Tempolimit – ja bitte!

Ich bin fürs Tempolimit, und ich habe praktische Erfahrung damit:

Beispiel Nr.1: In den achtziger Jahren galt mal eine Weile Tempo 100 (ich glaube, wg. Ölproblemen). Ich musste damals wöchentlich von unserem damaligen Wohnort nördlich von Heilbronn 100 km nach Stuttgart fahren. Die A 81 war damals schon eine Folterstrecke wg. übermäßigem Verkehr. Aber siehe da: Wenn alle 100 fuhren und keiner mit Drängeln und Einscheren nervte, war die Fahrzeit exakt die gleiche wie vorher.

Beispiel Nr.2: Als ich in den Siebzigern in den USA studierte, hatte ich einen uralten VW Käfer, bei dem der Tacho nicht funktionierte. Um kein Knöllchen zu bekommen, orientierte ich mich am fließenden Verkehr (wenn ich mich richtig erinnere, 55 Meilen/Stunde). Tja, und als ich nach Deutschland zurückkam, saß das so tief drin, dass ich noch monatelang auf jeder Autobahn ein Verkehrshindernis war. 

Mittlerweile wurde das Tempolimit in den USA zwar erhöht, aber in den meisten Bundessaaten gilt 70 Meilen/Stunde, nur in Texas 80 Meilen/Stunde (siehe hier).

Wenn das in diesem riesigen Land funktioniert, leuchtet es nicht ein, dass das in Deutschland nicht funktionieren sollte.

Beispiel Nr 3: Das kennen alle, die schon in anderen Ländern mit dem Auto unterwegs waren. Wo es Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt, wird weniger gerast, man kommt gut voran, und das Fahren ist stressfreier.

Und nein, ich fühle mich nicht in meiner Freiheit beeinträchtigt, wenn ich nicht immer bis an den Anschlag des Tachos fahren kann.

Auch nicht, wenn ich mal eine Weile hinter einem LKW herfahren muss. Ich hoffe, damit kann ich meinen fast 50 Jahren unfallfreies Fahren noch etliche Jährchen hinzufügen.

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22. Januar 2019 at 17:28

Donnerstag 17.1.2019 – Bürgerinitiative „Stoppt B 65 neu“ informiert

Wir haben illustre Gäste eingeladen, und es wird sicher spannend. Übrigens können Sie sich auf unserer Website (Klick) weiterhin kostenlos als Mitglied anmelden.

Hier lesen Sie den Artikel der NOZ/ Wittlager Kreisblatt über die Veranstaltung (Klick).

15. Januar 2019 at 16:58

Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative „Stoppt B65 neu“

Am Donnerstag 17. Januar 2019 um 19 Uhr findet die jährliche Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative im Kurhotel Höger in Bad Essen statt.
Vorschau über die Themen:
Informationen
* über die Aktivitäten des vergangenen Jahres
* den für 2019 geplanten Schnatgang
Diskussion über wichtige Themen aus dem Bereich „B 65 neu“mit
* Bürgermeister Timo Natemeyer
* Kreisrat Dr. Winfried Wilkens
(Thema: Auswirkungen des Planungsbeschleunigungsgesetzes auf die Verkehrs-Planungen im Landkreis Osnabrück und der aktuelle Stand der Planungen im BVWP)
* Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbandes Wittlage
(Thema: potentielle Auswirkungen des Baus einer B65 neu auf das Trinkwassergewinnungsgebiet in Harpenfeld/ Gefährdung des Grundwasserkörpers)

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der Website der BI

18. Dezember 2018 at 17:34

Neuigkeitenbrief des Deutschen Tagebucharchivs

Das Tagebucharchiv hat mir vor einiger Zeit erlaubt, die Neuigkeitenbriefe in mein Blog einzubinden. Der aktuelle Brief ist voll mit interessanten Informationen, Veranstaltungen, Forschungsprojekten … seht selbst!

 

 

 

 

 

Hier könnt Ihr den Brief herunterladen.

2018. Dezember. DTA-Neuigkeitenbrief_04-2018_14.12-1

Und falls Ihr selbst ihn gern abonnieren möchtet: Bitte sehr:

Neuigkeitenbrief Tagebucharchiv

 

 

15. Dezember 2018 at 12:28

Ministerpräsident Weil in Bad Essen

Wie berichtet, besuchte der niedersächsische Ministerpräsident Weil im Rahmen seiner Bürgertreffen „Auf ein Wort“ auch Bad Essen. Die Fragen, die auf Bierdeckeln eingereicht wurden, deckten ein breites Spektrum ab.

Wir von der Bürgerinitiative konzentrierten uns auf Fragen die B 65 betreffend. Erfreulich war, dass der Ministerpräsident sich gut vorbereitet auf das Thema zeigte. 

  • Zum Thema Trassenplanung sagte er, diese habe zunächst keinerlei Verbindlichkeit. Er wisse nicht, wer so eine Trasse überhaupt plane.
  • Die Menschen hier in der Region hätten gute Argumente gegen diese Planung, und die könne er nachvollziehen.
  • Er könne sich nicht vorstellen, dass etwas umgesetzt wird, das in der Region so vehement abgelehnt wird
  • Das Projekt „B65 neu“stehe nicht in der Prioritätenliste weit oben, da seien andere Projekte wichtiger. Wann die Planung spruchreif werde, wisse niemand. Die Bürgerinitiative brauche auf jeden Fall einen langen Atem.
  • Er nahm den Hinweis auf, dass sowohl der Landkreis als auch die Kommune und die Bürgerinitiative an einem Strang ziehen und gemeinsam dafür sind, die bestehende B65 besser auszubauen, wo nötig, aber nicht eine neue Trasse durch die Landschaft zu planen.

 Am Ende der Veranstaltung überreichte die Bürgerinitiative dem Ministerpräsidenten eine ausführliche Dokumentation der BI „Stoppt B65 neu“.

Insgesamt fand ich, es war eine gelungene Veranstaltung, in der viele Themen zur Sprache kamen. Besonders gefiel mir, dass Herr Weil definitiv nicht ein Verteter des in Politikerkreisen verbreiteten „Male Answering Syndrome“, ist  😉  . Er sagte ehrlich, wenn er zu einem Thema keine Antwort wusste, „ehe ich hier zu schwafeln anfange“. Eine solche uneitle Haltung würde ich mir von manchem Politiker wünschen, der pseusoschlaue Worthülsen absondert statt schlicht zu sagen: „Ich weiß es nicht“.

Lesen Sie auch den Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung/Wittlager Kreisblatt

22. August 2018 at 16:49

Erfolgreicher Schnatgang bei herrlichem Wetter

Am Samstag, 7. April fand der neue Schnatgang der Bürgerinitiative von Wimmer aus statt. Im Vorfeld hatten sich schon weit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, und beim Start wurden schließlich fast 150 gezählt!

Ein langer Zug von Erwachsenen. Jugendlichen und Kindern, mit Kinderwagen und Fahrrädern, begleitet auch von Familienhunden, machte sich auf den Weg. Einige Teilnehmer äußerten, ihnen sei wichtig, dass ihre Kinder, um deren Zukunft es letztendlich ginge, anschaulich miterleben, wofür ihre Eltern sich einsetzen.

Auch der Bad Essener Bürgermeister Timo Natemeyer, mehrere Ortsbürgermeister, Mitglieder des Gemeinderates und der Ortsräte nahmen teil und bekundeten so ihr Engagement für den Erhalt der Bad Essener Landschaft.

An der Wimmer Schule begrüßten Claus Fricke und Volker Schulte die Teilnehmer mit einigen Hinweisen zum Projekt B65 neu. Er klärte vor allem die Irrtümer auf, die in Bad Essen kursieren:

„Wir werden oft gefragt, warum macht ihr das alles noch, die neue Straße kommt doch sowieso nicht mehr. Diese Meinung hat sich verbreitet und ist genauso gefährlich wie falsch!

Durch den Beschluss des Bundestages zum BVWP wurde der Planungsauftrag an das Land vergeben und geht nun seinen bürokratischen Lauf, und den hält bekanntlich weder Ochs noch Esel auf. Und Planungsauftrag ist erst mal die gesamte Strecke. Teillösungen auf der Bestandsstrecke sind möglich, aber nicht favorisiert.

…Mit Beginn der eigentlichen Planung, ca. ab 2021/22, wird eine Entscheidung fallen, ob und in welcher Form das Vorhaben umgesetzt wird. Das Vorhaben ist also nicht am Ende, sondern hat noch gar nicht richtig begonnen! … Wir müssen also aufmerksam und aktiv bleiben, damit auch in Hannover ankommt, wie wichtig uns unsere Landschaft ist!“

Auch Ortsbürgermeister Eckhard Halbrügge begrüßte die Teilnehmer und freute sich darüber, dass so viele Menschen aus der ganzen Gemeinde den Weg nach Wimmer gefunden haben.

Die große Gruppe bewegt sich zunächst ein Stück Richtung Osten mit Blick auf Hördinghausen. Dort erörterte Claus Fricke, welche Konsequenzen der Bau einer neuen B65 für diesen Teil der Gemeinde bedeuten würde:

Ein Lohn-und Tiefbau-Unternehmen in Hördinghausen würde z.B. nicht mehr Baustellen und Felder mit den Maschinen direkt erreichen können, sondern der Schwerverkehr würde direkt durch Wimmer laufen müssen, da nur wenige Unterführungen der hohen Trasse eine Durchfahrt nach Norden erlaubten. Das Gleiche gelte für die Landwirte und die Bewohner von Hördinghausen und Dahlinghausen: Sie müssten alle den Umweg über Schröttinghausen oder Wimmer nehmen, um nach Norden zu kommen.

Entlang von Markierungs-Pfählen, die das Vorbereitungsteam der BI in das Gelände gesteckt hatte, erwanderte die Gruppe dann weitere Punkte, die direkt an der geplanten Trasse liegen.

Birgit ten Thoren wies eindrucksvoll auf die Folgen eines solch massiven Baumwerks und solcher Erdbewegungen für die Natur hin, auch für den Bestand an Tieren. Insbesondere Kiebitz und Rebhuhn in dieser Gegend wären beeinträchtigt und gefährdet, auch der Lärm bedeutet eine große Belastung. Die Summierung negativer Effekte könne im Bereich einer solchen Straße zum Rückgang der Tierwelt um 40 % bewirken. Eindrucksvoll führte sie die komplexen Prozesse auf, die dabei ineinandergreifen.

Durch die Höhe der Trasse wären auch die umliegenden Ortschaften stark von Lärm beeinträchtigt.

Am Hof Weishaupt, in dessen unmittelbaren Nähe die Trasse verlaufen würde, wurde eine längere Pause eingelegt. Hugo Weishaupt begrüßte die Gäste, und im Hof des wunderschönen Anwesens bewirtete Bewohner Carl Potting die Gäste mit vielfältigen kalten und warmen Getränken. Herzlichen Dank dafür!

Nächster Haltepunkt war das Pumpenhaus an der Kreuzung Angelbecker Straße. Dort hatten Sebastian Klostermeier und Torsten Bexter mit Hochladern die Breite und Höhe der Trasse einer neuen B 65 eindrucksvoll markiert. Etliche Teilnehmer äußerten sich erstaunt: So schlimm hätten sie sich das alles nicht vorgestellt!

 Der nächste Haltepunkt lag nordöstlich von Brockhausen. Dort führte Sebastian Klostermann aus, welche Folgen eine B65 neu für die ganze Landwirtschaft im Bereich von Bad Essen hätte. Auch er betonte, die Landwirte könnten ihre Felder nicht mehr auf den bislang gut ausgebauten Wirtschaftswegen erreichen, sondern müssten die wenigen Durchlässe nutzen, die zumeist an den Dörfern liegen. Das bedeute für die für alle betroffenen Dörfer im Bereich der neuen B 65, dass der ganze landwirtschaftliche Verkehr, zum Teil mit Großgeräten, durch die Dörfer fahren müsste. Das würde nicht nur für die Landwirte, sondern auch für die gesamte Bevölkerung in den betroffenen Dörfern eine enorme Belastung bedeuten. Auch wäre der hohe Landverbrauch besten Ackerlandes in einem großen Bereich unter Naturschutz-Gesichtspunkten höchst fraglich.

Ziel des Schnatgang war schließlich der Gasthof Tönsmeyer in Brockhausen, in dem fast 100 Teilnehmer mit einem köstlichen Eintopf bewertet wurden. Wir bedanken uns bei Familie Heitmeyer und ihrem Team für die reibungslose Organisation und freundliche Bewirtung.

 Ein ganz besonderer Dank gilt den Freiwilligen Feuerwehren Brockhausen und Wimmer, die zum einen den gesamten Gang begleiteten und zum anderen alle Kreuzungspunkte absicherten. Auch brachten sie kurzfristig Autofahrer von Brockhausen nach Wimmer zurück, die dort ihre PKWs geparkt hatten.

 

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten sich sehr beeindruckt vom Schnatgang, der ihnen erst bewusst machte, was auf dem Spiel steht. Sie wollen weiter dafür kämpfen, dass unsere wunderschöne Gegend nicht durch eine Schnellstraße zerstört wird. Trotz des ernsten Themas herrschte während des Schnatgangs gute Laune, und es entstanden viele intensive Gespräche.

Auch für das nächste Jahr plant die Bürgerinitiative wieder eine Aktion. Lassen Sie sich überraschen!

Hier können Sie weitere Fotos vom Schnatgang sehen.


10. April 2018 at 10:25

Neuer Schnatgang der Bürgerinitiative „Stoppt B65 neu“

Nach dem erfolgreichen Schnatgang 2017 organisiert die Bürgerinitiative im April wieder einen Schnatgang entlang eines Teils der geplanten Trasse.

Nach wie vor wird bei der Landesregierung in Hannover der Bundesverkehrswegeplan mit der neuen Trasse der B 65 als Grundlage der Planung genommen. Ab 2022 ist daher mit der Einleitung eines Raumordnungsverfahrens zu rechnen. Wir wissen aber auch aus verschiedenen Gesprächen in Hannover, dass die einzige Chance, diese Trasse zu verhindern, darin besteht, dass weiterhin aus der Region eine einhellige Ablehnung der Planung erfolgt.

Zur Zeit ist ein Schulterschluss gegen die „B 65 neu“ der ca. 1600 Mitglieder der Bürgerinitiative mit allen Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung von Landkreis und Gemeinde vorhanden. Es wird aber darauf ankommen, diese gemeinsame Position bis 2022 immer wieder deutlich werden zu lassen. Daher würden wir uns sehr freuen, wenn möglichst viele Bürger und Politiker auch in diesem Jahr durch ihre Teilnahme am Schnatgang ein sichtbares Zeichen für das gemeinsame Ziel setzen würden.

Es ist wichtig, dass wir bis zum Planungsbeginn im Jahr 2022 immer wieder Flagge zeigen!

Start: Alte Schule Wimmer, Parkplatz, 9.45 Uhr

Ziel: ca. 12 Uhr Gasthof Tönsmeyer, Brockhausen mit Mittagessen

Der Weg führt von Wimmer über Rabber nach Brockhausen. Unterwegs werden wir Ihnen die Auswirkungen der geplanten Trasse in östlichen Teil der Gemeinde Bad Essen aufzeigen.

Auf halbem Weg werden wir eine Getränkepause einlegen. Die reine Wanderzeit wird ca. 1,5 Stunden betragen.

Im Gasthaus Tönsmeyer haben Sie die Möglichkeit sich mit einem preiswerten Eintopf zu stärken.

Anmeldungen für den Schnatgang und das Essen sind ab sofort möglich:

Über das Anmeldeformular auf unserer Webseite.

– Per Email an: info@stoppt-b65-neu.de

– Per Telefon (Anrufbeantworter): 05472 / 95 81 10

Bitte nennen Sie jeweils die Anzahl und die Namen der teilnehmenden Personen sowie Ihre Telefonnummer.

Selbstverständlich können Sie auch ohne Essen oder mit eigenem Picknick teilnehmen.

Anmeldeschluss: Dienstag, 3. April

Bitte sagen Sie auch Freunden, Verwandten  und Nachbarn ohne Internet Bescheid.

In vielen Geschäften liegen auch Flyer mit Informationen aus.

Sie können den Flyer auch hier als pdf-Datei herunterladen

27. März 2018 at 12:35

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