefern!
Wenn Sie schon älter sind, haben Sie einen großen Fundus von Erlebnissen und Erinnerungen, den Sie für sich aufschreiben können oder aber weitergeben an Ihre Familie. Sie werden staunen, wie schnell Ihre Erinnerungen aus den grauen verstaubten Ecken des Gehirns bei so konkreten Fragen wieder bunt werden!
Gehen Sie in Ihrem eigenen Leben spazieren, egal, in welchem Alter Sie sind. Schauen Sie mal hier, mal dort, lassen Sie sich treiben in Ihren Gedanken, Erinnerungen und Zukunftsträumen. Sie werden staunen, welche Schätze Sie entdecken!
Interessant ist es aber auch, die eigenen Eltern oder andere Verwandte zu bitten, die Fragen schriftlich zu beantworten. Und wenn denen das zu kompliziert ist, kann man anhand der Fragen wunderbar ein lockeres Interview mit ihnen führen und mit dem Handy oder Diktiergerät aufnehmen. Sie werden staunen, wie plötzlich die Erinnerungen nur so sprudeln, je konkreter Sie fragen!
Ich gebe Ihnen mit Anekdoten und Fragen aus verschiedenen Lebensbereichen viele Anregungen.
In dem gedruckten Buch finden Sie hinter jedem Thema einige leere Seiten, auf denen Sie gleich Ihre Notizen schreiben können. Im Ebook geht das natürlich nicht. Legen Sie beim Lesen oder beim Interview mit Ihren Eltern oder anderen Verwandten einfach ein schönes Notizbuch bereit, in das Sie schreiben können.
Kleiner Tipp: Das gedruckte Buch ist auch als Geschenk für schreibbegeisterte Freunde und für Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten gut geeignet (bei denen es doch immer schwierig ist, etwas Passendes zu finden …)

Bei Amazon finden Sie eine kurze Leseprobe. Auf meiner Website können Sie sich eine Beispielseite mit Foto ansehen. Stöbern Sie doch mal in ihren Fotoalben und schreiben eine kleine Geschichte zu einem Bild!

2. August 2013 at 19:20 1 Kommentar

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