Erinnerungen an Tante Threse

Sie wurde an einem 16. Mai geboren, und sie starb an einem 16. Mai. 71 harte arbeitsreiche Jahre lagen dazwischen, und irgendein trauriges Geheimnis, das wir bis heute nicht herausgefunden haben, umgab sie: „Tante Threse“ , unsere Großtante, die täglich auf Omas Hof kam und alle Arbeiten erledigte, die in den fünfziger und sechziger Jahren anfielen. Sie liebte uns Kinder über alles, und wir liebten sie. Wir verstanden nicht, warum sie keine Kinder hatte, Frauen hatten doch Kinder! Wir freuten uns, wenn wir bei ihr und ihrem Mann, Onkel Herm, übernachten durften, und wir schauten ihr fasziniert bei der Morgenwäsche zu. Sie hatte einen großen weichen Busen, an den wir uns gern kuschelten. Begeistert sang sie im Kirchenchor, und wenn jemand besonders laut und schräg sang, war das „Tante Threse“, Theresia R.

Wie gerne würde ich sie heute nach ihrem Leben fragen, nach all dem, was sie durchmachen musste, bevor wir geboren wurden. Aber auch unsere Mutter und die Tanten wussten nichts Genaues. Damals in der näheren und späteren Nachkriegszeit gab es wohl in fast jeder Familie eine „Tante Threse“, die einfach da war, irgendwie mit durchgezogen wurde, die sich nützlich machte und über deren Unglück man nichts wusste. Heute wäre ihr 107. Geburtstag. Wir haben sie nie vergessen.

 

16. Mai 2019 at 16:22

Neuer Schnatgang der Bürgerinitiative „Stoppt B65 neu“

Am Samstag, 11. Mai 2019 fand der dritte Schnatgang der Bürgerinitiative „StopptB65 neu“ statt. Trotz des Eisheiligen-Wetters mit kühlen Temperaturen nahmen fast 100 Leute teil, von denen dann 80 auch zum gemeinsamen Essen blieben.

Treffpunkt war der Parkplatz an der Clamors Allee bei Hünnefeld. Kinder, Hunde, Fahrräder, Kinderwagen ergänzten das bunte Bild.

Auch die Landratskandidaten Anna Kebschull (Grüne) und Frank Vornholt (unabhängig) gingen mit und zeigten sich sehr interessiert für das Anliegen der Bürgerinitiative.

Die Teilnehmer wurden begrüßt von Luise von dem Bussche und Philip von dem Bussche, deren Wasserschlösser von einer neuen Trasse der B 65 massiv beeinträchtigt würden.

 

Von der Clamors Allee ging es zur Schlittenbahn, wo Jürgen Frieler anhand von Markierungen zeigte, wie dort die geplante Trasse die Landschaft durchschneiden würde.

 

Nächster Haltepunkt war das von Luise von dem Bussche neu geschaffene Biotop, das dem Landschaftserhalt und der Artenvielfalt dient. Eindruckvoll schilderten sie und Birgit ten Thoren den alarmierenden Rückgang von Tierarten und die weitere Entwicklung des Biotops.

 

Am Ruheforst, dem naturnahen Friedhof, wies Jürgen Frieler die Nähe der geplanten Trasse auf. Kaum vorstellbar erschien es den Teilnehmern, dass hier tatsächlich eine hohe und sehr breite Schnellstraße im Bundesverkehrswegeplan steht.

Weiter ging der Weg …

 Hinter Lockhausen in der Nähe der Brunnen und Biotope wies Uwe Bühning, Geschäftsführer des Wasserverbands Wittlage an der Stelle, in der die Trasse verlaufen würde, auf die Gefährdung der Trinkwassergewinnung hin. Er sprach sich erneut, wie schon bei der Mitgliederversammlung der Bürgerinitaitive im Januar 2019, gegen das Projekt mit seinen unabsehbaren Folgen für die Trinkwassergewinnung eines großen Einzugsbereiches aus.


Am Grillplatz an der Heumaschhütte, von dem aus man einen schönen Blick Richtung Bad Essen und das Wiehengebirge hat, wurde den Teilnehmern gezeigt, wie die Aussicht durch eine mehrere Meter hohe Trasse zerstört wird. Nicht nur für Einheimische, sondern auch für den Tourismus würde dieses wichtige Naherholungsgebiet zerstört.

 Von hier aus bewegte sich der Zug Richtung Ippenburg. Hatte das Wetter bislang gehalten, wurden nun in den letzten Minuten immer mehr Regenschirme gezückt. Im Café Pferdestall von Schloss Ippenburg, wo die Abschlussveranstaltung des Schnatgangs stattfand, stießen Gerda Hövel vom niedersächsischen Verkehrsausschuss, Bürgermeister Natemeyer und Landrat Lübbersmann dazu.

Voktoria und Philip von dem Bussche begrüßten die Gäste.

Philip von dem Bussche bedankte sich auch bei den Feuerwehrleuten aus Harpenfeld und Lockhausen, die den Schnatgang begleiteten und Straßenquerungen absicherten.

Bei einem warmen Eintopf und Getränken im Café Pferdestall in Ippenburg wurden angeregte Gespräche geführt. Schließlich äußerten alle anwesenden Politiker in klaren Statements ihre Ablehnung der geplanten Trasse. Alle betonten, wie wichtig es sei, dass die Bürgerinitiative aktiv bleibt und immer wieder mit Aktionen wie dem Schnatgang darauf hinweist, was auf dem Spiel steht,

Gerda Hövel berichtete, dass es im Verkehrsausschuss keine neue Entwicklung gebe, versprach aber, in Kontakt zu bleiben.

Landrat Lübbersmann bekräftigte, eine solche Planung sei vom Landkreis nicht beabsichtigt gewesen.

Die Landratskandidatin Anna Kebschull betonte, dass aus Gründen des Naturschutzes diese Trasse unbedingt abzulehnen sei.

Landratskandidat Vornholt versprach, sich im Falle seiner Wahl intensiv dafür einzusetzen, dass das Projekt „B65 neu“ im neuen Bundesverkehrswegeplan gestrichen wird.

Auch der Bad Essener Bürgermeister Natemeyer wiederholte seine Stellungnahme, dass die geplante Trasse so nicht kommen dürfe

 Insgesamt kann auch der diesjährige Schnatgang als Erfolg gewertet werden. Viele Teilnehmer, gute Stimmung trotz des durchwachsenen Wetters, gute Gespräche und neue Kontakte – und vor allem kann als Erfolg gewertet werden, dass die lokalen und regionalen Politiker so klar unsere Sache unterstützen.

Und bitte denken Sie daran: In zwei Wochen, am 26. Mai, ist nicht nur Europawahl, sondern im Landkreis Osnabrück auch Landratswahl. Infoermieren Sie sich über die Kandidaten und wählen Sie klug!

 

 

 

12. Mai 2019 at 16:40

Zeitgenössischer Realismus: Susanne Strefel im Schafstall Bad Essen:

Heute Abend wird im Schafstall die neue Ausstellung von Susanne Strefel eröffnet. Ich habe schon viel von Susanne gelernt und freue mich, dass sie in Bad Essen ausstellt.

Und anschließend gibt es wie immer das beliebte Buffet. Wir freuen uns, wenn wieder viele Gäste dazu etwas beitragen 😉

 

10. Mai 2019 at 13:08

3. Schnatgang der Bürgerinitiative am 11. Mai 2019

Am Samstag 11. Mai findet der 3. Schnatgang der Bürgerinitiative „Stoppt B 65 neu“ statt. Informationen findet Ihr auf unserer Website und in den Flyern, die in vielen Bad Essener Geschäften ausliegen. Ihr könnt den Flyer auch als pdf-Datei herunterladen.

 

Bitte kommt zahlreich – das Projekt ist weiter im Bundesverkehrswegeplan, und ab 2021/22 kann mit der Planung begonnen werden! Anmeldungen für den Schnatgang sind ab sofort möglich telefonisch, per mail oder auf unserer Website.

Hier können Sie Berichte und Fotos von den vorherigen Schnatgängen sehen:

Schnatgang 2017

Schnatgang 2018

17. April 2019 at 12:51

Die BI „Stoppt B65 neu“ traf Landratskandidat Frank Vornholt. Transparenz in der Kommunikation mit den Bürgern.

(E.M.) Im Rahmen der Gespräche mit allen Landrats-Kandidaten war auch Frank Vornholt zu Gast bei der Bürgerinitiative. In vertrauensvoller Atmosphäre wurden die Argumente gegen einen Neubau der B 65 ausgetauscht. Der Kandidat aus Melle zeigte sich gut informiert über die Situation in Bad Essen und hörte die Ausführungen der BI-Vertreter anhand einer detaillierten Dokumentation aufmerksam an. Insbesondere das Thema Quell- und Zielverkehr wurde ausführlich besprochen, da ja die Firmen entlang der alten B65 weiterhin auf diese angewiesen sind, auch wenn eine neue Trasse gebaut wird. Hier wurden auch die engen Ortsdurchfahrten der Dörfer an den Verbindungeswegen der alten und neuen Trasse erwähnt- Brockhausen und Lockhausen können auf keine Fall Durchgangsverkehr aufnehmen. Landwirte müssten weite Umwege fahren, um auf ihre Äcker zu kommen, und der Fahrradtourismus, der ein wichtiger Aspekt des sanften Tourismus der Cittaslow-Gemeinde Bad Essen ist, wäre sehr beeinträchtigt. Die Lebensqualität der Dörfer entlang der Trasse wäre durch Lärm sehr beeinträchtigt. Dabei sei es für eine Gemeinde wie Bad Essen wichtig, für junge Familien attraktiv zu sein und die Lebensqualität in Wohngebieten zu fördern.

Auch Umwelt-Aspekte spielten in der Diskussion eine wichtige Rolle. Das Wassergewinnungsgebiet in Harpenfeld, das Hunte-Überschwemmungsgebiet, geschützte Tierarten und der hohe Landverbrauch waren weitere Argumente gegen den Bau einer neuen Schnellstraße. Auch dass das Projekt noch vor der Verabschiedung im Bundesverkehrswegeplan wegen hohem Landverbrauch, Nachteilen für den Naturschutz und hohen Lärmemissionen auf der Streichliste des Umweltbundesamtes stand, war für Frank Vornholt ein wichtiges Argument. Er sicherte der Bürgerinitiative und ihren 1600 Mitgliedern zu, sich im Falle einer Wahl aktiv für die Streichung des Projekts aus dem nächsten Bundesverkehrswegeplan einzusetzen. Durch seine bisherige Tätigkeit im Bundesinnenministerium ist er politisch gut vernetzt, und durch seine eigene jahrelange Erfahrung in der Bürgerinitiative „Keine 380.kV-Leitung am Teuto“ kennt er das politische Engagement an der Basis. Er sieht gute Chancen, das Projekt „B65 neu“ aus dem künftigen Bundesverkehrswegeplan zu streichen, wenn in der Region weiterhin so starke Einmütigkeit herrscht. Für den Fall, dass er zum Landrat gewählt wird, versprach er Transparenz gegenüber den Bürgern und auch gegenüber der Bürgerinitiative. Geheimnistuerei werde es mit ihm nicht geben.

 

16. April 2019 at 09:32

Über den Tellerrand gucken

Ich habe bei meiner neuen Leidenschaft, dem Malen, ja bislang dem Malen in Öl den Vorrang gegeben. Dennoch habe ich  wieder an einem Workshop für Acrylmalerei teilgenommen, und dazu noch mit Schwamm und Spachtel statt mit Pinseln (… und ich habe soooo schöne Pinsel!). Ich musste also gleich doppelt über meinen Schatten springen, aber ich will ja verschiedene Techniken kennenlernen. Während des Workshops hatte ich gelegentlich doch Sehnsucht nach meinen Ölfarben und den Pinseln, mit denen ein weiches Arbeiten mit sanften Übergängen möglich ist. Mit dem Spachtel war alles irgendwie eckiger, abgehackter, grober. ABER: Es kamen Effekte heraus, die ich so noch nicht kannte, und allmählich wurde ich warm mit meinem Bild. WIE warm, sieht man schon an den Farben. Das Bild trägt den Titel „Flammenparadies“.

Es ist doch manchmal ganz gut, die eigenen Vorurteile zu übergehen und den Horizont zu erweitern.

14. April 2019 at 13:54

Ländliches Motiv: Kuh Elsa

Nein, nein, ich werde keine röhrenden Hirsche in Öl malen. Aber als Mädchen vom Lande habe ich mich in die Kuh-Augen von Elsa verliebt und musste sie unbedingt malen, nachdem Dietmar Stiller am vorigen Wochenende in seiner Vorführung bei Boesner seine Schakeline in Acryl vorstellte.

Ich werde mit Acryl immer noch nicht richtig warm und habe Elsa wieder in Öl gemalt. Eine gute Entdeckung sind die wasservermalbaren Ölfarben von Winsor &Newton. Sie vermalen sich wie die „normalen“ Ölfarben, trocknen aber geruchslos, und die Pinsel lassen sich einfach auswaschen.

Das Format des Bildes ist 20cm mal 20,cm wie es viele Malerinnen und Maler des „DailyPainting“ in Deutschland verwenden. In den USA nimmt man sogar ein noch kleineres Format: 15 mal 15 cm. Das werde ich zwar mal versuchen, aber ich glaube, das ist mir zu winzig.

Von Christa Lippich bekam ich den Tipp, bei Tierporträts immer mit den Augen zu beginnen, dann entsteht gleich eine Beziehung zudem Tier … das werde ich dann beim nächsten Mal beherzigen.

Das Malen entwickelt sich immer mehr zu meinr neuen Leidenschaft, und ich bin dankbar, dass ich durch Susanne Strefel vor einem Jahr den Zugang dazu gefunden habe. Auch wenn ich es noch nicht schaffe, täglich ein Bild zu malen  😉

17. März 2019 at 14:08

Ältere Beiträge


Richtungswechsel Ebook und Taschenbuch

Tagebuch

Zufall/ Synchronizität

Das kann doch kein Zufall sein - als Taschenbuch und jetzt als Ebook

Spaziergang als Ebook

Schreiben Sie Ihre Biografie oder interviewen Sie Ihre Verwandten!

Spaziergang als TaBu

Auch ein schönes Geschenk!
November 2019
M D M D F S S
« Mai    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Archive