Posts tagged ‘Dankbarkeit’

Auf ein Neues!

Ja, Sie haben gute Vorsätze gefasst. Ja, Sie haben viel Geschimpfe über das alte Jahr 2016 gelesen. Keine Bange, ich werde hier jetzt nicht auch noch tiefsinnige Gedanken über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbreiten.

Ich bin einfach dankbar, in diesem Land leben zu dürfen, in dem wir unsere Meinung sagen dürfen, ohne im Gefängnis zu landen.

In einem Land, wo eine Bürgerinititative, die kritisch mit politischen Entscheidungen und mit Politikern umgeht, keine Verfolgung fürchten muss.

In einem Land, wo trotz aller Probleme die medizinische Versorgung besser ist als in den meisten Ländern auf der Welt.

In einem Land, wo trotz aller Probleme Menschlichkeit immer noch einen hohen Stellenwert hat.

Und ganz persönlich bin ich dankbar, dass das Schicksal mich vor vielen Jahren nach allerlei Wegen durch die Welt wieder nach Norddeutschland geführt hat, wo ich bei Spaziergängen auch bei „schlechtem“ Wetter so wunderbare Lichtstimmungen genießen kann, die mich an Kindheitstage erinnern.

Ich wünsche Ihnen ein Jahr 2017, in dem Sie an jedem Tag, egal wie schwierig er sein mag, noch etwas finden, um sich zu freuen und dankbar zu sein.

 

lichtstimmung-winter-m-w

 

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4. Januar 2017 at 15:14

Mein Kalender 2016 „Impulse für ein gutes Jahr“ – Restexemplare zum Sonderpreis

Mein  Tischkalender „Impulse für ein gutes Jahr“.  mit Fotos und Anregungen zum Nachdenken ist noch in wenigen Restexemplaren erhältlich – zum Sonderpreis. Kleiner Tipp: Die Impulse sind natürlich auch unabhängig vom Kalendarium zu nutzen 😉 .

Kalender Titel 2016 mit Namen und Copy (Medium)

Impulse 2016 Mosaik 9 Bilder

Ich versende den Kalender als Tischkalender mit Aufsteller im Format DIN A5 zum Preis von 6,00 € inklusive Versandkosten. (Bitte senden Sie mir eine Mail).

Falls sie eine persönliche Widmung möchten, schreiben Sie das bitte dazu.

 

 

 

17. Dezember 2015 at 19:44

Immer wieder staunen …

Das hier war unsere Gemüseernte vor einigen Tagen:

Gemüse-Ernte mit Wasserzeichen

Tomaten, grüne und gelbe Zucchini, Mini-Auberginen, Blauhilde-Bohnen, die beim Kochen grün werden.

Auch wenn ich auf dem Lande aufgewachsen bin und auch wenn wir seit vielen Jahren einen Garten haben – ich kann immer noch und immer wieder wie ein kleines Kind staunen über die Wunder der Natur und den Pflanzen beim Wachsen zuschauen. In Zeiten, als ich weder Garten noch Balkon hatte, waren Zimmerpflanzen meine grünen Lebensgenossen. Und draußen spazierengehen und den Bäumen beim Wachsen zusehen kann man ja überall.

Komplimente für diese Erntepracht und die Arbeit, die natürlich auch damit verbunden ist, gebe ich übrigens gern an meinen Mann weiter  😉

20. August 2015 at 09:25

Gartenfreude

Ich war eine Weile recht still hier, das Gesundwerden dauerte ein bißchen  länger.

Und jetzt werden wieder die Stapel auf dem Schreibtisch abgearbeitet, und in der Pause genieße ich die Natur. Der Gang durch unseren Garten ist jetzt für mich eine große Freude. (Danke an meinen lieben Mann, der alles so liebevoll pflegt).

Die erste Zucchini (der erste Zucchino?) ist da, der Rosenbogen strahlt gegen den blauen Himmel, eine samtige Rose ist so schön, dass man sie streicheln möchte, und in unserem wilden Blumenbeet, das wir für die Insekten angelegt haben, wimmelt und brummt es. Manchmal lassen sich zwei Hummeln gleichzeitig auf einer Blüte nieder. Stundenlang könnte ich da schauen.

#Dankbarkeit

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8. Juni 2015 at 12:41

Manchmal kommt einem das Leben dazwischen …

… und dann verschieben sich die Prioritäten. Und dann kommt das Blog leider zu kurz. Erst eine wochenlange Erkältung (wie so viele in diesem Winter und Fühjahr), dann eine wunderschöne Studienreise in die Eifel und an die Mosel , und dann musste ich ins Krankenhaus zu einer Operation. Nichts ganz Schlimmes, danke für die guten Wünsche! Ich erwähne das hier nur, um mal ganz deutlich DANKE zu sagen. Ich war im Krankenhaus in Ostercappeln.  Und ich habe mich wieder dort gut aufgehoben gefühlt – und glauben Sie mir: Ich kann vergleichen! Ich war mehrmals dort. Auch Familienangehörige sind dort operiert worden,  und wir haben alle die Erfahrung gemacht: Man wird dort nicht nur technisch, sondern auch menschlich auf hohem Niveau behandelt. Dabei stehen die Mitarbeiter dort unter dem gleichen Streß wie in anderen Kliniken. Auch sie müssen viel Zeit der Dokumentation widmen, die sie viel lieber für Patienten hätten. (Kleiner Tipp: Wenn Sie das nächste Mal in einer Praxis oder einer Klinik sind, äußern Sie Verständnis, statt sich zu beklagen).

Ein großes DANKE also an alle, denen ich dort begegnet bin, in der Aufnahme, in der OP-Vorbereitung, bei der OP, auf der Station und später in der Nachsorge. Ihnen ist es zu verdanken, dass eine an sich unangenehme Erfahrung zu einer angenehmen Erinnerung wird.

Als ich im sauberen Krankenhaus-Bett lag, dachte ich wie so oft an meine Großmutter väterlicherseits, die schwer krebskrank mit einer offenen, nicht heilenden Bauchwunde mehrere Jahre mehrmalige Flucht unter unsäglichen Zuständen leben musste und schließlich mit 47 im Lager starb. Sie hätte sich ein richtiges Bett statt eines harten Feldbetts gewünscht … obwohl ich ein empfindsames Prinzesschen auf der Erbse bin, werde ich da innerlich doch ganz bescheiden und bin zufrieden. Im Radio hörte ich die Nachrichten über das Erdbeben in Nepal. Da werden die eigenen Probleme erst recht ganz klein.

Jetzt normalisiert sich das Leben, in der Zwschenzeit hatte ich mehrere schöne Begegnungen und Erlebnisse, und heute konnten wir den freien Tag genießen.

Ein schönes Wochenende, genießen Sie jede Stunde!

14. Mai 2015 at 17:16

Muttertag für Fortgeschrittene …

… für Fortgeschrittene im Alter nämlich. Da ist das kein Pflichttag mehr, an dem man sich unter Druck fühlte, sein „Mütterlein zu ehren“ und zu beschenken. Da ist das eher ein Tag des lieben Gedenkens an die Mutter, die man so gern noch hätte.

Meinen letzten Artikel zum Thema Muttertag schrieb ich in diesem Blog vor 5 Jahren. Erfüllt von der Dankbarkeit, noch eine Mutter zu haben. Nun sind meine Geschwister und ich seit drei Jahren „Waisenkinder“, wie die meisten in unserem Alter. Merkwürdig finde ich immer noch, dass man tatsächlich mit über 60 noch die Eltern vermissen kann. Früher hätte ich das als psychisch gestört interpretiert. Mittlerweile sehe ich es eher als Teil der Wertschätzung, die während des eigenen Älterwerdens gegenüber den Eltern immer mehr wächst.

Das gehetzte Geschenke-Besorgen auf die letzte Minute sehe ich jetzt eher mit mildem Sarkasmus, das unbeholfene Muttertagsgeschenk aus Kindergarten-Zeiten, das ich in meinem Fotoalbum finde, rührt mich an.

Muttertag Kindergarten Muttertag Kindergarten 2

Klar führte da die Kindergarten-„Tante“ die Hand, aber ich erinnere mich an den Stolz, etwas „selbst geschrieben“ zu haben.

Eines der späteren Geschenke zum Muttertag war eine Vase im typischen Nierentisch-Design der fünfziger Jahre. Heute nicht wirklich mein Geschmack, aber ich halte diese Vase aus dem Nachlass meiner Mutter in Ehren. Sie hat einen Sprung und leckt, und so kann ich sie nur mit künstlichen Blumen füllen. (Eigentlich auch nicht mein Geschmack, aber eine leere Vase ist dann doch zu trist). Sie steht in meinem „Ahnenschrein“ , einer kleinen Ecke in meinem Büro, die mich an meine Wurzeln erinnert, aus denen ich viel Kraft schöpfe.

 

Muttertag Blumenvase

 

Ein beliebtes Geschenk bei kleinem Budget waren auch Tropfenfänger in Schmetterlingsform. Wofür man so etwas braucht? Na, damit der Kaffee nicht beim Einschenken auf die „gute“ Tischdecke tropft! So sah das aus:

Tropfenfänger rosa grün

 

Im Kindergarten hatten wir ein Lied gelernt, das wir erst sehr spät in die Tat umsetzen konnten:

Liebes gutes Mütterlein

will dir was erzählen.

Meine Händchen sind noch klein,

dürfen jetzt noch spielen.

Aber Mutter glaub es mir,

wenn ich groß bin, helf ich dir.

Dann darfst du im Sessel ruhn

und ich werd die Arbeit tun.

Bei unserer Mutter, die der tapferen Kriegsgeneration einer kinderreichen Familie angehörte, hatten wir dazu erst die Chance, als sie selbst krank war. Sie, die immer anderen half, konnte es nur schwer ertragen, untätig sein zu müssen.

Sobald es ihr besser ging, war sie wieder aktiv. Unvergessen, wie ich sie bei einem mehrtägigen Besuch in unserem Haus zum Frühstück wecken wollte und sie im Nachthemd dabei erwischte, dass sie unsere Wäsche bügelte. „Ach Kind, ich war schon um 5 Uhr wach, und du hast ja auch nicht so viel Zeit für alles“.

Sie liebte Gartenarbeit. Dabei war Unkraut ihr persönlicher Feind, besonders das, was sich in Fugen auf Gartenwegen hielt. Auch wenn sie eigentlich zu Besuch war, damit wir uns ein paar schöne Tage machen konnten, wollte sie helfen. Ich habe bis heute das Kartoffelmesser, das mit seiner rundgeschliffenen Spitze an seine Einsätze als Fugenkratzer erinnert.

Als wir vor Jahren den Stein für das Grab meines Vaters aussuchten, sagte sie: „Die Schrift muss aber höher, da muss ich ja später auch noch stehen“.

Da steht ihr Name nun auch. Sie bekam vor drei Jahren bei der Gartenarbeit in ihrem eigenen Garten einen Schlaganfall und starb zwei Tage später. Nun hat sie Blumen auf ihrem Grab.

Wir hatten eine wunderbare Mutter. Nicht nur am Muttertag.

 

 

 

 

11. Mai 2014 at 14:25

Krankenhaus und Dankbarkeit

… merkwürdige Zusammenstellung, finden Sie? Als ich gestern aus einer kurzen Vollnarkose aufwachte, war genau das mein Gefühl: Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, in einem Land zu leben, in dem unsere medizinische Versorgung so hervorragend ist.

Ich hatte mir im letzten Jahr ein Handgelenk gebrochen. Mehrmals und recht kompliziert. Die Brüche wurden mit Platte und Schrauben fixiert, und so konnte alles gut zusammenwachsen. Jetzt mussten die metallenen Stützen raus. Wieder eine Operation. Und wieder in meinem Lieblings-Krankenhaus, falls es so etwas überhaupt gibt: Das St. Raphaels-Krankenhaus in Ostercappeln. Eine hervorragende Chirurgie, motivierte Mitarbeiter, freundliche Atmosphäre. Das habe ich über etliche Jahre mehrmals selbst erlebt und auch bei Besuchen von Angehörigen erfahren. Hier also ein dickes Lob und Dankeschön an alle, die dort arbeiten!

Nüchtern früh morgens zur ambulanten OP, aufwachen in einem frisch bezogenen Bett, die Schwester fragt, ob ich einen Tee und ein paar Kekse mag, aufstehen soll ich noch nicht, bis der Kreislauf wieder stabil ist. Ein schönes helles Zimmer, Blick aus dem Fenster – und Gedanken an die vielen Menschen auf den Philippinen und in Kriegsgebieten, deren Knochenbrüche ohne medizinische Hilfe schief zusammenwachsen, die keine Vollnarkose und keine Schmerztabletten haben. Die kein sauberes Bett und keine noch so minimale medizinsche Versorgung erleben.

Eine meiner Großmütter starb in einem Flüchtlingslager, mit 47 Jahren. Die Menschen dort lebten in Zelten auf dem nackten Lehmboden. Heute hätte man ihr helfen können, in heutigen Lebensumständen hätte sie ihre Kinder nicht so früh allein lassen müssen.

Im Januar 2014 wird übrigens ein OP-Team um Dr. Martin Gerdes aus Ostercappeln nach Burkina Faso in Westafrika reisen, um dort Patienten einige Wochen lang kostenlos zu operieren, die sich eine notwendige OP nicht leisten können und z.B. an einem Leistenbruch sterben.

Wenn Sie dieses Projekt unterstützen wollen, finden Sie hier mehr Informationen.

Ja, auch wenn krank sein Niemandes Lieblingsbeschäftigung ist – wir können gerade, wenn wir krank sind, sehr dankbar sein, hier in Deutschland zu leben. Trotz aller Kritik, die oftmals sicher berechtigt ist. Ich habe es ja auch schon anders erlebt, aber gerade deshalb registriere ich das Positive hier. Und:

Jetzt bin ich ein paar Gramm leichter 😉

Schrauben und Platte

19. November 2013 at 19:07

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