Posts filed under ‘Tagebuchschreiben’

Tagebuch und Geheimnis – ein Cartoon

Vor einigen Tagen sah ich diesen klugen und witzigen Cartoon von D. Rabenau in unserer Tageszeitung. Ich bewundere das, wie er mit wenigen Worten und Bildern komplexe Situtionen erfasst. Und ich bedanke mich sehr herzlich, dass Herr Rabenau mir erlaubte, diesen Cartoon zu verwenden.

Rabenau TagebuchQuelle : Neue Osnabrücker Zeitung

In meinem Buch über das Tagebuchschreiben gibt es ein Kapitel über Intimität und Geheimnis. Das hat der Knilch natürlich nicht gelesen 😉

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14. Februar 2016 at 18:37

Die spinnen, die Finnen!

In Finnland soll Schreiben mit der Hand ab 2016 nicht mehr im Lehrplan stehen – statt desssen soll Tastaturschreiben gelehrt werden. Zumindest steht das in einem Artikel der Helsinki Times. (Klick zum Link)

Falls diese Entscheidung stimmt, halte ich sie für totalen Blödsinn. Entschuldigung, da fallen mir keine feinsinnigen Formulierungen ein, psychologisch geschulte schon gar nicht. Es reicht der gesunde Menschenverstand, um eine solche Entscheidung für einen Rückschritt zu halten.

Ja, es ist sinnvoll, wenn Schulkinder das Schreiben auf der Tastatur routinemässig lernen. Das hat meine Generation leider nicht erlebt, und auch ich wurschtele nach mehreren Büchern immer noch mit einem eigenen Acht-Finger-System über die Tasten. Ich habe mehrere Kurse besucht, aber der Alltag erforderte immer zügiges Schreiben, und da blieben die ASDF-JKLÖ-Übungen auf der Strecke. Ja, ich finde es sehr wichtig, dass an allen Schulen früh das Tastaturschreiben gelehrt wird.

Aber deshalb diese grundlegende kulturelle Fähigkeit des handschriftlichen Schreibens einstampfen? Es gibt mehrere Untersuchungen, die die Wichtigkeit der Entwicklung der Feinmototik durch Handschrift belegen (Hab jetzt leider keine Zeit, sie rauszusuchen). Aber welche eine Verarmung überhaupt: Keine Liebesbriefe mehr, an denen man sich noch nach Jahren erfreut, keine Zettelchen auf dem Küchentisch mehr, wenn man nach Hause kommt, keine schnellen Notizen auf dem Block, und kein #Tagebuchschreiben mehr? Die spinnen, die Finnen!

Wenn Sie noch mehr darüber lesen möchten, hier ist eine interessante Stellungnahme. Und hier ist die Website der Initiative Schreiben e.V., die sich für die Handschrift engagiert.

3. Dezember 2014 at 19:49

Tagebuchschreiben, Jogi Löw, Weltmeisterschaft und Emma

Puh, da kommt einiges zusmmen in der Überschrift, was? Also der Reihe nach:

In der letzen Woche gab es in der WELT einen Artikel über das #Tagebuch von Jogi Löw: Trainer-Notizen – Joachim Löw verewigt sein Seelenleben im Tagebuch  .  Ja, Sie lesen richtig: Der Mann schreibt Tagebuch, und er nutzt es auch, um seine Arbeit zu strukturieren und zu reflektieren.Im Schreiben kann man eben gut nachdenken!

Und in diesem Artikel, der übrigens auf der Sport-Seite erschien, werde auch ich unsportliche Psychologin erwähnt, welche Ehre!

Seit dem Finale gestern sieht es so aus, als seien seine Tagebuch-Notizen durchaus klug gewesen ;-). Tagebuchschreiben ist eben nicht nur was für feinsinnige Seelenwühler, sondern ist auch für handfeste Lebensfragen hilfreich.

Und heute bejubelt die Zeitschrift #EMMA, die nicht als Freundin harter Männer bekannt ist, den „neuen Mann“ verkörpert durch Jogi Löw. Tja, dieser „neue Mann“ schreibt Tagebuch!

Überschrift des Artikels: Warum hat Angela Merkel den Jogi Löw nicht geküsst?

Manches muss eben ein Geheimnis bleiben …

 

 

 

14. Juli 2014 at 10:56

Tag des Tagebuches 2014

Der 12. Juni wurde zum Tag des Tagebuchs ernannt, weil dies der Geburtstag von Anne Frank war. Viele junge Menschen, darunter auch ich mit 13 Jahren, wurden durch sie zum Tagebuchschreiben animiert. Von meinen Recherchen und vielen Leserbriefen weiß ich, dass viele bis heute schreiben, aber auch, dass viele es irgendwann aufgaben, es einfach einschlafen ließen. Von denen, die mir schreiben, bedauerten es etliche.

Auch mir geht es oft so, dass ich „eigentlich“ keine Zeit zum Tagebuchschreiben habe, aber ich versuche, wenigstens für jeden Tag einige Notizen zu machen. Ich finde das Leben intensiver, wenn die Tage nicht wie eine Wolke dahinschweben, sondern auch später noch greifbar sind. Erinnerungen helfen mir,  mich in meinem Leben zu Hause zu fühlen, nicht nur heute, sondern eingebettet in den Strom meines Lebens, der sich aus vielen Quellen, Einflüssen, Gedanken, Gefühlen, Träumen und Erlebnissen speist. In meinem Buch über das Tagebuchschreiben habe ich viele Aspekte davon beschrieben.

Heute ist im Münchner Merkur ein großartiger Artikel von Verena Usleber über das Tagebuchschreiben. Der Titel ist „Mein Lebensarchiv“. Unter anderem wurde auch ich interviewt, und im Umfeld des Artikels machte ich auch noch eine nette Bekanntschaft.

Hier können Sie ihn online lesen

Hier finden Sie den Artikel  als pdf-Datei:  mein-lebensarchiv.Münchner Merkur 12.Juni 2014

Die Hamburger können heute zum Diary Slam gehen. Auszug aus der Ankündigung:

„Der „wohl witzigste Slam überhaupt“ (Hamburger Morgenpost) wird 3 Jahre alt!
Und lädt ein zu einem „Best-of-Slam“auf ganz großer Bühne: Hartgesottene Diary-Slam-Größen aus Hamburg, Berlin und Stuttgart treten an und geben tiefe Einblicke in ihre eigene Jugend. Ein Abend voll wohliger Gänsehaut und schlimmer Déjà-vus.

Gefeiert wird außerdem das Erscheinen des Taschenbuch-Sammelbandes „Ich glaube, ich bin jetzt mit Nils zusammen. Das Beste aus wieder ausgegrabenen Jugend-Tagebüchern“ .“

Im Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde/Westfalen findet am 13. und 14. Juni eine Hommage an das Tagebuch statt, die TAGEBUCHTAGE. Aus der Ankündigung:

„Zwei Tage, sechs Tagebücher, sechs Fragezeichen. Auf den TAGEBUCHTAGEN am 13. und 14. Juni 2014 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg widmet sich eine illustre Auswahl renommierter Künstler einer ebenso illustren Auswahl an Tagebüchern. Ein einmaliges Festival, bei dem Literatur auf Musik, Tanz, Theater und Performance trifft und die gelebte Zeit anderer zum Erlebnis wird!“

Das Programm sieht wirklich spannend aus.

Mehr darüber erfahren Sie hier.  Auch die Angaben für die Ticketbestellung finden Sie dort.

Auch die neue Psychologie Heute wiedmet sich dem Thema unter dem Titel „Schreiben entlastet die Seele“ 

Ich kann heute wieder etwas Schönes in mein Tagebuch schreiben: Heute bekomme ich Besuch von einem Freund, den ich seit fast 40 Jahren kenne.

Und Sie? Worüber schreiben Sie heute?

 

 

 

 

12. Juni 2014 at 09:48

Noch ein Tipp für einen Glücks-Vorrat: Das Erinnerungs-Glas

Nein, diese Idee stammt nicht von mir, ich habe sie selbst vor einiger Zeit im Internet gefunden und ausprobiert. Sie nehmen ein Glas oder eine schöne Dose für das ganze Jahr. Jeden Tag legen Sie einen kleinen Zettel hinein, auf dem Sie kurz notiert haben, was Sie an diesem Tag positiv erlebt haben, was Sie gern getan haben, worüber Sie sich gefreut haben, worüber Sie gelacht haben, welches Gespräch Ihnen besondere Freude gemacht hat. Da gibt es auch an einem noch so langweiligen Tag immer etwas, wenn Sie sich nur darauf besinnen. Schreiben Sie das Datum dazu.

Erinnerungs-Glas

Am besten legen Sie gleich einen kleinen Block und Stift neben das Glas. Und am Jahresende (oder immer, wenn Ihnen „ömmelig“ zumute ist), öffnen Sie das Glas und erinnern sich an schöne Momente.

Das ist auch ein gutes Gegengewicht für Menschen, die sowieso schon Tagebuch schreiben und sich immer wieder dabei ertappen, wie sie sich in ihrem Elend häuslich einrichten 😉

Suchen Sie schon mal ein großes leeres Glas und spülen Sie es gut aus. Zur Not kaufen Sie noch schnell vor Jahresende ein großes Glas Gurken, dessen Inhalt Sie Neujahr zum Kater-Frühstück anbieten ;-).

 

 

14. Januar 2014 at 14:48 2 Kommentare

Glückstagebuch und andere Tipps

Viele Menschen sagen mir „Ich würde ja sooo gerne Tagebuch schreiben, aber ich habe einfach nicht die Zeit und Ruhe dazu“. Geht es Ihnen auch so? Dann habe ich ein paar Tipps  für Sie, damit dieses Jahr nicht wieder so sang- und klanglos an Ihnen vorbeirauscht.

Führen  Sie ein Glückstagebuch

Damit meine ich weniger ein Tagebuch, das Sie selbst schreiben, sondern eine Art Album, das Sie im Laufe der Zeit zusammenstellen.

Wenn Sie aufmerksam durchs Leben gehen, werden Ihnen immer wieder Zitate, Sinnsprüche oder schöne Bilder begegnen, die Ihnen gefallen und die Ihnen gut tun. Manches davon schreiben Sie auf einen Zettel, den Sie dann nicht wieder finden, oder Sie fotokopieren etwas und es bleibt in der Ablage liegen oder verschwindet unter dem Wust von Zetteln an der Pinnwand. Natürlich können Sie solche Texte auch in Ihr normales Tagebuch einkleben oder abschreiben. Wenn das Tagebuch voll geschrieben ist, sind sie aber schwer aufzufinden. Sie suchen dann endlos nach diesem einen bestimmten Gedicht von Hermann Hesse oder diesem Zitat von Hildegard von Bingen oder der Bildpostkarte, die so witzig und treffend Ihre kleine „Spezialmacke“ auf den Arm nahm.

Es gibt eine einfache Lösung: Schaffen Sie sich ein großes Extra- Heft an, in dem Sie solche Glücks-Vorräte sammeln! Sie können ein normales Foto- Album nehmen (das bläht sich nicht auf, wenn Sie viel hineinkleben) oder ein spezielles Sammler- Album, in dem jede zweite Seite perforiert ist, so dass Sie nach Bedarf Seiten herausnehmen können, wenn das Album zu dick wird. Es gibt auch sehr schöne Bücher mit Spiralbindung, von denen Sie dann zwischendrin einige leere Seiten entfernen können.

 Wenn Sie beim Einkleben alle Sinne beglücken wollen, nehmen Sie den altmodischen italienischen Papierleim, der so unwiderstehlich nach Mandeln und altem Büro riecht und aus einem kleinen Döschen mit einem Pinsel aufgetragen wird.

Glückstagebuch m.W.

Schreiben Sie immer das jeweilige Datum dazu. In ein paar Jahren werden Sie erstaunt sein, wie sehr Ihre Einträge Ihre jeweilige Lebenssituation widerspiegeln. Im Laufe der Zeit schaffen Sie sich mit diesem selbst gestalteten Album einen kleinen „Vorrat an Glück“, der Ihnen auch in schwierigen Zeiten immer zur Verfügung steht. Manchmal ist es ein einziger Satz, der die Perspektive verändert und den inneren Durchbruch bringt! Und wenn Sie ein solches Album regelmäßig gestalten, fallen Ihnen häufiger als vorher bedeutsame und positive Zitate, Bilder oder Lebensregeln auf. Das allein kann schon eine kleine Korrektur der oft so problembeladenen Wahrnehmung bewirken. Und dann können Sie in Ihrem „eigentlichen“ Tagebuch über Ihre neuen Einsichten schreiben, Pläne entwickeln, Ihr eigenes Leben in die Hand nehmen und gestalten.

Oder doch lieber ein Kalender-Tagebuch?

Jetzt am Anfang des Jahres bekommen Sie ihn ganz preiswert: einen Geschäfts-Kalender oder „Chef-Kalender“, in dem für jeden Tag eine Seite vorgesehen ist. Benutzen Sie ihn aber nicht als Terminkalender, sondern nur als Tagebuch. Nehmen Sie sich jeden Abend einige Minuten Zeit, den Tag Revue passieren zu lassen. Schließen Sie die Augen, gehen Sie in Gedanken den Tag durch und notieren Sie, was Sie gemacht haben, wen Sie getroffen haben, welche Ideen Ihnen gekommen sind, vielleicht noch, wie das Wetter war und wie Sie sich fühlten.

Chefkalender

Falls Sie ein spezielles gesundheitliches Problem in seinem Verlauf dokumentieren müssen, können Sie einen kleinen Bereich der Seite dafür reservieren.

Auch das ist Ihnen noch zu viel Aufwand? Jeden Tag schreiben? Dann überlegen Sie mal, ob ein Monatstagebuch besser zu Ihnen passt:

Ein Monatstagebuch schafft Überblick

Auch hier: Suchen Sie sich ein schönes Notizbuch aus, das Sie gern in die Hand nehmen. Lassen Sie an jedem letzten Tag eines Monats die vergangenen Wochen an Ihrem inneren Auge vorbeiziehen und notieren Sie die wichtigsten Ereignisse stichpunktartig auf einer einzigen Seite. So haben Sie über die Jahre hinweg einen guten Überblick über die wichtigsten Stationen Ihres Lebens.

Auch wenn Sie ohnehin täglich schreiben, lohnt sich diese Mühe. Am Ende eines Monats Bilanz zu ziehen, kann ein fast meditatives Ritual werden, das Ihnen immer wieder hilft, die Richtung Ihres Lebens zu bestimmen.

Noch mehr Tipps finden Sie in meinem Buch über das Tagebuchschreiben, das es als Ebook und als Taschenbuch gibt.

 

7. Januar 2014 at 12:35 Hinterlasse einen Kommentar

50 Jahre Tagebuchschreiben – und wieder ein Interview

In diesem Monat kann ich ein Jubiläum feiern: Ich schreibe seit 50 Jahren Tagebuch, und es macht mir immer noch Freude. Ich könnte auf vieles verzichten, nur nicht auf das Tagebuchschreiben.

Passend zu diesem Jubiläum interviewte mich vor ein paar Wochen Uta Missling von der Zeitschrift „Bella“ zum Thema Tagebuchschreiben. Es macht immer wieder Spaß, mit gut vorbereiteten Journalisten zu fachsimpeln.

Ich muss gestehen, obwohl ich ganz gern Frauenzeitschriften lese, „Bella“ kannte ich nur vom Vorbeigehen an der Zeitschriften-Abteillung. Natürlich habe ich sie jetzt gekauft, und als Frau, die sowohl ihren Kopf als auch ihre Hände gern benutzt, hat es mir Spaß gemacht, darin zu stöbern. Viele gute Anregungen. (Ich sehe jetzt schon einige Leute die Nase rümpfen, die „sowas“ angeblich nur beim Friseur lesen).

Jetzt ist der Artikel erschienen, hier können Sie ihn lesen.

 

22. September 2013 at 17:40 Hinterlasse einen Kommentar

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